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Ausland

Flüchtlingshilfe benötigt mehr Mittel zur Unterstützung geflüchteter Rohingya

Mittwoch, 4. März 2020

/dpa

Genf – Die Vereinten Nationen (UN) benötigen ein Millionenpaket zur Unterstützung der Rohin­gya-Flüchtlinge in Bangladesch. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, die Interna­tio­nale Organisation für Migration (IOM) und weitere Organisationen veröffentlichten gestern einen gemeinsamen Aufruf über 877 Millionen Dollar (789 Millionen Euro).

Das Geld solle unter anderem für Nahrung, Unterkunft und sanitäre Anlagen sowie für Gesundheitsfürsorge, Bildung und Schutzmaßnahmen verwendet werden, hieß es in der gemeinsamen Erklärung.

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Mit den Hilfen sollen die „Bedürfnisse von rund 855.000 Rohingya-Flüchtlingen aus Myanmar“ gedeckt sowie „mehr als 444.000 Bangladescher in den armen Gemeinden, die sie großzügig aufnehmen“ unterstützt werden, schrieben die Organisationen weiter.

Bangladesch und Myanmar haben bereits ein Abkommen über die Rückführung der mus­li­mischen Rohingya unterzeichnet – bislang stimmten aber nur wenige der Geflüchteten einer Rückkehr nach Myanmar zu, da sie dort um ihre Sicherheit fürchten.

Bangladeschs Außenminister Shahriar Alam forderte gestern in Genf mehr internationa­les Engagement, um Bewegung in das Abkommen zu bringen. Seine Regierung erwarte von den UN-Mitgliedern mehr Druck auf Myanmar, um eine sichere und menschenwür­dige Rückkehr der Rohingya zu gewährleisten.

Diese wollten zurückkehren, nicht aber um jeden Preis. Er forderte die Regierung von Myanmar auf, die Rohingya als Staatsbürger anzuerkennen. 2017 war das Militär im mehr­heitlich buddhistischen Myanmar äußerst brutal gegen die muslimische Minderheit vorgegangen; hunderttausende Menschen flüchteten ins benachbarte Bangladesch. Dort leben sie unter katastrophalen Bedingungen in Lagern. © afp/aerzteblatt.de

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