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Ärzteschaft

Kampagne für mehr Organspenden soll aufrütteln

Mittwoch, 4. März 2020

Organspende Kampagne der DGTHG /DGTHG

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) will mit einer neuen Kampagne Menschen auf das Thema Organspende aufmerksam machen.
Im vergangenen Jahr haben in Deutschland 932 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe für eine Transplantation gespendet.

Jeder der 932 Spender hat laut Fachgesellschaft im Durchschnitt mehr als drei schwer­kran­ken Patienten eine neue Lebenschance geschenkt. Gleichzeitig waren zum Jahresen­de jedoch mehr als 9.000 Menschen für eine Transplantation registriert, erklärte Jan Gummert, Präsident der DGTHG.

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Nach Ansicht der DGHTG braucht es einen neuen Ansatz für die Informationen zu dem Thema. „Wir haben unsere Organspendekampagne gestartet, weil wir vor allem die Ziel­gruppe der 20- bis 40-Jährigen sensibilisieren und ermutigen wollen, sich mit dem The­ma auseinander zu setzen“, so Gummert.

Dafür hat die Fachgesellschaft Motive des sogenannten „Día de Muertos“ gewählt, des „Tages der Toten“, welcher als Feier des Lebens und des Todes heute nicht nur im Ur­sprungsland Mexiko, sondern auch in ganz Lateinamerika gefeiert werde und in jüngster Zeit auch in Deutschland an Bedeutung gewinne.

Die Feierlichkeiten zum Día de los Muertos sind eine Mischung aus prä-hispanischen religiösen Riten und christlichen Festen. Das Brauchtum zum Tag der Toten wurde 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Mensch­heit ernannt.

„Wir glauben, dass wir mit unserem Kampagnenmotiv einen modernen, wenn auch pro­gressiven und zugegebener Maßen auch provokanten Weg gehen“, erklärte Gummert.

Die Plakatmotive wurden auf der 49. Jahrestagung der DGTHG in Wiesbaden vorgestellt. Vorgesehen ist, dass Fachabteilungen von Kliniken sie bei der Fachgesellschaft bestellen und im Krankenhaus aufhängen. „Die Motive werden zudem über soziale Netzwerke verbreitet“, teilte die Fachgesellschaft dem Deutschen Ärzteblatt auf Anfrage mit. © hil/aerzteblatt.de

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