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Ausland

Bann für E-Zigaretten auf den Philippinen

Freitag, 28. Februar 2020

/dpa

Manila – Die philippinische Regierung unter Rodrigo Duterte hat das Rauchen von E-Zi­ga­­retten in der Öffentlichkeit verboten. Außerdem sieht der heute veröffentlichte Präsi­denten­erlass vor, dass Unternehmer für Herstellung, Import, Vertrieb und Handel eine Lizenz der Drogenbehörde FDA brauchen.

Damit wird das seit 2017 bestehende allgemeine öffentliche Rauchverbot auf das „Vapen“ ausgedehnt. Strafen wurden noch nicht genannt. Die Behörde will dafür in den nächsten 30 Tagen Regeln aufstellen.

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Der südostasiatische Inselstaat wird von Präsident Duterte mit harter Hand regiert. Er ha­be angeordnet, dass jeder, der in der Öffentlichkeit E-Zigaretten rauche, festgenommen werde. Das sei wie Rauchen. Das Verbot gilt auch für Innenräume.

„Man vergiftet Leute“, sagte Duterte. Für Raucher bleiben so nur noch Privaträume und aus­gewiesene Zonen. Nach einer Schätzung des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums gibt es auf den Philippinen mehr als eine Million E-Raucher. © dpa/aerzteblatt.de

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Cryonix
am Sonntag, 1. März 2020, 10:33

Die ketzerisch provokante Frage

müsste nun eigentlich folgen, ob die BÄK nun auch Fernreisen ausrichtet und als Reiseveranstalter künftig Reisende auf die neue Gesetzeslage der Philippinen hinweisen möchte? Dann aber würde noch die Listung der mittlerweile mehr als zwei Dutzend Länder fehlen, in denen Dampfen ebenso strikt reguliert bis verboten ist. Zu welchem Erkenntnisgewinn aber soll die Nachricht beim Leser führen? Die bekannt unnachgiebige Haltung der BÄK zum Thema mit solchen Nachrichten stets aufs Neu zu dokumentieren?

Genug mit kindischer Krittelei – es gilt immerhin weiter als oberste Prämisse, die erschreckende Zahl von 120k an jährlich durch Tabakrauchfolgen Versterbenden deutlich zu senken. Nur darin besteht das Ziel.

Die Gräben sind tief, aber nicht unüberwindbar. Erfreulicherweise haben führende Experten aus Prävention und Suchtforschung diesen konstruktiven Weg bereits eingeschlagen. Besondere erwähnt seien hier Frau Dr. Ute Mons (DKFZ), Daniel Kotz, Heino Stöver und andere, die sich vom Erbe Ressentiment behafteter Vorgaben befreit haben und sich rein wissenschaftlich nüchtern und faktenbasiert den Möglichkeiten, die die E-Zigarette im Hinblick auf Raucherentwöhnung unter dem Gesichtspunkt einer „Harm-Reduction“ bietet, geöffnet.

Die Option, die eigenen Positionen nur dann zu ändern, damit zu verknüpfen, nur eine Aufnahme in die S3 Leitlinien könne Voraussetzung dafür sein, verfehlt das Ziel aber auch. Neben dem erforderlichen Evidenznachweis wäre auch zwingend der Nachweis einer Unschädlichkeit verbunden, der das Produkt aber unmittelbar unter die Aufsicht des BfArM stellen und zu einem Medizialprodukt mit Apothekenpflicht machen würde. Den Weg dahin kann man sich aber getrost ersparen, denn die Zulassungshürden dorthin wären derart hoch, dass schlussendlich nur noch ein oder zwei Produkte zu exorbitanten Abgabepreisen in der Apotheke beziehbar wären, die überdies eine Beratung, wie sie jetzt sehr gut gegeben ist, schlichtweg gar nicht leisten kann. Preise für Verbrauchsmaterial würden vermutlich genau parallel zu bekannten Sprays gepreist, nämlich zu 49,-€ für 2 x 10ml Liquid.

Damit wäre kein einziger Raucher erreichbar und das Verfahren könnte bequem abgekürzt werden, in dem man schlichtweg gleich alles verbietet. Und sehenden Auges erkennen darf, dass ein Großteil der Erfolge von Nichtrauchkampagnen dann tatsächlich doch eher den etwa 3,5Mio Dampfern zuzurechnen sind, denn die Raucherzahlen werden sprunghaft wieder steigen und die Zahl von 120k bleibt weiterhin unvermindert wie eingemeißelt stehen.

Drakonische Besteuerung ist ebenso sinnfrei, denn damit verliert das Produkt den kleinen Anreiz, neben deutlich verminderter Schädlichkeit auch noch geringfügig kostengünstiger zu sein.

Eine vorurteilsfreiere Begegnung mit dem Thema wäre wünschenswert und eine indifferente, stille Position wäre vorerst auch schon ein sehr, sehr großer Gewinn.

Genau Ähnliches postulieren Britton, Hajeck et al. in „The Lancet“ v. 29.02.2020:
„The need for an evidence-based and rational debate on e-cigarettes“ (1)


(1) https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)30113-6/fulltext?
DOI:https://doi.org/10.1016/S0140-6736(20)30113-6

( Anm: hier ergibt sich vermutlich wieder das Syntaxproblem mit der (20) im URL, daher bleibt nur Kopieren&Einfügen in neuem Tab )

p.S.: Die DEBRA Studie von D. Kotz et al. über „Rauchstoppversuche und genutzte Entwöhnungsmethoden“ verschweigt die Nutzung der E-Zigarette als bevorzugte Alternative zum Rauchen mit einem Anteil von etwa 10% nicht – der Artikel darüber schon.



Genug mit kindischer Krittelei – es gilt immerhin weiter als oberste Prämisse, die erschreckende Zahl von 120k an jährlich durch Tabakrauchfolgen Versterbenden deutlich zu senken. Nur darin besteht das Ziel.
Die Gräben sind tief, aber nicht unüberwindbar. Erfreulicherweise haben führende Experten aus Prävention und Suchtforschung diesen konstruktiven Weg bereits eingeschlagen. Besondere erwähnt seien hier Frau Dr. Ute Mons (DKFZ), Daniel Kotz, Heino Stöver und andere, die sich vom Erbe Ressentiment behafteter Vorgaben befreit haben und sich rein wissenschaftlich nüchtern und faktenbasiert den Möglichkeiten, die die E-Zigarette im Hinblick auf Raucherentwöhnung unter dem Gesichtspunkt einer „Harm-Reduction“ bietet, geöffnet.
LNS

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