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Apotheken warnen vor Herstellung von Desinfektionsmitteln zu Hause

Freitag, 6. März 2020

/Rodja, stock.adobe.com

Berlin – Die Berliner Apothekenkammer warnt davor, Händedesinfektionsmittel zum Schutz vor dem neuen Coronavirus selbst herzustellen. „Für die Herstellung werden feuergefähr­liche Chemikalien benötigt, deren Verwendung aus guten Gründen reguliert ist“, sagte Präsidentin Kerstin Kemmritz heute. Laien sollten damit besser nicht nach Anleitungen aus dem Internet experimentieren.

Haushalte mit gesunden Menschen benötigten im Moment auch keine größeren Mengen Händedesinfektionsmittel, betonte sie. Gegen das Coronavirus sei auch gründ­liches und häufiges Händewaschen mit Seife ausreichend wirksam.

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Apotheken dürfen nach Angaben der Kammer seit vorgestern durch eine Ausnahme­ge­nehmigung bis Ende August Desinfektionsmittel selbst herstellen. Anstatt auf das fertige Produkt angewiesen zu sein, können sie nun die Mischung aus reinem Alkohol, Wasser­stoffperoxid, Glycerin und Wasser selbst zubereiten und verkaufen. Zuvor hatten sie für den Umgang mit reinem Alkohol eine Sondergenehmigung gebraucht.

Desinfektionsmittel werden derzeit vor allem in Einrichtungen wie Arztpraxen, Ambu­lanzen, Notaufnahmen und Krankenhäusern gebraucht. Die Apother bitten private Haus­halte die Rohstoffe den Fachleuten zu überlassen. „Auch Rohstoffe zur Herstellung von Desinfektionsmitteln sind zurzeit leider knapp“, so Kemmritz.

Der Landesapothekerverband Baden-Württemberg betonte, dass es zum Beispiel Liefer­schwierigkeiten bei reinem Alkohol gibt. Er gehe davon aus, dass deswegen momentan nicht jede Apotheke selbst produzieren könne, sagte Verbandssprecher Frank Eickmann. © dpa/afp/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #826955
JDelphi
am Dienstag, 28. April 2020, 09:52

Man sagt nicht umsonst Apothekenpreise oder Mondpreise

Echt lächerlich, aber letzten endes sagt jede Lobby, ihr dürft das nicht, nur wir dürfen es.

Wenn Deutschland ein Produkt herstellen kann und das in Überfluss, dann ist es Ethanol.
Wir haben in Deutschland so viel von dem Zeugs, das wir es sogar ins Auto kippen, weil wir nicht wissen, wohin mit. Macht euch mal Gedanken wofür das E10 bei Benzin steht. Wenn man Das Ethanol aus dem Benzin raus lässt, hat man an einem Tag so viel, das man ganze Krankenhäuser mit ertränken kann.
Avatar #810849
Jakobus2020
am Freitag, 6. März 2020, 19:52

Schon mal was von Brennspiritus gehört?

Den gibt es (noch) in den meisten Supermärkten und Baumärkten, auch als Bioethanol, mit einem Alkohol Gehalt über 90%, frei verkäuflich. Ja, ist nicht das teuerste was es gibt, funktioniert aber gegen CoV, dazu noch eine kleine Menge an Öl oder Glyzerin um die Haut zu fetten, fertig. Türgriffe und andere Oberflächen können damit auch desinfiziert werden.
Avatar #767798
Cryonix
am Freitag, 6. März 2020, 17:42

Bitte um Entschudigung,

aber das kann ich mir nun wirklich nicht verkneifen:
"Die Apother bitten private Haus­halte die Rohstoffe den Fachleuten zu überlassen."
Gehts noch? Für das unveränderte Durchreichen und ohne jeden weiteren Verarbeitungsschritt von Cannabis Flos des "Ministerie voor Volksgezondheit", NL, Handelnamen Bedrocan, Bedrolite etc. mal eben 100% Ausgabeaufschlag (zu Patienten- oder Kassenlasten) einstreichen, da Rezepturarzneimittel und nun auch noch die Bevölkerung um Rohstoffe anbetteln?
Gebt Ihr das Fertigprodukt dann wenigstens auch kostenfrei weiter?
Ich hoffe mal sehr, das Ganze ist ein Missverständnis...
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