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Politik

Kramp-Karrenbauer sagt Hilfe der Bundeswehr im Kampf gegen Coronavirus zu

Sonntag, 15. März 2020

/picture-alliance/dpa
Berlin – Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat die Hilfe der Bundeswehr im Kampf gegen das neuartige Coronavirus zugesagt. „Wir planen auf allen Ebenen so, dass wir alle kritischen Bereiche sicher abdecken könnten - auch das, was an Amtshilfe auf uns zukommt“, sagte Kramp-Karrenbauer der Welt am Sonntag“. So habe die Bundeswehr ihre Reservisten aufgerufen, die Bundeswehrkrankenhäuser zu unterstützen.

Bereits jetzt leiste die Bundeswehr mit ihrem Beschaffungsamt Amtshilfe für das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, sagte Kramp-Karrenbauer. Die Bundeswehr verhandele, schließe Verträge und beschaffe Atemmasken, Schutzanzüge und Medikamente. „Wir stellen Lagerkapazitäten zur Verfügung, medizinisches Personal zur Verstärkung der zivilen Kräfte und Laborkapazitäten“, berichtete die Ministerin.

Die Bundeswehr ist aber auch selbst von dem neuartigen Coronavirus betroffen. Nach Angaben von Kramp-Karrenbauer wurden bis Freitagabend 120 begründete Verdachtsfälle und 18 bestätigte Coronavirus-Fälle verzeichnet. Jeder gemeldete Fall werde sofort isoliert, wenn möglich auch alle Kontaktpersonen. Kramp-Karrenbauer versicherte, die Fähigkeiten und die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr im Rahmen der Landes- und Bündnis-verteidigung seien gewährleistet. Gleiches gelte für die Auslandseinsätze.
Seit Freitag sucht das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr Reservisten für die personelle Verstärkung der fünf Bundeswehrkrankenhäuser Koblenz, Hamburg, Berlin, Ulm und Westerstede. Gesucht werden unter anderem Pflegefachkräfte, Laborassistenten und Notfallsanitäter.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) befürwortet eine stärkere Einbindung der Bundeswehr in den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. „Wir sollten überlegen, die Bundeswehr stärker einzubinden“, sagte der CSU-Chef den Funke-Zeitungen. Die Bundeswehr solle „mit Pflegepersonal, Ärzten, Laboreinrichtungen und Kapazitäten in ihren Krankenhäusern mithelfen“.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) schließt nicht aus, dass im weiteren Verlauf der Coronakrise auch Supermärkte von der Bundeswehr beliefert werden müssen. „Natürlich diskutieren wir auch, in dem Worst-Case-Szenario die Bundeswehr einzusetzen“, sagte Scheuer der Bild am Sonntag. Die Bundeswehr könne eingesetzt werden, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten. Diese könnte durch einen Mangel an Lastwagenfahrern bedroht werden. © afp/aerzteblatt.de

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