NewsPolitikDrogenbeauftragte für bessere Hilfen für Kinder aus Sucht-Familien
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Drogenbeauftragte für bessere Hilfen für Kinder aus Sucht-Familien

Montag, 9. März 2020

/pavel_shishkin, stock.adobe.com

Berlin – Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig will bessere Hilfen für Kinder aus Familien mit Suchtproblemen erreichen. „Kinder dürfen kein Kollateralschaden der elter­lichen Sucht sein, um den man sich oft nur durch Zufall kümmert“, sagte die CSU-Politike­rin.

Deshalb solle sichergestellt werden, dass Angebote von Jugendhilfe und Gesundheitssys­tem künftig nahtlos ineinander­greifen. „Wenn Kinderärzte erkennen, dass ein Kind Unter­stützung braucht, dann müssen sie auch in der Lage sein, die notwendige Hilfe etwa durch die Jugendämter anzuschieben.“ Dies klappe nur, wenn der Kinderarzt seinen Ein­satz auch vergütet bekomme.

Anzeige

Ludwig bezog sich auf entsprechende Empfehlungen einer Arbeitsgruppe zur Lage von Kindern psychisch und suchtkranker Eltern. Ihr gehörten unter anderem Vertreter der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens, von Ländern und Kommunen sowie Forscher an.

Die Drogenbeauftragte betonte, Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) und sie seien sich einig, dass die an die Gesundheitspolitik im Bund gerichteten Empfehlungen vollständig umgesetzt werden sollten. Sie müssten dann auch so schnell wie möglich in der Praxis ankommen.

Laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wachsen mehr als drei Millionen Kinder in Familien mit Suchtbelastungen auf – rund 2,65 Millionen davon haben ein Elternteil mit Alkoholproblemen. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER