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Digitaler Zwilling soll Ärzte bei der Planung personalisierter Therapien unterstützen

Donnerstag, 12. März 2020

/metamorworks, stock.adobe.com

Leipzig – An einem „digitalen Zwilling“ von Patienten arbeiten Wissenschaftlerr des Innovationszentrums für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS), Leipzig, in dem Forschungsprojekt „Modelle für die personalisierte Medizin“.

Ihre Version: Wenn der Patient ins Krankenhaus kommt, ist sein „digitaler Zwilling“ bereits vor Ort. Er stellt alle bisherigen Untersuchungsergebnisse, radiologischen Bilder, Informationen über Vorerkrankungen und Operationen sowie molekulargenetischen Daten bereit, so dass sich der Arzt sofort ein vollständiges Bild des Krankheitsverlaufs machen kann.

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Während der Diagnostik und Therapie werden die Informationen dieses Datenzwillings mit digitalen Modellen des Krankheitsbildes verglichen, die mit den relevanten Studien und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen optimiert wurden. „Die Entscheidung über eine Behandlung wird natürlich weiterhin von Patienten und Ärzten gemeinsam getroffen, aber mit dem digitalen Zwilling können wir den Arzt bestmöglich unterstützen.

Damit ist er auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Nun wollen wir Wege finden, diese und andere Technologien im Bereich der personalisierten Krebsmedizin direkt in den klinischen Alltag zu integrieren“, erläutert der Projektleiter Thomas Neumuth vom ICCAS.

In mehreren Pilotanwendungen entwerfen die Wissenschaftler verschiedene Techno­logien: Dazu gehört ein sogenannter Patientendaten-Explorer, der die verschie­denen Daten eines Patienten aus radiologischen Bildern und Befundtexten über Webtechno­logien verknüpft.

Außerdem werden molekulargenetische Tumorinformationen in die Entscheidungs­findung integriert und patientenspezifische Therapieprofile für chirurgische Eingriffe und Radio-Chemo-Therapien berechnet. „Für unsere tägliche Arbeit wäre dies eine große Unter­stützung“, bewertet der Direktor des Universitätskrebszentrums Leipzig (UCCL), Florian Lordick, die Ansätze.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Vorhaben mit rund 5,1 Millionen Euro. © hil/aerzteblatt.de

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