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Ärzteschaft

KBV gibt Hinweise zur Abrechnung des Krankenscheins per Telefon

Mittwoch, 11. März 2020

/dpa

Berlin – Das Ausstellen einer Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) ist Teil der Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale, auch wenn der Kontakt mit dem Patienten telefonisch erfolgt. Voraussetzung für die Abrechnung ist jedoch, dass der Patient mindestens einmal im Quartal in der Praxis war. Darauf hat gestern die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen.

Benötigen Patienten eine telefonische AU-Bescheinigung, die zuvor noch nicht in der Praxis waren, können Ärzte die Gebührenordnungsposition (GOP) 01435 abrechnen. Sie ist mit 88 Punkten beziffert und entspricht 9,67 Euro. Darauf haben sich KBV und GKV-Spitzenverband verständigt. Für das Porto zur Übersendung der AU-Bescheinigung an den Patienten ist die GOP 40122 berechnungsfähig, die 0,90 Euro entspricht.

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Versichertendaten können am Telefon übermittelt werden

KBV und Krankenkassen haben sich außerdem auf ein Verfahren geeinigt, wie der Nachweis der Kran­ken­ver­siche­rung bei Patienten erfolgt, die telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen, zuvor aber noch nicht persönlich dort waren.

Diese müssen lediglich am Telefon ihre Versichertendaten und die Mitgliedschaft in ihrer Krankenkasse mündlich mitteilen. Damit werde verhindert, dass Patienten, die ihre AU-Bescheinigung per Post erhalten, später doch in die Praxis kommen müssen, nur um ihre Versichertenkarte vorzulegen, erklärte die KBV.

Bei bekannten Patienten gelte das übliche Verfahren: Finde ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehme der Arzt die Versichertendaten aus der Patientenakte.

Alle diese Regeln gelten auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21), so die KBV.

Ziel ist es, Infektionsrisiken zu senken

Ärzte können seit dem 9. März Patienten mit einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege telefonisch eine AU-Bescheinigung für bis zu einer Woche ausstellen.

Voraussetzung ist, dass die Patienten in den vergangenen 14 Tagen keinen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das neue Coronavirus nachgewiesen wurde, und sie sich nicht in einem Gebiet mit COVID-19-Fällen aufgehalten haben.

Damit sollen der KBV zufolge Praxen entlastet und zugleich die Risiken für eine vermeidbare Ausbreitung von Infektionen der oberen Atemwege über die Wartezimmer reduziert werden. Die Sonderregelung gelte vorerst für vier Wochen. © HK/aerzteblatt.de

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