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Politik

COVID-19-Kranken­haus auf Messegelände soll schnell startklar sein

Donnerstag, 19. März 2020

Berlin − Das Gelände der Messe Berlin mit der Halle "Hub27" an der Jaffestraße. Das Messegelände gilt als möglicher Standort für ein Behelfskrankenhaus in Berlin. Weitere Entwicklung in der Corona-Krise in Berlin. /picture alliance, Michael Kappeler

Berlin − Das provisorische Krankenhaus für bis zu tausend COVID-19-Patienten auf dem Berliner Messegelände soll in kurzer Zeit fertig sein. Noch wolle er keine Daten nennen, aber eine der Messehallen solle möglichst schnell umfunktioniert werden und betriebsfähig sein, sagte Projektleiter Albrecht Broemme heute im rbb-Inforadio. Am Vorabend hatte er in der Abendschau von vielleicht 20 oder 15 Tagen gesprochen − je eher, desto besser.

Wenn die Prognosen des Robert-Koch-Instituts (RKI) stimmten, „müssen wir das am Laufen haben“, betonte Broemme. „Wir möchten eben nicht haben, dass man dann selektieren muss, wen kann man noch beatmen und wer hat Pech.“ Das RKI sieht derzeit einen exponentiellen Anstieg der Fallzahlen und warnt vor der Überlastung des Gesundheitssystems.

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Wenn die Menschen die Maßnahmen wie Abstandhalten nicht einhielten, könne es in zwei, drei Monaten bundesweit bis zu zehn Millionen Infektionen geben, hatte RKI-Chef Lothar Wieler am Mittwoch gewarnt.

„Ich kann niemandem die Angst nehmen, die Pandemie ist da“, sagte Gesundheits­senatorin Dilek Kalayci (SPD) in der Abendschau. Es komme jetzt auf das Verhalten des Einzelnen an.

Ob die zuletzt verhängten Maßnahmen wie Schul- und Lädenschließungen die Virusausbreitung hemmen, könnte sich laut RKI erst in einigen Tagen in den Meldezahlen zeigen. Derzeit steigen die gemeldeten Fälle in Berlin noch stark an: Aktuell sind es 519 (Stand Mittwochabend). 28 Patienten werden im Krankenhaus behandelt.

Um bei dem Krankenhausprojekt mitzuhelfen, meldeten sich bereits viele pensionierte Ärzte und Pflegekräfte sowie Studierende, so die Senatorin. Anderswo abziehen könne man das Personal nicht, so Broemme. Ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr solle heute gestellt werden.

Das als Ergänzung für die übrigen Kliniken gedachte Krankenhaus wird nach Broemmes Worten in einem Bereich der Messe - Halle 26 an der Jafféstraße - entstehen, der an das Land Berlin abgetreten wird.

Broemme sprach von großer Hilfsbereitschaft: „Da sind die Berliner unschlagbar, auch mit ihren Firmen, und sagen, ich habe eine Idee, ich kann was beibringen, und da fragt im Moment keiner, ob er damit Geld verdienen kann.“ © dpa/aerzteblatt.de

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