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Politik

G-BA beschließt zweite Impfung gegen Masern für bestimmte Berufsgruppen

Donnerstag, 5. März 2020

/dpa

Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat heute eine Änderung der Schutz­impfungs-Richtlinie zu beruflich indizierten Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln sowie gegen Windpocken (Varizellen) beschlossen. Damit hat der G-BA die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) umgesetzt.

Diese sieht zum Schutz vor Masern einen Anspruch auf eine nunmehr zweimalige Im­pfung mit einem Kombinationsimpfstoff (Masern, Mumps, Röteln – MMR) für Personen in den verschiedenen Tätigkeitbereichen vor.

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Dazu gehören Medizinische Einrichtungen inklusive Einrichtungen sonstiger humanme­dizinischer Heilberufe, Tätigkeiten mit Kontakt zu potenziell infektiösem Material, Ein­richtungen der Pflege, Gemeinschaftseinrichtungen, Einrichtungen zur gemeinschaftli­chen Unterbringung von Asylbewerbern, Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaus­sie­dlern sowie Fach-, Berufs- und Hochschulen.

Bisher gehörte nur eine einmalige Impfung bei beruflicher Indikation zum Leistungskata­log der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV). Diese soll nun im Mindestabstand von vier Wochen durch eine zweite Impfung ergänzt werden.

Bis zur Umsetzung der aktuell beschlossenen Änderungen der Schutzimpfungs-Richtlinie gilt für alle nach 1970 geborene Erwachsene, die ungeimpft sind, in der Kindheit nur ein­mal geimpft wurden oder einen unklaren Impfstatus haben, die bisherige Regelung.

Der G-BA legt den Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie nun dem Bun­desgesundheitsministerium zur Prüfung vor. Nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger tritt er dann in Kraft. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Julian_Haegele
am Donnerstag, 5. März 2020, 21:17

Lesen und Verstehen

In diesem Artikel geht es m.E. um den LeistungsANSPRUCH bestimmter Berufsgruppen auf eine zweite Impfung gegenüber der GKV, das hat mit einer Impfpflicht wenn überhaupt nur mittelbar zu tun. Aber jede Gelegenheit wird genutzt. Und, Pro-Natur bzw. Kontra-Impfen, danke, ich möchte zu diesem Thema sicher keine Verfassungsbeschwerde unterstützen.
LNS

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