NewsVermischtesLogopäde gesteht sexuellen Missbrauch behinderter Jungen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Logopäde gesteht sexuellen Missbrauch behinderter Jungen

Freitag, 6. März 2020

„Praxis vorübergehend geschlossen“ steht auf einem Zettel am Eingang zur einer Praxis für Logopädie. Wegen des Vorwurfs von sexuellem Missbrauch von Kindern hat die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg Anklage gegen eine Logopäden aus Würzburg erhoben. /picture alliance, Daniel Karmann

Würzburg – Ein wegen schweren sexuellen Missbrauchs behinderter Jungen in Würzburg angeklagter Mann hat die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft umfangreich eingeräumt. „Er hat unter Tränen gesagt, dass er versteht, wie viel Vertrauen er missbraucht hat“, sagte ein Gerichtssprecher gestern im Landgericht Würzburg (Az. 510 Js 541/19 jug).

Die Aussage des 38-Jährigen fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – zum Schutz der mutmaßlichen Opfer und des Angeklagten. Der Logopäde soll von 2008 an bis zu seiner Festnahme im März 2019 sieben Jungen in seinen Praxen und bei Therapiestunden in zwei Kindergärten sexuell missbraucht haben, in 66 Fällen davon schwer.

Anzeige

Vor der Großen Jugendkammer war zuvor bereits die Anklage ohne Öffentlichkeit verle­sen worden; dies dauerte etwa eindreiviertel Stunden. Der Vorsitzende Richter Michael Schaller begründete dies mit dem Schutz der minderjährigen Opfer. Die Jungen sind mittlerweile zwischen 7 und 13 Jahre alt.

Die betroffenen Kinder sind körperlich und/oder geistig behindert, können gar nicht oder nur wenig sprechen. Manche von ihnen waren laut Staatsanwaltschaft erst zwei Jahre alt, als sich der Angeklagte an ihnen vergriff.

Nach Darstellung der Ermittler fotografierte und filmte der Mann die Übergriffe und stellte sie in einschlägige Foren im Darknet. Für die Verhandlung sind elf Prozesstage bis Ende April anberaumt. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. April 2020
Berlin – Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Franziska Giffey (SPD) sieht vor allem in den Städten die Gefahr einer Zunahme häuslicher Gewalt im Zuge der Coronakrise. „Aus den Ländern bekommen wir
Weiter Sorgen um mehr häusliche Gewalt
3. April 2020
Berlin – Häusliche Gewalt nimmt während der COVID-19-Pandemie zu. Darauf weist die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) hin. Doch die meisten Frauenhäuser seien schon ohne Coronakrise hoffnungslos
Coronakrise: Gefahr für Frauen in gewalttätigen Beziehungen steigt
3. April 2020
München − Angesichts zunehmender psychischer Belastungen während der Coronakrise hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) ein Unterstützungsangebot gestartet. Hunderte
Videosprechstunden zur psychotherapeutischen Unterstützung
1. April 2020
Berlin – Schulen, Kitas und Spielplätze sind zu, Eltern und Kinder bleiben zu Hause, die Nerven liegen vielfach blank. In der Coronakrise wächst die Sorge vor häuslicher Gewalt und Missbrauch. Die
Gestresste Familien: Große Sorge vor häuslicher Gewalt
1. April 2020
Karlsruhe – Ein Mann aus Berlin ist mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die dortigen Verbote und Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht nahm die
Coronakrise: Bundesverfassungsgericht lehnt Entscheidung über Beschränkungen ab
27. März 2020
Münster – Eine allgemeine Gefährdung durch Malaria verhindert nicht die Abschiebung einer Familie mit einem in Europa geborenen Kind nach Nigeria. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster
Kein Abschiebeverbot wegen Malariagefahr
26. März 2020
Berlin − Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hat sich einer Studie zufolge etabliert. Der Bekanntheitsgrad des Angebots sei vergleichsweise hoch, teilte das Bundesfamilienministerium heute
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER