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Politik

Versicherten­information zur Pränataldiagnostik zur Kommentierung im Netz

Freitag, 6. März 2020

/S.Kobold, stock.adobe.com

Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat Informationsmaterialien zu pränatalen Untersuchungen entwickelt. Sie sollen die ärztli­che Beratung unterstützen und werdenden Eltern die Entscheidung erleichtern, ob sie eine vorgeburtliche genetische Untersuchung durchführen lassen möchten.

Das Informationspaket besteht aus zwei Teilen: Einem Faltblatt, das künftig jeder Schwan­geren ausgehändigt werden soll und das einen Überblick über häufig angebotene pränataldiagnostische Untersuchungen liefert sowie einer ausführlichen Broschüre, die gezielt über nicht invasive Pränataltests (NIPT) informiert.

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Im September 2019 hatte der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) entschieden, dass ein NIPT in begründeten Einzelfällen und nach ärztlicher Beratung von der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) bezahlt werden soll.

Der Bluttest kommt infrage, wenn eine schwangere Frau den Verdacht abklären lassen möchte, dass ihr Ungeborenes eine Trisomie 13 (Pätau-Syndrom), eine Trisomie 18 (Ed­wards-Syndrom) oder eine Trisomie 21 (Down-Syndrom) hat.

Bislang übernehmen die Krankenkassen dafür nur die Kosten einer invasiven Unter­su­chung (Fruchtwasseruntersuchung oder Biopsie der Plazenta), die aber mit dem Risiko einer Fehlgeburt verbunden ist. Beim NIPT ist nur bei einem positiven Ergebnis eine in­vasive Untersuchung zur Bestätigung des Verdachts notwendig.

Damit der NIPT nur in begründeten Fällen eingesetzt wird und seine Grenzen realistisch eingeschätzt werden, beauftragte der G-BA das IQWiG mit der Entwicklung einer Versi­cher­teninformation. Diese soll künftig bei der Schwangerenberatung verpflichtend ein­gesetzt werden und steht noch bis zum 3. April 2020 zur Kommentierung im Netz. © hil/sb/aerzteblatt.de

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