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Politik

CSU will Aufbau einer nationalen Medikamentenreserve

Mittwoch, 11. März 2020

/dpa

Berlin – Die CSU will für eine zuverlässige Arzneimittelversorgung in Deutschland den Aufbau einer nationalen Medikamentenreserve. Zunächst solle eine Souveränitätsliste erstellt werden, die festlege, welche Wirkstoffe unentbehrlich seien und wo es auf keinen Fall zu Lieferengpässen kommen dürfe, zitierte die BILD-Zeitung heute aus einem Papier der CSU-Landesgruppe.

Dazu zählten beispielsweise wichtige Wirkstoffe für Krebsmedikamente oder Schmerzmittel. Als zweiter Schritt muss aus Sicht der CSU-Landesgruppe dann der Aufbau einer nationalen Medikamentenreserve beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erfolgen.

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Dort müssten „die wichtigsten Wirkstoffe ständig und in ausreichender Menge“ verfügbar gehalten werden. Darüber hinaus sollten einheimische Pharmaunternehmen gezwungen werden, „besonders wichtige Grundstoffe und Medikamente“ künftig wieder in Europa und nicht mehr in Asien zu produzieren, um Lieferengpässe zu vermeiden.

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte dem Blatt, die Versorgung der Bürger mit Medikamenten sei „eine Frage der nationalen Souveränität.“ Deutschland dürfe „bei Arzneimitteln nicht am Tropf Asiens hängen“. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #706079
Kragon09
am Donnerstag, 12. März 2020, 07:12

Wäre es nicht besser ...

... wenn man zumindest in der EU die wichtigsten Wirkstoffe herstellt, statt sich tonnenweise Medikamente auf Halde zu legen?
Vor allem da diese nach Verfall weggeschmissen werden, oder rechtzeitig vor Ablauf noch in den Umlauf gebracht werden. Ein bürokratischer, ökologischer und wirtschaftlicher Wahnsinn!!!
J. Grünert O/U
Avatar #706079
Kragon09
am Donnerstag, 12. März 2020, 07:08

Wäre es nicht besser

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