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Übernahme: Asklepios sichert sich knappe Mehrheit an Rhön-Klinikum

Mittwoch, 4. März 2020

/picture alliance, Andreas Arnold

Hamburg – Asklepios hat sich schon vor Beginn des Übernahmeangebots die Mehrheit am Konkurrenten Rhön-Klinikum gesichert. Man habe ein weiteres Aktien­paket von rund 1,08 Prozent der Stimmrechte zum Preis von 18 Euro je Aktie erworben, teilte Asklepios heute in Hamburg mit. Damit ergattere Asklepios in der Gemeinschafts­firma mit Rhön-Gründer Eugen Münch eine Stimmrechtsmehrheit von knapp über 50 Pro­zent an Rhön.

Am vergangenen Freitag hatte Asklepios erklärt, Rhön übernehmen zu wollen. Die Ham­burger und der Rhön-Gründer wollen mit ihrem Übernahmeangebot von 18 Euro je Aktie möglichst viele Rhön-Anteile einsammeln. Dabei hat der hessische Medizintechnik-Her­steller B. Braun ein Wort mitzureden: Er hält gut 25 Prozent an Rhön. Ob B. Braun sein Paket verkauft, wollte das Unternehmen nicht sagen.

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Mit dem Deal würden sich zwei führende Klinikkonzerne in Deutschland hinter Fresenius Helios zusammenschließen. Rhön behandelte vergangenes Jahr mehr als 860.000 Patien­ten, Asklepios versorgte 2018 rund 2,3 Millionen Kranke. Während Asklepios in 160 Ge­sund­heitseinrichtungen in Deutschland vertreten ist, betreibt Rhön Krankenhäuser in Bayern, Thüringen, Brandenburg und Hessen.

Die Übernahme, die im zweiten Quartal abgeschlossen sein soll, würde auch das lange Tauziehen um Rhön beendet. Schon 2012 wollte Münch Rhön-Klinikum mit Fresenius Helios fusionieren. Daraufhin stiegen Asklepios und B. Braun bei Rhön ein und verhinder­ten den Deal. Lediglich 40 Rhön-Krankenhäuser gingen am Ende an Helios.

Verdi fürchtet Folgen für die Beschäftigten des Universitätsklinikums Gießen Marburg, das mehrheitlich im Besitz von Rhön liegt. Asklepios zeige sich in Hessen bislang als rein renditeorientierter Konzern, erklärte die Gewerkschaft. © dpa/aerzteblatt.de

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