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Wissenschaftler entwickeln Online-Hilfe für pflegende Angehörige von Demenzpatienten

Donnerstag, 19. März 2020

/Ocskay Bence, stock.adobe.com

Witten – Ein neues Projekt, das pflegende Angehörige gezielt beim Umgang mit agitierten Demenzpatienten unterstützen soll, koordiniert der Lehrstuhl für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben „eDEM-CONNECT“ für drei Jahre mit insgesamt 2,3 Millionen Euro.

Agitation bei Demenzpatienten kann sich zum Beispiel durch Unruhe oder Bewegungs­drang äußern, Betroffene stellen mitunter wiederholt Fragen oder reagieren auf Hilfeangebote ablehnend.

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Agitation wird laut den Projektpartnern von pflegenden Angehörigen als große Belastung empfunden und als häufiger Grund für den Abbruch eines häuslichen Pflegearrangements aufgeführt.

Ziel von eDEM-CONNECT ist daher, gemeinsam mit pflegenden Angehörigen eine Kommunikations- und Dienstleistungsplattform zu entwickeln, welche ihre Bedürfnis­lage zielgruppengerecht erfasst und anschließend durch künstliche Intelligenz ein individuelles Feedback liefert, das bedarfs- und situationsgerecht ist. Diese individua­lisierte Rückmeldung ist laut den Projektpartnern wichtig, weil sich Agitation bei Demenzpatienten sehr unterschiedlich äußert.

Sechs Partner sind an dem Verbundprojekt beteiligt: das Fraunhofer ISST Dortmund, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Witten, der Lehrstuhl Mobile Multimediale Informationssysteme der Universität Rostock, das Institut für Pflege­forschung, Gerontologie und Ethik der Evangelischen Hochschule Nürnberg, die Ergosign GmbH sowie die YOUSE GmbH.

Die Einbindung pflegender Angehöriger als Experten ihrer eigenen Situation ist ein Kernbestandteil des Projektes. Der Verbund erhält dabei Unterstützung aus der Region durch das Netzwerk Demenz Witten/Wetter/Herdecke und der Alzheimer Gesellschaft Hattingen und Sprockhövel.

„Ein derartiger nutzerinnenzentrierter Ansatz gewährleistet, dass wir die Bedürfnisse pflegender Angehöriger in Bezug auf digitale Lösungen in die Entwicklung direkt einfließen lassen können. Ist dies nicht der Fall, sehen wir oft, dass Technologien kaum genutzt werden, da sie nicht zielgruppengerecht sind“, sagte die Projektkoordinatorin Margareta Halek. © hil/aerzteblatt.de

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