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Mehr als jeder Zweite hat Erfahrungen mit Homöopathie

Montag, 9. März 2020

/dpa

Karlsruhe – 55 Prozent der Menschen in Deutschland haben nach eigenen Angaben schon Erfahrungen mit Homöopathie beziehungsweise mit der Verwendung ho­möopathi­scher Arzneimittel gemacht. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungs­institut Forsa im Auftrag der Deutsche Homöopathie-Union (DHU).

Überdurchschnittlich hoch ist danach der Anteil der Homöopathieverwender bei Frauen (66 Prozent) sowie den 18- bis 59-Jährigen (rund 62 Prozent). Die Umfrage des Forsa-Ins­tituts zeigt auch, dass Menschen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro monatlich (59 Prozent) sowie Akademiker (62 Prozent) ebenfalls überdurchschnittlich häufig Homöopathie verwenden.

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Neben den 55 Prozent, die bereits Homöopathieerfahrung haben, sind weitere 15 Prozent laut Umfrage grundsätzlich bereit, bei Bedarf auf homöopathische Arznei­mittel zurückzu­greifen. Rund jeder Vierte (26 Prozent) würde Homöopathie dagegen generell nicht in Be­tracht ziehen.

Die Umfrage erfolgte im Februar 2020. Insgesamt hat Forsa dafür bundesweit 2.006 Per­so­nen ab 18 Jahre befragt.

Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sehen Homöopathie als Satzungsleistung der Krankenkassen sehr kritisch.

„Wenn die Homöopathie ihren Nutzen tatsächlich im objektiven wissenschaftlichen Ver­fahren beweisen könnte, dann sollte man versuchen, sie in die Erstattung hineinzu­be­kommen“, erklärte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen im Januar 2020.

Solange dies nicht der Fall sei, habe sie in der Erstattungslandschaft dagegen „nichts verloren“. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Mittwoch, 25. März 2020, 15:05

S. Rex ist einfach unermüdlich...

...in seinem Kampf gegen die ach so schlimme Homöopathie. Sogar in Corona-Zeiten - tapfer.
Machen wir doch mal ein kleines ungewöhnliches Denk-Experiment. Gesetzt den Fall er hätte recht, dann würde ich sagen: "Na und?" Die Schulmedizin ist auch nicht besser, wie uns dieser Artikel im Ärzteblatt locker aufzeigt:

Schwachstellen der weltweiten Forschungspraxis

Mit seiner Forschung hat Prof. Ioannidis internationale Resonanz hervorgerufen. Im Jahr 2005 publizierte er in Plos Medicine eine Arbeit mit dem provokanten Titel: Why most published research findings are false, zu Deutsch: Warum die meisten veröffentlichten Forschungs­ergebnisse falsch sind. Die Zahlen zur Forschungsqualität haben Einhäupl schockiert: „Ich war extrem überrascht, als ich hörte, dass nur 20 Prozent der Grundlagenforschung reproduzierbar sein soll.“
Anderes Zitat aus dem Ärzteblatt:
"Sein 2005 in der Fachzeitschrift PLOS Medicine erschienener Essay „Warum die meisten veröffentlichten Forschungsergebnisse falsch sind“ wurde 1 000-fach zitiert und machte Prof. John Ioannidis weltweit bekannt."
https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=101983&s=ioannidis

Von daher sollten S. Rex & Co. erst einmal im eigenen Laden aufräumen, anstatt immer auf die nebenwirkungsfreie Homöopathie zu ballern, deren Evidenzbasierung - ebenso nicht perfekt - aber so schlecht nicht ist. Links dazu spare ich mir hier, die sind leicht zu finden.

Der o.g. renommierte Professor hat übrigens einen bemerkenswerten kritischen und warnenden Artikel über die aktuelle Corona-Sichtweise und die diesbez. Maßnahmen geschrieben, der vor lauter Drosten-Statements natürlich nicht durchdringt. Vielleicht in einigen Wochen, wenn sich die dadurch kreierte Weltwirtschaftskrise noch deutlicher zeigt...
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Freitag, 20. März 2020, 07:48

Warum kann ich die Homöopathie nicht ernst nehmen?

Kurz gesagt, jede Wissenschaft braucht ein solides Fundament aus theoretischen Vorhersagen und experimentellen Daten. Bei der Homöopathie ist diese Fundament einfach nicht vorhanden.
1. Das theoretische Konzept. Die beiden Säulen der Homöopathie sind das Ähnlichkeitsprinzip und die Potenzierung. Für beide Säulen fehlt eine Erklärung, die mit der Naturwissenschaft vereinbar ist.
2. Experimentelle Daten zu den theoretischen Grundannahmen sind nach meiner Kenntnis ebenfalls Mangelware.
2a. In der strengen Auslegung der Homöopathie geht es um möglichst ähnliche Symptombeschreibungen. Nur wie viel Ähnlichkeit ist erlaubt? Wie viel Ähnlichkeit ist unbedingt notwendig? Wo ist die experimentelle Abgrenzung zum Identischen (z.B. bei Nosoden)? Wo ist die experimentell abgesicherte Abgrenzung wenn die Ähnlichkeit nur sehr entfernt ist (z.B. bei Selbstmedikation von Patienten)?
2b. Wo sind die experimentellen Belege, welche Abweichungen bei der Prozedur der Potenzierung erlaubt sind (oder reicht auch eine einfache Verdünnung, dann wäre aber das Problem der natürlichen Potenzierung)?
2c. Wo sind die experimentellen Belege der Unterscheidbarkeit von Hochpotenzen (siehe auch GWUP-Auslobung)?
3. Belastbarkeit der Symptombeschreibungen. Schon vor knapp 100 Jahren gab es erhebliche Zweifel an der Stimmigkeit der Symptombeschreibungen (wenn man von Toxinen und pharmakologisch wirksamen Substanzen absieht). Im Donner- Report, der sowohl Anhängern und Gegnern der Homöopathie bekannt sein dürfte, wird dies ausgiebig behandelt. Die damaligen offensichtlichen Fehler wurden bis heute in den öffentlich verfügbaren Symptombeschreibungen nicht korrigiert. Das Hauptproblem ist aber ein anderes: Damit unterschiedliche homöopathische Mittel unterschiedlich wirken können, müssen sie auf unterschiedliche Zellen und damit unterschiedliche Signalkaskaden einwirken. Einige dieser Signalkaskaden (z.B. allergische Reaktionen vom Spät-Typ) brauchen aber längere Zeit, auf jeden Fall deutlich länger als die bisher postulierten Beobachtungszeiten. Auch haben die Homöopathen das geniale Hintertürchen mit der Erstverschlimmerung, rechnen also selbst mit einem verzögerten Wirkeintritt. Daraus folgt aber dass die Symptombeschreibungen nicht nur sofortige, sondern auch verzögerte Effekte erfassen müssen. Dies geht aber nur in einer randomisierten und verblindeten Testumgebung. Der Kerninhalt des Donner-Berichts beinhaltet genau das Scheitern des Versuchs, die Symptombeschreibungen objektiv zu erfassen.
4. Effektstärke der Homöopathie. Wie stark ist der postulierte spezifische Effekt der Homöopathie im Vergleich zum Placeboeffekt? Die Anhänger sprechen immer über die Wirkung ihrer Therapie am Patienten. Dabei handelt es sich um die Summe aus Placeboeffekt und postuliertem spezifischem Effekt, die NNT dürfte im niedrigen einstelligen Bereich liegen. Wird der Placeboeffekt in einer randomisierten placebokontrollierten Umgebung ausgeschlossen, dann gibt es zahlreiche Studien mit Pseudoevidenz aufgrund statistischer Mängel und weitere Studien ohne klinische Evidenz. Diese Studien haben meist Teilnehmerzahlen in mittleren zweistelligen Bereich. Oder anders ausgedrückt bei einer NNT um den Faktor 10 höher als die klinische Alltagserfahrung gibt es erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit der Homöopathie. Selbst wenn man zahlreiche derartige Studien in einer Metaanalyse zusammenwirft, gibt es keine für die Homöopathie positiven Studien die außerhalb der Homöopathiegläubigen ernsthaft anerkannt sind. Das kleine bisschen Hoffnung auf eine spezifische Wirkung der Homöopathie wird dabei sehr teuer erkauft: die NNT für einen möglichen Effekt steigt bei Metaanalysen auf mehrere hundert Patienten. Wenn man dieses Spiel weiter treibt, kommt man an einen Punkt, wo es egal ist ob es einen spezifischen Effekt der Homöopathie gibt. Der Anwender fragt nicht, ob der Effekt zu 99% aus Placebo und zu 1% aus spezifischer Wirkung besteht oder ob der Placeboeffekt zu 99,999% für die Wirkung verantwortlich ist. Die Schulmedizin hätte kein Problem damit eine ritualisierte Placebotherapie zu integrieren. Diese Integration scheitert bisher daran, dass die Anhänger der Homöopathie in dem Ritual unbedingt einen höheren Zweck sehen wollen.

Also was haben wir?
Stimmiges theoretisches Grundkonzept: Fehlanzeige
Experimentelle Untermauerung der Grundannahmen (Ähnlichkeitsprinzip und Potenzierung): Fehlanzeige
Belastbare Symptombeschreibungen: Fehlanzeige
Stärke des postulierten therapeutischen Effekts im Vergleich zum Placeboeffekt: Vernachlässigbar oder nicht vorhanden

Wenn die Anhänger der Homöopathie ihre wissenschaftlichen Hausaufgaben gemacht hätten, dann müssten nicht die bösen Skeptiker ständig mit erhobenem Zeigefinger auf diese Defizite hinweisen. Das was derzeit an Pseudostudien in alternativmedizinischen Journalen produziert wird, reicht zwar zum Selbstbetrug der Gläubigen, wird aber keinen einzigen naturwissenschaftlichen Verstand überzeugen.
Avatar #772524
Julius Senegal
am Mittwoch, 18. März 2020, 15:28

Mitdenker wieder mit Dummgefasel

Oh ja, die böse evidenzbasierte Medizin, die bereits fleißig nach einen Impfstoff sucht, bei einem Virus, das erst 2 Monate bekannt ist. Unverschämtheit sowas, hätte sie doch bereits vor 50 Jahren etwas haben müssen.
Derweil warnen sogar die Zuckerverbände wie bph oder DHU davor, die nutzlosen Globuli bei Corona einzusetzen:
https://www.bph-online.de/therapeuten-zu-homoeopathie-und-corana/

Natürlich ärgert es die Abzocker (Heilpraktiker, Homöopathen), wenn sie zu Recht kritisiert werden. Dann lieber vertuschen und Blödsinn blubbern, klappt ja bei Mitdenker ausgezeichnet.
So hat in Indien nur das Magie-Ministerium, das bekanntlich nicht das Ge­sund­heits­mi­nis­terium ist und selbst Homöopathie einsetzt, H. gelobt. No shit Sherlock!
https://www.derstandard.de/story/2000113971218/indisches-ministerium-empfiehlt-homoeopathie-gegen-corona-virus

"Natürlich sollte niemand ausschließlich auf die Homöopathie vertrauen, denn keine Therapie hilft immer und bei jedem, natürlich auch nicht die Homöopathie."
Ui, ein Zurückruder. Es gibt keine "Therapie" mit H., es ist ja dasselbe wie Nichtstun.
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 17. März 2020, 16:18

Infektionsbehandlung

PS:
Zu meinem letzten Posting einige Anmerkungen:

Homöopathische Ärzte sinnieren weltweit über eine sinnvolle ergänzende homöopathische Therapie (und tun dies bereits wie ich gelesen habe) nicht nur von grippalen Infekten, Influenza sondern natürlich auch von Sars2. Um den hochwahrscheinlich bereits von Skeptikerseite geplanten Shitstorm die Spitze zu nehmen: Wenn zu der üblichen fachgerechten ärztlichen Behandlung (Diagnostik, Isolation, Sauerstoff etc.) noch Homöopathie HINZU KOMMT, dann sehe ich kein Problem, wenn die ärztlicherseits verantwortlich ergänzend gemacht wird. Natürlich sollte niemand ausschließlich auf die Homöopathie vertrauen, denn keine Therapie hilft immer und bei jedem, natürlich auch nicht die Homöopathie.
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 17. März 2020, 08:54

Senegals immergleiche Tiraden

...erinnern mich an eine Schallplatte die springt; es kommt immer die gleiche Stelle.
Es kommt:
- "Abzocke"
- Beleidigungen (stellt Hümmer als krank hin)
Warum er nur immer wieder seine Energie an uns "Esoteriker" verschwendet? Überzeugen will er ja nicht, nur schmähen. Aber wie Dr. Hümmer richtig anmerkt: Er ist fürwahr ein schlechtes Aushängeschild für seine Skeptikergemeinde. Hoffentlich ist er noch weiter sprungschallplattenmässig aktiv und zeigt aufgeschlossenen Mitlesenden wessen Geistes Kind die sektenartigen Homöopathiekritiker sind.

A propos Corona: Was hat die Schulmedizin an evidenzbasierter Therapie da zu bieten? Ich bin gespannt... (er ist dann kurz vor dem Nobelpreis).
Eine homöopathische Behandlung (in Indien von höchster Stelle empfohlen) wäre immerhin einen Behandlungsversuch wert; könnte das eine oder andere Mal klappen. Hier einige wertvolle Tipps, die mehr sind als Beleidigungen und destruktiv Herumlästern:
https://homoeopathiewatchblog.de/hier-der-brief-eines-schweizer-arztes-fuer-homoeopathie-an-seine-patienten-wie-sie-mit-thema-coronavirus-umgehen-koennen/
Avatar #772524
Julius Senegal
am Sonntag, 15. März 2020, 14:57

Hümmer reagiert panisch

Tja, Hümmer, orientieren Sie sich lieber an Fakten, ich weiß, nicht Ihre Kernkompetenz.
Vielleicht ist diese Form der Wirklichkeitsleugnung auch pathologisch, ich mache mir da Sorgen. Oder es ist ein kruder Humor, von "positiven Ergebnissen" der Homöopathie zu quasseln. Also alles außer der eigenen Bereicherung.

Interessanterweise sieht man an diesen Zeiten, wie nutzlos die Zuckerkügelchen bei ernsten Sachen wie Corona sind. Wie nutzlos Homöopathen eindeutige Studienlagen (ist ja nicht nur die australische Meta-Analyse) leugnen. Wie nutzlos sie im Forum hier rumplappern.
Avatar #781197
Hümmer
am Freitag, 13. März 2020, 15:58

Julius, nimm dir ein Bespiel an deinem wissenschaftlicher Vordenker

Sowohl in der differenzierten wissenschaftlichen Denkweise als auch im kultivierten Ausdruck kannst du dir ein Vorbild am Chef-Wissenschafts-Skeptiker nehmen und daran wachsen.
Irgendwie bist du bislang noch ein denkbar schlechtes Aushängeschild für die Skeptiker.
Dein Vordenker hat die Größe und Zivilcourage, die positiven Ergebnisse der Homöopathie anzuerkennen, auch wenn sie noch "nicht belastbar" sind.
Die Tatsache, dass du (wie wir alle!) aktuell die Grenzen des schulmedizinisch Machbaren so heftig erkennen muß , ist kein Grund, so ausfallend zu werden....
Avatar #772524
Julius Senegal
am Freitag, 13. März 2020, 13:29

Wieder nur Geschwafel von Mitdenker


Davon abgesehen geht es nicht um persönliche Erfahrungen (durch das Tragen schwarzer Socken wurde ich nie krank), sondern um konkrete Beweise.
Und hier versagt die Homöopathie.
Außer Behaupten und Abzocke hat sie nichts zu bieten.
Avatar #759489
MITDENKER
am Freitag, 13. März 2020, 11:55

Pseudowissenschaftlichkeit

....wird den Homöopathie-Befürwortern zwar immer wieder vorgeworfen, jedoch ist es bei den superschlauen Skeptikern damit nicht weit her. Da kommt hier in der Argumententation "bei mir hat es nicht geholfen". Wie oft habe ich in der Praxis vom Patienten gehört: "Die Schulmed. hat mir nicht geholfen, das Zeugs wirkt nicht." ICH würde nicht auf den Schluß kommen, dass DIE SCHULMED. bzw. die Therapien per se nicht helfen. Es könnte ja sein, dass der Patient zu wenig davon genommen hat, die Einnahme zu kurz erfolgte etc. Könnte auch sein, dass es das falsche Mittel war und ein ähnliches besser helfen würde (also Ibu statt Diclo z.B.).
Aber eine differenzierende Betrachtungsweise ist bei den Anti-Homöopathie-Sektenjägern nicht angesagt...
Avatar #772524
Julius Senegal
am Freitag, 13. März 2020, 09:16

Warum kann Hümmer nur plappern?

Außer Plapper-Plapper nichts drauf.
Immerhin bestätigt Hümmer, dass Homöopathie Schrott ist: Also nicht „kein“ Schrott, sondern nur "kein aussagekräftiger“ Schrott.
Aber eben Schrott.
Avatar #781197
Hümmer
am Donnerstag, 12. März 2020, 20:05

Warum ich bestimmte (pos. Aussagen zur Homöopathie) papageienhaft wiederhole?

Ganz einfach:
Weil ich den Eindruck habe, dass gewisse andere "nachgeplapperte" polemische Lügen zur Homöopathie nur so wenigstens ein bischen neutralisiert werden können....
Und wie schon unser aller lieber Onkel Michael so treffend sagt:
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2019/11/03/ich-kann-es-nicht-mehr-horen/
[Ich hoffe, Sie sind heil aus Japan zurück und bleiben gesund, so nen kritischen Kopf kann die Homöopathie nämlich paradoxerweise gut zur extern angeregten Erneuerung gebrauchen....]
Avatar #103488
KuhnJ
am Donnerstag, 12. März 2020, 14:12

Es gibt kein Bier auf Hawaii

Herr Hümmer,

Sie wiederholen Ihre eigenwillige Interpretation der Äußerung von Herrn Aust zur Evidenz so papageienhaft, völlig unbeeindruckt von den vielen Antworten darauf, dass ich für mich die Möglichkeit, dass es Ihnen um die Sache geht, zunehmend ausschließe.

Zum Vergleich mit dem Bier: Ein schlechtes Bier ist immer noch ein Bier. Eine nicht gezeigte Evidenz für Wirksamkeit ist keine Evidenz für Wirksamkeit. Da ist kein Bier und nur vom Hula-Hula geht der Durst nicht weg.

Davon abgesehen ist es irritierend, wie wenig Bauchschmerzen Homöopathen, die doch angeblich so pharmakritisch sind, mit einer Umfrage im Auftrag der Deutsche Homöopathie-Union (DHU) haben, die jetzt zum wiederholten Mal zu Marktforschungszwecken durchgeführt wurde. Am staatlichen NHMRC-Bericht nörgeln die Homöopathen wie festgebissen herum, eine industriefinanzierte Marktforschungs-Umfrage behandeln sie wie eine wissenschaftliche Studie. Sehr seltsam.
Avatar #781197
Hümmer
am Mittwoch, 11. März 2020, 15:09

Aber Julius, dein wissenschaftlicher Chef-Skeptikus hat doch auch das gesagt:

"Außerdem sollten Sie meine Äußerungen und die des INH noch einmal genauer lesen: Unsere Aussage ist, dass es keine belastbare / zuverlässige / überzeugende Evidenz für eine Wirksamkeit über Placebo hinaus gibt. Also nicht „keine“ sondern „keine aussagekräftige“, was in der absoluten Anzahl ja einen Unterschied macht. So wie „kein Bier“ etwas anderes ist als „kein gutes Bier"."
Wie bekommst du das unter deinen Alu-Hut?
Avatar #818943
Ich_Bina
am Mittwoch, 11. März 2020, 09:11

Keine Wirkung ohne Wirkstoff

Auch wir haben Erfahrungen mit Homöopathie, jedoch keine positiven. Rückblickend auf mehrere Jahre betrachtet, gab es niemals eine Wirkung der homöopathischen Mittel, geschweige denn eine Heilung. Dies erfolgte jeweils ausschließlich nach „schulmedizinischer“ Behandlung. Daraus hat sich am Ende leider eine chronische Beeinträchtigung ergeben, weil dank der ineffizienten Behandlung mit homöopathischen Mitteln viel Zeit verschwendet wurde, die besser mit wirksamen Medikamenten hätte genutzt werden müssen.
Zudem wurden wir niemals von Homöopathie anwendenden, verschreibenden und ausgebenden Fachleuten wie Ärzten, Apothekern und sonstigen medizinischen Fachpersonal über die fehlenden Wirksamkeitsnachweise aufgeklärt. Es wurde uns immer vermittelt, die Präparate seien heilende Medizin.
Hätte man uns richtig aufgeklärt, hätten wir niemals!! diesen Blödsinn genutzt.
Und da liegt das Problem, Menschen und vor allem Eltern können über die (sinnlose) Nutzung oft nicht mal selber entscheiden, sondern richten sich, völlig verständlich, nach dem Profi, also dem Arzt, Hebamme, Apotheker,.... Die Person hat ja schließlich studiert o.ä., und da wird nichts in Frage gestellt.
Homöopathie hat einen Sekten- Charakter, die Nutzer sind wie Gläubige und sträuben sich jeglicher „Aufklärung“ und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Ihr Weg sei der einzig Richtige, rigoros wird da der eigene Glauben bei sich und im Lebensumfeld angewendet.
Ich könnte brechen.

Avatar #818943
Ich_Bina
am Mittwoch, 11. März 2020, 09:11

Keine Wirkung ohne Wirkstoff

Auch wir haben Erfahrungen mit Homöopathie, jedoch keine positiven. Rückblickend auf mehrere Jahre betrachtet, gab es niemals eine Wirkung der homöopathischen Mittel, geschweige denn eine Heilung. Dies erfolgte jeweils ausschließlich nach „schulmedizinischer“ Behandlung. Daraus hat sich am Ende leider eine chronische Beeinträchtigung ergeben, weil dank der ineffizienten Behandlung mit homöopathischen Mitteln viel Zeit verschwendet wurde, die besser mit wirksamen Medikamenten hätte genutzt werden müssen.
Zudem wurden wir niemals von Homöopathie anwendenden, verschreibenden und ausgebenden Fachleuten wie Ärzten, Apothekern und sonstigen medizinischen Fachpersonal über die fehlenden Wirksamkeitsnachweise aufgeklärt. Es wurde uns immer vermittelt, die Präparate seien heilende Medizin.
Hätte man uns richtig aufgeklärt, hätten wir niemals!! diesen Blödsinn genutzt.
Und da liegt das Problem, Menschen und vor allem Eltern können über die (sinnlose) Nutzung oft nicht mal selber entscheiden, sondern richten sich, völlig verständlich, nach dem Profi, also dem Arzt, Hebamme, Apotheker,.... Die Person hat ja schließlich studiert o.ä., und da wird nichts in Frage gestellt.
Homöopathie hat einen Sekten- Charakter, die Nutzer sind wie Gläubige und sträuben sich jeglicher „Aufklärung“ und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Ihr Weg sei der einzig Richtige, rigoros wird da der eigene Glauben bei sich und im Lebensumfeld angewendet.
Ich könnte brechen.

Avatar #772524
Julius Senegal
am Mittwoch, 11. März 2020, 07:54

die Inkompetenz der Homöopathie ist fast lustig

...nun hackt der Sektenanhänger über den ach so manipulierten NHMRC-Bericht rum.

Die bittere Wahrheit sieht anders aus: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=5335

"Das vom NHMRC veröffentlichte Dokument, das von den Homöopathen als „First Report“, vom NHMRC als „Draft Report“ bezeichnet wird, ist wissenschaftlich gesehen ein wertloses Stück Papier, das noch nicht einmal einen Namen eines Autors trägt, der zu dem Ergebnis stünde. Dieser Bericht wurde aufgrund von nachvollziehbaren gravierenden Mängeln nicht weiter verfolgt. Darin wird aber für fünf Indikationen der Homöopathie eine „ermutigende Evidenz“"

Homöopathie ist uralter, verkrusteter Blödsinn eines Sektenführers.
Avatar #79783
Practicus
am Dienstag, 10. März 2020, 22:17

Die Homöopathie

hat einfach ihre Hausaufgaben nicht gemacht, wenn sie denn einen Anspruch auf "Wissenschaftlichkeit" geltend machen will.
Niemals wurde bisher von Homöopathen hinterfragt oder gar untersucht:
Potenzierung: Lässt sich die Wirkung verbessern oder andereseits Arbeit einsparen, wenn die Art der "Verschüttelung" ("10 x senkrecht gegen einen Widerstand stoßen) verändert wird? Vielleicht genügt ja bereits 3x? Oder je öfter desto besser, also 20x oder 30x? Vielleicht genügt ja auch ein waagrechtes hin- und her-Schütteln mit einer zu ermittelnden Akzeleration/Dezeleration? Gibt es einen optimalen Winkel für die Stoßrichtung beim Verschütteln?
Wie ist das mit dem Dezimalsystem der Potenzierung? Funktioniert in hexagesimales System mit 1:6 Schritten besser oder schlechter?
Welchen Bedingungen muss die "Prüfung" eines Mittels erfüllen? Wie ist dabei die Reproduzierbarkeit? Gibt es ein einheitliches Protokoll?
(Der Donner-Report enthält einige Hinweise auf -grob gesagt - etwas willkürliches Vorgehen bei den Arzneibildern resp hömöopathischen Diagnosen)...
Alles folgt dem heiligen Dr Samuel Hahnemann, der durch göttliche Eingebung das optimale Verfahren für alle Zeiten festgeschieben hat?

Verknöcherte, entwicklungsresitente "Schulmedizin" - nichts beschreibt die Homöopathie besser...
Avatar #760992
RTamm
am Dienstag, 10. März 2020, 21:45

AM vs NHM

Ja, tatsächlich gehöre auch ich zu den >50% mit Homöopathieerfahrung, und zwar der Erfahrung von Nullwirkung. Wie rdedekind richtig feststellt, ist es müßig, der Aussage im Artikel einen Gehalt abringen zu wollen.
NICHT in Abrede stelle ich dagegen die Wirkungsweise von Naturheilmitteln (bis zu einem gewissen Grad), aber diese Differenzierung scheint so manchem auch nicht möglich.
Avatar #781197
Hümmer
am Dienstag, 10. März 2020, 14:50

zum Artikel "Alternative Medizin: Keine Alternative bei Krebs"

Da bei obigem Artikel die Kommentarfunktion ausgeschaltet ist hier die Berichtigungen:
Entgegen den Verlautbarungen von INH/Prof. Hübner etc. lauten die Original-Aussagen obiger Studie des National Cancer Institut:
[…]„Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass komplementäre und integrative Medizin nicht das gleiche sind wie AM [alternative Medizin], so wie sie in unserer Studie definiert ist. Während komplementäre und integrative Medizin ein breites Angebot von Therapien umfasst, das die konventionelle Medizin ERGÄNZT, sind AM unbewiesene Therapien, die AN STELLE VON konventioneller Therapie gegeben werden.“…
[…] „Zu den Patienten, die sich der AM unterzogen, wurden diejenigen gezählt, die unter „andere-unbewiesene Krebstherapien, VERABREICHT VON NICHT-MEDIZINISCHEM PERSONAL“ eingeordnet werden konnten.“
„sich allerdings auch in einem späteren Krebsstadium befanden.“
Dieser so nebenbei in der Studie selbst als auch vom INH wiedergegebene Satz läßt im übrigen tiefgreifende wissenschaftliche Zweifel sowohl an der Aussagekraft der Studie als auch an den Schlüssen aus ihr aufkommen…..
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/01/16/was-stimmt-daran-inh-studie-deckt-auf-mit-alternativmedizin-sterben-viele-krebspatienten-fruher-als-notig/
Avatar #781197
Hümmer
am Dienstag, 10. März 2020, 10:40

Die anstehende Überprüfung des 2015-NHMRC-Berichts wird spannend

Aktuell steht die Überprüfung des allseits als Beweis gegen die Homöopathie herangezogenen 2015-Review des NHMRC an.
Warum?
Weil deutliche "Unstimmigkeiten" wenn nicht gar der Verdacht auf Manipulation zu ungunsten der vorher (im 2012 Draf-Review) noch gefundenen positiven Evidenzen zu etlichen Diagnosen immer unübersehbarer wurde...
"„Wenn die Homöopathie ihren Nutzen tatsächlich im objektiven wissenschaftlichen Ver­fahren beweisen könnte, dann sollte man versuchen, sie in die Erstattung hineinzu­be­kommen“, erklärte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen im Januar 2020.
Herr Gassen, Sie sollten die Ergebnisse bitte genau verfolgen!
https://homoeopathiewirkt.wordpress.com/2020/03/08/update-der-manipulierte-2015-bericht-des-nhmrc-wird-uberpruft-nhmrc-oder-das-verschwinden-homoopathischer-evidenzen/
Avatar #111872
rdedekind
am Montag, 9. März 2020, 22:03

Und?

Mindestens jeder zweite hat Erfahrungen mit Astrologie gemacht. Was soll uns diese Meldung sagen? Dass über 50% der Befragten weiterhin auf Scharlatanerie reinfallen? Demnächst vielleicht eine Umfrage zu "Die Erde - Scheibe oder Kugel?" - da gibt es auch noch viel Forschungsbedarf.
Avatar #754654
Peter H.
am Montag, 9. März 2020, 17:50

Evidenz

Neben der hier ersichtlichen ersten Säule der Evidenz: den Patientenerfahrungen sollte sich Gassen der wissenschaftlichen Evidenz der Homöopathie einfach mal objektiv nähern, was er z.B. hier tun kann:

https://www.hri-research.org/de/
https://www.carstens-stiftung.de/homoeopathie.html

Nicht ohne Grund erstattet die Schweiz nach ausführlicher Evaluation homöopathische Leistungen. Lasst das Volk abstimmen!
LNS

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