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Krankenhausfusion: Asklepios greift nach Rhön-Klinikum

Freitag, 28. Februar 2020

/dpa

Königstein-Falkenstein/Bad Neustadt – Auf dem deutschen Krankenhausmarkt könnte eine weitreichende Konzentration bevorstehen. Die beiden Klinikkonzerne Asklepios und Rhön wollen sich offenbar zusammentun. In einem ersten Schritt wollen der Rhön-Groß­aktionär Asklepios, der Rhön-Gründer Eugen Münch sowie seine Ehefrau ihre Anteile in einem Gemeinschaftsunternehmen bündeln, wie Asklepios heute mitteilte.

Dieses Joint Venture soll mindestens rund 49 Prozent der Rhön-Aktien halten. Zudem will Asklepios anschließend den übrigen Rhön-Anteilseignern ein Angebot von 18 Euro je Ak­tie unterbreiten – 25 Prozent mehr, als die Aktien vor Bekanntgabe der Pläne kosteten.

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„Die Zusammenarbeit mit Asklepios eröffnet uns neue Möglichkeiten, die Ertragskraft und Leistungsfähigkeit in einem schwierigen Marktumfeld nachhaltig zu stabilisieren“, erklär­te Münch. Bernard große Broermann, Gründer von Asklepios, sprach von einem „Meilen­stein für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Deutschland.“

Mit den Übernahmeplänen würden sich zwei führende Klinikonzerne in Deutschland hinter dem Marktführer Fresenius Helios zusammenschließen. Rhön behandelte vergan­ge­nes Jahr mehr als 860.000 Patienten, Asklepios versorgte 2018 rund 2,3 Millionen.

Während Asklepios mit Sitz in Hamburg in 160 Gesundheitseinrichtungen in Deutschland vertreten ist, betreibt Rhön Krankenhäuser in Bayern, Thüringen, Brandenburg und Hes­sen. Helios unter dem Dach des Dax-Konzerns Fresenius bliebe mit seinen 86 Klini­ken in Deutschland und rund 5,6 Millionen Patienten im Jahr aber unangefochten.

Der Abschluss der Transaktion wird vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung für das zweite Quartal erwartet. © dpa/aerzteblatt.de

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