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Ausland

Brüssel setzt Alarmstufe für COVID-19 herauf

Montag, 2. März 2020

Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission /picture alliance, AA

Brüssel – Die EU-Kommission hat in Absprache mit der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) die COVID-19-Alarmstufe für Europa auf „moderat bis hoch“ gesetzt. Das verkün­dete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen heute im Emergency Res­ponse Coordination Centre in Brüssel.

Aus diesem Anlass hat die Brüsseler Behörde heute ein aus fünf EU-Kommissaren beste­hen­des „Corona Response Team“ eingerichtet. „Die Epidemie ist eine globale Herausfor­de­rung und die Situation in der EU droht weiter sich zu verschlechtern, aber es gibt kei­nen Grund zur Panik“, sagte der für Krisenmanagement zuständige Kommissar Janez Lenarcic.

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Nach Angaben von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides ist die Zahl von SARS-CoV-2-Infektionen in der EU auf 2.100 bestätigte Fälle angestiegen. Betroffen davon sei­en 18 EU-Mitgliedstaaten.

„Bei 28 EU-Bürgern verlief die Infektion bisher tödlich, was zu Besorgnis Anlass gibt, aber keinen Grund für Panik darstellt“, betonte Kyriakides. In einem am vergangenen Freitag versandten Brief hat die EU-Gesundheitskommissarin alle EU-Ge­sund­heits­mi­nis­ter aufge­fordert, mit nationalen Vorsorge- und Notfallplänen die nationalen Gesundheitssysteme für eine weitere Ausbreitung zu wappnen.

Die angelaufenen europäischen Vorsorge- und Koordinierungsaufgaben konzentrieren sich nach Worten von Kommissionschefin von der Leyen auf drei Bereiche. „Der erste Pfei­ler stellt der medizinische Bereich dar mit Vorsorgemaßnahmen und Beschaffungen von Ausstattungsgegenständen sowie Informationen und Vorausschau für alle EU-Bürger und das medizinische Personal dar“, sagte von der Leyen.

Dies geschehe auf europäischer Ebene in enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Gesundheitsvorsorge und -überwachung (ECDC) sowie der Europäischen Arz­neimittelagentur (EMA). Des Weiteren werde die Kommission die Auswirkungen der Epi­de­mie auf den Transport­sektor und die gesamte EU-Wirtschaftsentwicklung im Auge be­halten.

Als Soforthilfen für betroffene Mitgliedstaaten seien im laufenden EU-Haushalt insge­samt 230 Millionen Euro für Forschungsanstrengungen der pharmazeutischen Industrie zur Entwicklung eines Impfstoffes sowie zur Unterstützung von besonders betroffen Re­gionen in der EU bereitgestellt.

Die EU-Finanzminister wollen bei ihrem nächsten Treffen am 16. März über steuerliche Erleichterungen für den Gesundheitssektor in der EU angesichts der Krise beraten. © taf/aerzteblatt.de

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