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SARS-CoV-2-Leistun­gen werden extrabudgetär vergütet

Donnerstag, 5. März 2020

/Racle Fotodesign, adobe.stock.com

Berlin – Für die ambulante medizinische Versorgung von Patienten mit SARS-CoV-2 und der Lungenkrankheit COVID-19 wird zusätzliches Geld von den Krankenkassen bereitge­stellt. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen.

Alle ärztlichen Leistungen, die aufgrund des klinischen Verdachts auf eine Infektion oder einer nachgewiesenen Infektion erforderlich seien, würden seit dem 1. Februar in voller Höhe extrabudgetär bezahlt, betonte die KBV. Ärzte müssten die Fälle dazu mit der Ziffer 88240 kennzeichnen. Dies gilt auch, wenn der Patient durch die Terminservicestelle ver­mittelt wurde.

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Auf die Vergütungsvereinbarung hat sich die KBV mit dem GKV-Spitzenverband geeinigt. Damit reagierten die Vertragspartner auf die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und den damit verbundenen steigenden Behandlungsbedarf in der Bevölke­rung.

Die Praxen versorgten jetzt schon deutlich mehr Patienten als zu „normalen Zeiten“, sagte der KBV-Vorstandvorsitzende Andreas Gassen. Mit der Vereinbarung sei gewährleistet, dass die Ärzte ihre zusätzlichen Leistungen zeitnah in voller Höhe bezahlt bekämen.

Bereits in der vergangenen Woche hatten KBV und GKV-Spitzenverband die Indikations­kri­terien zur Testung auf das Virus ausgeweitet. Der Beschluss des Bewertungsaus­schus­ses dazu sieht vor, dass der Arzt die Untersuchungsindikation unter Berücksichtigung der Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) nach eigenem Ermessen stellt.

Das bevorzugte Untersuchungsmaterial für den Nachweis einer möglichen Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist laut KBV ein Oropharynx- und/oder Nasopharynx-Abstrich, wie bei der Influenza-Diagnostik. Der Abstrich wird mit einem trockenen Stäbchen durchgeführt. Die labordiagnostische Untersuchung (GOP 32816) ist dabei einmal am Behandlungstag berechnungsfähig. Die Untersuchung kann der KBV zufolge in jedem Labor veranlasst werden.

Die KBV hat auf eine Themenseite alle für Ärztinnen, Ärzten und Praxispersonal wichtigen Informationen zusammengefasst. © may/EB/aerzteblatt.de

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