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Politik

DRK warnt vor Blutspende-Engpass

Montag, 16. März 2020

/dpa

Hamburg/Kiel – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat angesichts der Coronakrise vor einem akuten Mangel an Blutspenden gewarnt und die Bevölkerung eindringlich gebeten, weiter zum Spenden zu gehen.

„Die Versorgung mit lebensrettenden Blutpräparaten ist derzeit noch auf niedrigstem Niveau gesichert“, sagte der medizinische Geschäftsführer des DRK-Blutspendediensts Nord-Ost, Torsten Tonn, heute. Doch das könne sich angesichts der Infektionsdynamik rasch ändern. „Sollten in den kommenden Tagen nicht genügend Blutspenden eingehen, wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr lückenlos abgesichert.“

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Der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost – zuständig für die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Berlin, Brandenburg und Sachsen – forderte die Menschen auf, alle bereits vereinbarten Blutspendetermine auch wahrzunehmen.

„Es ist wichtig, dass gerade jetzt in einer Frühphase der Epidemie verstärkt gespendet wird, wo die Durchseuchung noch auf Einzelfälle beschränkt ist, um einen Vorrat anlegen zu können“, sagte Tonn. Er betonte, es gebe nach derzeitigem Stand der Wissenschaft keine Anhaltspunkte dafür, dass das Virus über eine Blutspende übertragen werden könne. © dpa/aerzteblatt.de

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