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Zahl der Schwangerschafts­abbrüche nahezu unverändert

Dienstag, 3. März 2020

/dpa

Wiesbaden – In Deutschland sind im vergangenen Jahr 101.000 Schwangerschaften ab­ge­brochen worden. Wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden unter Berufung auf die gemeldeten Fälle erklärte, blieb die Zahl damit gegenüber dem Vorjahr 2018 na­hezu gleich. Im Zehnjahresvergleich sank sie um knapp neun Prozent, 2009 hatte es noch 110.700 Schwangerschaftsabbrüche gegeben.

Rund drei Viertel der Frauen, die 2019 eine Schwangerschaft abbrachen, waren im Alter zwischen 18 und 34 Jahren. Drei Prozent waren jünger als 18 Jahre, 18 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren und etwa acht Prozent mindestens 40 Jahre alt. 96 Prozent der Abbrü­che des vergangenen Jahres erfolgten nach der Beratungsregelung. Vier Prozent erfolgten aus medizinischen Gründen oder als Folge von Sexualverbrechen.

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Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (56 Prozent) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt, bei 26 Prozent wurde das Mittel Mifegyne verwendet. Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant – rund 79 Prozent in gynäkologischen Praxen und 18 Prozent ambulant im Krankenhaus.

Im Zehnjahresvergleich ging insbesondere die Zahl der Abbrüche bei jungen Frauen stark zurück. In der Altersgruppe der 18- bis 19-Jährigen sank sie um etwa 41 Prozent, in der der 20- bis 24-Jährigen um rund 26 Prozent. Dazu trug den Statistikern zufolge auch die demografische Entwicklung bei. So gibt es inzwischen weniger Frauen in diesem Alter als vor zehn Jahren.

Auch die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche pro 10.000 Frauen in den beiden Alters­gruppen ging demnach aber deutlich zurück, wie aus den Zahlen hervorging - und zwar von 86 auf 57 bei den 18- bis 19-Jährigen und von 111 auf 89 bei den 20- bis 24-Jähri­gen. © afp/dpa/may/aerzteblatt.de

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