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Ärzteschaft

Schmerzmediziner sollten laut Fachgesellschaft im Rentenalter weiterarbeiten

Mittwoch, 11. März 2020

/jeffy1139, stock.adobe.com

Berlin – Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), Johannes Horlemann, hat Schmerzmediziner dazu aufgerufen, auch im Rentenalter zu arbeiten, um die Versorgung ihrer Patienten sicherzustellen. Zur Versorgung der rund 3,4 Millionen schwerstgradig Schmerzkranken stehen in Deutschland laut der DGS 1.200 ambulant tätige Schmerzmediziner zur Verfügung.

Nötig für eine flächendeckende Versorgung dieser Patienten seien aber mindestens 10.000 ausgebildete Schmerzmediziner. „Mit steigenden Patientenzahlen und gleichzeitig älter werdenden Ärzten, die in den Ruhestand gehen, wird sich diese Versorgungslage zukünftig verschärfen“, sagte Horlemann.

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Es sei „leider vorhersehbar, dass die Schmerzmedizin in Zukunft aufgrund zu geringen Nachwuchses und anhaltender Mängel in der Bedarfsplanung auf ältere Ärzte nicht verzichten können wird“, betonte er. Voraussetzung für die Tätigkeit im Alter sei aber, dass die Ärzte sich kontinuierlich weiterbildeten, betonte er.

Laut der Fachgesellschaft benötigt jeder zweite Schmerzpatient in Deutschland derzeit mehr als eine Stunde Wegzeit, um sein behandelndes Schmerzzentrum zu erreichen.

„Schmerzmediziner arbeiten mit ihren Patienten, sie sehen sie mehrmals pro Woche, teilweise täglich. Daher sollten 30 Minuten hier als Maßstab gelten. Wir sind von einer flächendeckenden Versorgung also Lichtjahre entfernt“, sagte Michael Überall, Vizepräsident der DGS. © hil/aerzteblatt.de

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