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Politik

Gesundheitsämter sollen personell verstärkt werden

Donnerstag, 12. März 2020

/dpa

Mainz – Wegen der hohen Belastungen aufgrund der Coronavirus-Epidemie sollen die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz personell verstärkt werden.

Medizinstudenten ab dem fünften Semester wurden in einer Ausschreibung gebeten, sich zur Unterstützung der Ämter zu melden und dann etwa in der Beratungsarbeit der Hotlines mitzuwirken, wie Ge­sund­heits­mi­nis­terin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) heute in Mainz mitteilte.

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Unterstützung der Gesundheitsämter wünscht sich das Ministerium auch von Ärzten im Ruhestand. Es gebe bei den 24 Gesundheitsämtern im Land einen akuten Bedarf an 50 bis 60 zusätzlichen Kräften.

Während der gegenwärtigen Phase der Eindämmung der Epidemie gelte der Grundsatz, Kontaktpersonen von Infizierten so weit wie möglich zu ermitteln, sagte die Ministerin. „Dies bedeutet eine sehr starke Belastung für die Gesundheitsämter.“

Das rheinland-pfälzische Ge­sund­heits­mi­nis­terium stehe im ständigen Austausch mit dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, dem Robert-Koch-Institut und allen Beteiligten im Gesundheitswesen, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Das Land habe die Herausforderung mit großer Sorgfalt angenommen. Es gebe aber in einigen Bereichen eine Situation, die bundesweit nicht zufriedenstellend sei. Dabei nannte die Ministerin die Knappheit an Schutzausrüstung. Das Land habe den Hausärzten 120.000 Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt. Die vom Bund angekündigte zentrale Beschaffung stelle sich als sehr herausfordernd dar. © dpa/aerzteblatt.de

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fjmvw
am Donnerstag, 12. März 2020, 21:26

Liest sich wie ein Offenbarungseid, was die Ministerin von sich gibt.

1. Medizinstudenten ab dem 5. Semester sollen fehlende Amtsärzte ersetzen.
2. Ganze 120.000 Atemschutzmasken für ca. 4.000 Hausärzte. Pi mal Daumen 30 pro Arzt(praxis). Wie viele Tage soll das reichen? Ist die Pandemie binnen von 10 oder 20 Tagen vorbei? Man rechnet wohl besser in Monaten statt in Tagen. Und wie weit kommt eine Praxis mit 30 Atemschutzmasken? 8 Tage?
3. Wenn der Bund JETZT zentral beschaffen will, dann haben die Verantwortlichen lange tief geschlafen. Für solche Artikel muss man Vorräte für "Notzeiten" haben. Wer erst dann beschaffen will, wenn die Not bereits eingetreten ist, der kommt zuspät.
Im Übrigen, seit Jahresanfang scheint den Experten (Virologen) wohl klar gewesen zu sein, dass das eine größere Angelegenheit werden könnte. Seit dem sind zwei Monate vergangen. Zwei Monate, in denen die Verantwortlichen die Hände in den Schoß gelegt haben. (OK, haben sie bestimmt nicht (alle). Aber diejenigen, die die Mittel hätten bereitstellen müssen, wollten die Verantwortung dafür vermutlich nicht übernehmen. Die Gründe spielen keine Rolle für das Ergebnis. Und das Ergebnis lautet: Offenbarungseid der Gesundheitspolitik)
LNS

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