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Arzneimittel­kommission gibt Überblick über Osteoporose­diagnostik und -therapie

Mittwoch, 4. März 2020

/psdesign1, stock.adobe.com

Berlin – Ab einem Zehn-Jahres-Risiko für Wirbelkörperfrakturen größer als 30 Prozent ist eine medikamentöse Therapie der Osteoporose indiziert. Zur Basistherapie gehören die Gabe von Vitamin D und Kalzium. Zusätzlich sind Bisphosphonate Mittel der ersten Wahl. Denosumab, Raloxifen, Romosozumab und Teriparatid können bei Unverträglichkeiten, Kontraindikationen oder Spezialfällen erwogen werden.

Das berichtet Hans Christian Kasperk, Heidelberg, in einem neuen Übersichtsartikel „Zweckmäßige Diagnostik und medikamentöse Therapie der Osteoporose“ in der Publika­tion „Arzneiverordnung in der Praxis“. Herausgeber ist die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ).

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„Eine Basistherapie mit Vitamin D plus Kalzium ist die Grundlage jeder der im Folgenden erwähnten spezifischen Osteoporosetherapien, da es nur für die gemeinsame Gabe einen Wirksamkeitsnachweis gibt“, erläutert Kasperk. Eine alleinige medikamentöse Kalzium­supple­mentierung ohne eine gleichzeitige Vitamin-D-Therapie sei nicht sinnvoll.

Die übliche Kalzium- und Vitamin-D-Supplementation als Osteoporose-Basistherapie erhöhe das kardiovaskuläre sowie das Mortalitätsrisiko nicht. Eine primärprophylaktische Basistherapie könne medizinisch sinnvoll sein, auch wenn dies keine Pflichtleistung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung sei.

„Ernährungsmedizinisch wird eine tägliche Kalziumaufnahme im Erwachsenenalter von 800 bis 1.500 Milligramm Kalzium empfohlen“, berichtet Kasperk. Die Einleitung einer Osteo­porosetherapie erfolge stets mit einer solchen Kalzium-Vita­min-D-Basistherapie plus einem häufig oral einzunehmenden Bisphosphonat.

„Dabei ist die Verträglichkeit der Substanzen und bei oralen Bisphosphonaten die Ein­hal­tung einer strikt regelmäßigen Einnahme unter Beachtung des Einnahmemodus (nüch­tern, 60 Minuten vor dem Frühstück mit einem großen Glas Wasser in aufrechter Position) entscheidend“, so der Experte.

Außerdem sei zu beachten, dass orale Bisphosphonate nicht gleichzeitig mit Kalzium ein­genommen werden sollten, da ansonsten die Aufnahme der Substanzen beeinträchtigt werde. Kalzium sollte zu oder nach einer Mahlzeit eingenommen werden. © hil/aerzteblatt.de

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