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Politik

Knapp 100.000 gemeldete Influenzafälle bundesweit

Donnerstag, 27. Februar 2020

Rund 17.000 Menschen mit Influenza wurden bislang in Krankenhäusern behandelt. /WavebreakmediaMicro, stockadobecom

Berlin – Der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle in Deutschland scheint Experten zu­folge überschritten. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemein­schaft Influenza am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hervor.

Die Zahl der nachweislich infizierten Menschen in der bisherigen Saison stieg demnach um knapp 18.000 in der vergangenen Woche auf nun rund 98.500, die Zahl der Grippe-Toten auf 161. „85 Prozent der Todesfälle waren 60 Jahre oder älter“, hieß es.

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Mehr als 300 Ausbrüche wurden erfasst, davon 53 in Krankenhäusern. Von den gemelde­ten Patienten wurden fast 17.000 in Kliniken behandelt. Die tatsächlichen Fallzahlen lie­gen bei Grippe deutlich höher: Geschätzt wird laut Wochenbericht, dass von Herbst bis Mitte Febru­ar 2,1 Millionen Menschen aus diesem Grund beim Haus- oder Kinderarzt waren.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) bleibt laut einem Bericht von Zeit Online trotz der be­fürchteten Coronavirus-Epidemie bei der Empfehlung, dass sich nur besonders gefähr­dete Gruppen wie Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke und Schwangere gegen Grippe im­pfen lassen sollen.

Mögliche Nutzen einer generellen Impfempfehlung – wie eine etwaige Entlastung des Ge­sundheitssystems durch weniger schwere Verläufe – seien nicht nachgewiesen. Es sei le­dig­lich eine „plausible Hypothese“, wurde Stiko-Leiter Thomas Mertens zitiert. Die Stiko setze auf Evidenz. © dpa/aerzteblatt.de

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