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Politik

Krankenstand der AOK-Versicherten leicht gesunken

Mittwoch, 11. März 2020

/dpa

Berlin – Der Krankenstand unter den gut 14 Millionen Arbeitnehmern, die bei der AOK versichert sind, ist leicht gesunken. Lag er 2018 noch bei 5,5 Prozent, betrug er nach Angaben des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) im vergangenen Jahr 5,4 Prozent. Damit habe jeder AOK-versicherte Beschäftigte im Durchschnitt 19,8 Tage krankheitsbedingt in seinem Betrieb gefehlt.

Häufigkeit und Dauer der Erkrankungen unterscheiden sich dem WidO zufolge deutlich. Mit 48,7 Prozent seien Atemwegserkrankungen für die meisten Arbeitsunfähigkeitsfälle verantwortlich, gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen (34,2 Prozent) und Erkrankungen des Verdauungstrakts (18,2 Prozent).

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Die durchschnittlich längste Falldauer hätten mit 27,1 Tagen psychische Erkrankungen, gefolgt von Verletzungen (19,1 Tage) und Herz-/Kreislauferkrankungen mit 17,6 Tagen. Patienten mit Muskel- oder Skeletterkrankungen waren im Durchschnitt 17,3 Tage arbeitsunfähig.

Mit insgesamt 21 Millionen Fehltagen belegten Rückenschmerzen nach der WIdO-Statistik den ersten Platz bei den Einzeldiagnosen. Fast jeder zehnte AOK-versicherte Beschäftigte war 2019 einmal wegen Rückenschmerzen nicht arbeitsfähig. Betroffen seien vor allem Beschäftigte mit körperlich stark belastenden Tätigkeiten in der Ver- und Entsorgung sowie in der Metallbearbeitung. Außerdem fehlen dem WIdO zufolge Männer in allen Altersgruppen häufiger wegen Rückenschmerzen als Frauen.

Mit Prävention gegen Rückenschmerzen

Der stellvertretende Geschäftsführer des WIdO, Helmut Schröder, wies darauf hin, dass Präventionsangebote in den Unternehmen die körperliche Belastbarkeit und Beweglichkeit der Beschäftigten verbessern und damit Fehlzeiten und die Zahl der Neuerkrankungen verringern könnten.

So könnten die Betriebe ihren Beschäftigten zielgruppengenaue Präventionsmaßnahmen wie Rückenschulen, Bewegungspausen oder das Erlernen richtiger Hebetechniken anbieten und ihnen damit helfen, möglichst rückenschonend zu arbeiten. Für Angebote wie Rückenschulen lägen gute Wirksamkeitsnachweise vor. Diese Programme würden von den gesetzlichen Krankenkassen entsprechend unterstützt. © HK/aerzteblatt.de

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