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Ärzteschaft

Petition zur Stärkung der Pädiatrie erreicht notwendiges Quorum

Freitag, 13. März 2020

/picture alliance / Westend61

Berlin – Mehr als 60.000 Menschen haben die Online-Petition der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) gezeichnet, mit der die Politik aufgefordert wird, die medizinische und pflegerische Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu verbessern. Für die Petition, die im Januar gezeichnet werden konnte, wurde 17.474 Mal online und 42.734 Mal in Schriftform gestimmt. Damit erhielt die Petition 62.099 Stimmen und hat das Quorum von 50.000 Stimmen erreicht, das eine Petition braucht, damit sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit ihr befasst.

„Mit dieser großen Welle an Unterstützung ist der Weg frei für eine öffentliche Anhörung durch den Petitionsausschuss“, erklärt Hans-Iko Huppertz, Generalsekretär der DAKJ. Das große Echo der Aktion ist für ihn wenig überraschend, denn: „Eltern erleben es in Deutschland täglich, dass sie keine Kinder- und Jugendarztpraxis für ihr Kind finden und nicht selten wochenlang warten müssen. Schwer kranke Kinder können nicht stationär aufgenommen werden, weil alle Betten bereits belegt sind. Diese unhaltbaren Zustände sind Folge einer jahrelang verfehlten Politik von Bund und Ländern, bei der es unter massivem wirtschaftlichem Druck uninteressant geworden ist, Kinder und Jugendliche medizinisch zu versorgen.“

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Huppertz fordert, die Ausbildung von Kinderkrankenpflegekräften sowie die Aus- und Weiterbildung von Kinder- und Jugendärzten sowie von Kinder- und Jugendpsychiatern zu fördern. Auch die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen müsse durch entsprechende Umplanung gesichert werden.

„Es ist eben teurer, ein Kind stationär zu behandeln als einen Erwachsenen. Bund und Länder sollten sich zu ihrer Verantwortung für die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland bekennen und schnellstmöglich umsteuern“, fordert der DAKJ-Generalsekretär.

Die DAKJ ist die Dachgesellschaft aller kinder- und jugendmedizinischen Gesellschaften und Verbände in Deutschland und setzt sich für die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz ein. © EB/fos/aerzteblatt.de

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