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Aufwendungen für Rehabilitation um 3,2 Prozent gestiegen

Dienstag, 3. März 2020

/picture alliance / JOKER

Berlin – Die Deutsche Rentenversicherung hat im Jahr 2018 rund 6,76 Milliarden Euro für Rehabilitation ausgegeben. Dies entspricht einer Steigerungsrate von 3,2 Prozent von 2017 auf 2018. Dies geht aus dem neuen Reha-Bericht 2019 der Deutschen Rentenversicherung hervor.

„Damit blieb die Rentenversicherung wieder im Rahmen des Budgets, das ihr für Reha-Leistungen gesetzlich vorgegeben ist und für 2018 auf 6,928 Milliarden Euro festgesetzt wurde“, betonen die Autoren.

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Die direkten Behandlungskosten für eine einzelne stationäre medizinische Rehabilitation bei körperlichen Erkrankungen betrugen im Jahr 2018 im Schnitt 3.112 Euro. Ambulant erbrachte Reha-Leistungen bei körperlichen Erkrankungen kosteten durchschnittlich 1.828 Euro. Bei psychischen oder Abhän- gigkeitserkrankungen lagen die mittleren Kosten mit 7.193 Euro pro stationärer Rehabilitation deutlich höher, was sich laut dem Bericht durch ihre längere Dauer, vor allem bei Suchterkrankungen, erklärt.

Mit den Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben möchte die Rentenversicherung bekanntlich erreichen, dass Arbeitnehmer länger berufstätig bleiben können. „Trotz ihrer großen Bedeutung beanspruchen die Leistungen zur Teilhabe, das heißt, vor allem Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben, im Jahr 2018 mit 2,1 Prozent nur einen geringen Anteil aller Aufwendungen der Rentenversicherung“, stellt der Bericht klar.

Die Autoren legen einen besonderen Schwerpunkt auf die Rehabilitation im Kindes- und Jugendalter. „Das Ziel der Kinder- und Jugendrehabilitation der Rentenversicherung ist es, den Folgen chronischer Erkrankungen entgegenzuwirken, um eine spätere Teilhabe am Erwerbsleben zu ermöglichen“, erläutern die Autoren.

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die eine solche Reha-Maßnahme in Anspruch genommen haben, ist in den vergangenen Jahren geschwankt: Während die Zahl der medizinischen Rehabilitationen von 2006 bis 2008 von 36.443 auf 37.568 anstieg, setzte nachfolgend ein deutlicher Rückgang bis 2016 auf 29.815 abgeschlossene Leistungen ein. „Auch wenn sich in den beiden letzten Jahren ein erneuter Anstieg auf 32.755 Rehabilitationen für das Jahr 2018 zeigt, liegt die Zahl der Rehabilitationen in 2018 dennoch um zehn Prozent niedriger als in 2006“, heißt es in dem Bericht. Grund dafür seien im Wesentlichen demografische Schwankungen. © hil/aerzteblatt.de

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