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Politik

Sozialministerium beanstandet Bedarfsplanung in Thüringen

Donnerstag, 5. März 2020

/dpa

Weimar – Die geplanten zusätzlichen Sitze für Arztpraxen in Thüringen sorgen für Streit. Das Sozialministerium in Thüringen als zuständige Aufsichtsbehörde habe die neue Be­darfsplanung von Kassenärztlicher Vereinigung (KV) und Krankenkassen beanstandet, teilte die KV mit.

Damit können neue Praxissitze vorerst nicht ausgeschrieben werden. Mithilfe der Be­darfs­planung werden die Zahl der zu besetzenden Haus- und Facharztpraxen und deren Einzugsbereiche festgelegt. Dabei wird neben Einwohnerzahlen auch die Krankheits­häu­figkeit berücksichtigt.

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Die Vorgaben dafür waren im vergangenen Jahr vom Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) neu geregelt worden. Ursprünglich war mit den ersten Ausschreibungen für das erste Kalenderquartal gerechnet worden.

Dieser Zeitplan sei nun nicht mehr zu halten, sagte der KV-Vizevorsitzende Thomas Schrö­ter. Ärzte- und Kassenvertreter müssten sich erneut zusammensetzen, um über die Einwände des Ministeriums zu beraten und eine neue Planung vorzulegen. Das Minis­te­rium äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorgang.

Vielerorts in Thüringen klagen Patienten über einen Mangel an Fachärzten wie Augen­ärzten oder Neurologen und lange Wartezeiten auf Termine. Derzeit arbeiten rund 4.000 Ärzte und Psychotherapeuten in der ambulanten medizinischen Versorgung in Thüringen. © dpa/aerzteblatt.de

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