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Medizin

COVID-19 – klinische Studien auf dem Weg

Dienstag, 17. März 2020

/picture alliance, AP Photo

Köln – In den vergangenen Wochen wurden klinische Studien initiiert, in denen die Sicherheit und Wirksamkeit verschiedener Wirkstoffe bei COVID-19 („corona virus disease 2019“) untersucht werden sollen. In einem aktuellen Beitrag im Deutschen Ärzteblatt (Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 213–9) gehen Ralf Stahlmann und Hartmut Lode vom Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, auf Therapieansätze ein, die möglicherweise bei SARS-CoV-2-Infektionen erfolgreich sind.

Therapie von COVID-19 – erste klinische Studien mit verschiedenen Wirkstoffen

Das vor einigen Monaten erstmals in Wuhan, China, isolierte Virus SARS-CoV-2, der Erreger von COVID-19, breitet sich weltweit rasch aus. Damit stellt sich immer drängender die Frage nach Impfstoffen zur Prophylaxe der Coronavirus-Infektion und therapeutisch wirksamen Virustatika. Mittlerweile wurden mehr als 80 klinische Studien bei Patienten mit COVID-19 initiiert, um die zahlreichen Fragen, die

Eine Reihe von Wirkstoffen verhindert in vitro die Vermehrung von SARS-CoV-2. Darunter sind Virustatika, die bereits zur Therapie anderer Virusinfektionen zugelassen sind, aber auch Substanzen, die in ganz anderen Bereichen angewandt werden. Hohe Aktivität in vitro besitzen das Nukleotid-Analogon Remdesivir, das Malariamittel Chloroquin und Nitazoxanid, ein bei Protozoen-Infektionen eingesetzter Arzneistoff. Therapieansätze zielen darauf ab, das Andocken des Virus an die Zelle oder die Fusion mit der Zelle zu verhindern.

Erste Ergebnisse aus doppelblinden randomisierten Studien seien bereits Ende April 2020 zu erwarten, berichten die Autoren. Diese seien unabdingbar, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis der in vitro gegen SARS-CoV-2 wirksamen Stoffe zu ermitteln.

Vorstellung einer kurzen Kasuistik

In der gleichen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes wird in einer kurzen Kasuistik („Klinischer Schnappschuss“) der Fall einer allergischen Asthmatikerin mit mittelschwerer COVID-19-Viruspneumonie und atypischer Infiltration beider Lungenflügel im Rahmen des SARS-CoV-2-Ausbruchs vorgestellt.

Mittelschwere COVID-19-Viruspneumonie im Rahmen des SARS-CoV-2-Ausbruchs

Die 44-jährige allergische Asthmatikerin aus Bayern, wurde mit einer fieberhaften Atemwegsinfektion und Atemnot erstmalig Ende Februar 2020 beim niedergelassenen Arzt drei Tage nach dem Besuch einer Faschingsveranstaltung vorstellig. In der Annahme einer saisonalen Influenza-Infektion erfolgten zunächst symptomatische, antipyretische Maßnahmen sowie am vierten Tag der Beginn einer empirischen

© TG/aerzteblatt.de

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