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Neues interdisziplinäres Zentrum für Stimm- und Schluckstörungen in Würzburg

Montag, 16. März 2020

Bei einem phoniatrischen Beratungsgespräch im Interdisziplinären Zentrum für Stimme und Schlucken des Uniklinikums Würzburg werden Endoskopie-Bilder erläutert. /Daniel Peter, Uniklinikum Würzburg

Würzburg – Das Uniklinikum Würzburg hat ein „Interdisziplinäres Zentrum für Stimme und Schlucken“ (IZSS) eingerichtet. Es ist an der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, plastische und ästhetische Operationen angesiedelt.

„Je nach Ursache der Störung gibt es viele Berührungspunkte zu anderen Disziplinen, zum Beispiel zur Neurologie, der Inneren Medizin, der Chirurgie, der Zahn-Mund-Kieferchirurgie oder zur Kinderheilkunde“, erläuterte der Klinikdirektor Rudolf Hagen.

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„Um die hier bestehenden Kooperationen zwischen den jeweiligen Experten zu systema­tisieren sowie ihr Fachwissen im Sinne einer noch besseren Patientenversorgung zu bündeln, haben wir jetzt das Interdisziplinäre Zentrum für Stimme und Schlucken gestartet“, so der Experte.

„Mit der Zentrumsstruktur haben wir jetzt feste Ansprechpartner in den im Einzelfall zusätzlich relevanten Disziplinen, die wir zurate ziehen oder an die wir weitervermitteln können“, erläutert Fabian Kraus, Oberarzt der HNO-Klinik und Leiter des IZSS.

Alle vier bis sechs Wochen findet ein sogenanntes Dysphagie- und Dysphonie-Board statt, also ein klinikumsinternes Treffen von Fachleuten verschiedener Disziplinen, bei dem in schwierigen, fachübergreifenden Fällen das weitere Vorgehen besprochen wird.

Eine besondere Zielgruppe des Zentrums sind Berufssprecher und Sänger. „Für diese bieten wir eine Spezialsprechstunde an, bei der es vielfach um Prävention geht“, berichtet Wafaa Shehata-Dieler. Die leitende Ärztin für Audiologie, Pädaudiologie, Elektrophysio­logie und Phoniatrie unterstützt Kraus bei der Führung des IZSS.

Sie fährt fort: „Es gibt viele Menschen, die schon am Anfang ihrer Karriere in einem Beruf wie Lehrer oder Erzieher erste Probleme mit ihrer Stimme haben. Hier können wir beraten und zum Beispiel durch die Schulung der richtigen Techniken im Rahmen einer logopädischen Therapie massiveren Störungen vorbeugen.“ © hil/aerzteblatt.de

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