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Einteilung in Diabetes-Subtypen wichtig für stimmigere Therapie

Mittwoch, 4. März 2020

/Maya Kruchancova, stock.adobe.com

Berlin – Die fehlende Einteilung eines Diabetes Typ 2 in Subtypen kann zur Über- und Unterversorgung der Betroffenen führen. Das berichtet die Deutsche Diabetes Gesell­schaft (DDG). Neue Studiendaten zeigen laut Fachgesellschaft, dass eine Unterteilung des Typ-2-Diabetes in fünf Subtypen sinnvoll ist.

„Diese Erkenntnisse können die Diabetesbehand­lung deutlich verbessern“, erklärte An­dreas Fritsche, einer der Sprecher der Kommission „Epidemiologie und Versorgungsfor­schung“ der DDG.

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Wichtig sei, dass die Subtypen insbesondere hinsichtlich der diabetischen Nephropathie, der nichtalkoholischen Fettleber und der diabetischen Neuropathie unterschiedliche Ri­siken hätten. Aus diesen unterschiedlichen Risiken ergäben sich neue Therapieansätze mit entsprechenden präventiven Maßnahmen.

„Weiß man, welchem Subtyp ein Patient angehört, sollte man ihn deutlich effektiver the­rapieren können und damit Folgeerkrankungen vermeiden“, so Fritsche. Dazu sei wahr­scheinlich eine routinemäßige Bestimmung der endogenen Insulinsekretion aus­reichend, wofür man nur eine Blutabnahme im Nüchtern-Zustand benötige, so der stellvertretende Leiter des Instituts für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helm­holtz-­Zentrums München an der Universität Tübingen.

Auch Patienten mit einem risikoärmeren, altersbedingten Diabetes könnten von diesen Erkenntnissen profitieren. „Die Studien zeigen, dass etwa ein Drittel der Diabetes­patien­ten von diesem Typ betroffen sind “, so Fritsche.

Die Fachgesellschaft weist aber daraufhin, dass prospektive Studien nötig seien, bevor die Subtypen in die Diabetesversorgung aufgenommen würden.

Diese Studien müssten die differenzierten Therapiestrategien bei den unterschiedlichen Subgruppen prüfen, forderte Wolfgang Rathmann vom Deutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf, ebenfalls Sprecher der Kommission „Epidemiologie und Versorgungsfor­schung“. © hil/aerzteblatt.de

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