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Verordnung für Nutri-Score zur Billigung in Brüssel

Dienstag, 10. März 2020

/picture alliance, Bildagentur-online

Berlin – Die Bundesregierung treibt die Einführung des neuen Nährwertlogos Nutri-Score für viele Lebensmittel weiter voran. Das Bundesernährungsministerium schickte eine da­für vor­ge­sehene Verordnung zur Billigung an die EU-Kommission, wie es heute mitteilte.

Dieses Notifizierungsverfahren dürfte voraussichtlich sechs Monate dauern, danach kommt die Verordnung in den Bundesrat. In Kraft treten soll sie noch in diesem Jahr, um den Rechtsrahmen für eine freiwillige Verwendung auf der Packungsvorderseite von Fertigprodukten zu schaffen – dazu gehören auch Nutzungsregeln für die Hersteller.

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Nach langem Streit über eine klarere Kennzeichnung für Zucker, Fett und Salz hatte sich Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) im Herbst auf das aus Frankreich stammende System festgelegt.

Der Nutri-Score bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auch empfehlens­wer­te Bestandteile wie Ballaststoffe und Proteine in eine Gesamtbewertung ein und gibt dann einen einzigen Wert an – auf einer fünfstufigen Skala von „A“ auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes „C“ bis zu einem roten „E“ für die ungüns­tigste.

Als Hilfe für Unternehmen, die sich für eine Nutzung von Nutri-Score registrieren wollen, stellte das Ministerium deutsche Übersetzungen der französischen Verwendungsbedin­gungen online. Dazu gehören auch Vorgaben, damit nicht nur wenige Produkte mit wo­möglich günstiger Ernährungsbilanz gekennzeichnet werden.

Demnach müssen nach einer Übergangszeit von 24 Monaten alle Produkte einer zum Nu­tri-Score angemeldeten Marke gekennzeichnet werden. Bei großen Anbietern mit 2.000 und mehr Produkten unter einer Marke sind 36 Monate dafür Zeit. Nach 24 Mona­ten müssen 80 Prozent der Produkte gekennzeichnet sein.

Das neue Logo soll eine Ergänzung für die EU-weit verpflichtende Nährwerttabelle sein, die meist klein gedruckt auf der Rückseite steht. Erste Produkte damit sind schon in Su­permärkten zu kaufen. Einige Supermarktketten haben angekündigt, die Kennzeichnung zumindest für Teile ihrer Eigenmarken einführen zu wollen. © dpa/aerzteblatt.de

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