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Politik

Giffey: Ältere Menschen und gefährdete Gruppen schützen

Donnerstag, 19. März 2020

Franziska Giffey /dpa

Berlin − Die Bundesseniorenministerin Franziska Giffey (SPD) und der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), Franz Müntefering, appellieren gemeinsam an alle Bürger, gefährdete Gruppen vor Corona-Infektionen zu schützen.

„Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen brauchen jetzt die Solidarität aller Generationen“ sagte Giffey heute in Berlin. Sie begrüße es, dass Alten- und Pflegeheime weitgehend für Besucher geschlossen würden, „nur so können die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen in der derzeitigen Situation geschützt werden.“

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Das Coronavirus ist für ältere Menschen und für Personen mit Vorerkrankungen besonders gefährlich. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer schweren Erkrankung stetig an. Wenn Alter und eine schon bestehende Grunderkrankung zusammenkommen, ist nach Angaben von Medizinern die Gefährdung besonders hoch.

„Wir müssen auch auf die vielen zu Hause lebenden Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen achten“, so Giffey. Auch Familien, in denen Pflegebedürftige lebten und versorgt würden, bräuchten Unterstützung. Nachbarn, die hier unkompliziert den Einkauf oder Botengänge übernähmen, seien „Engel des Alltags“. Und weiter: „Wenn wir alle aufeinander achten, dann leben wir Solidarität im Alltag.“

Ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und ihre Familien sollten ihre Gewohnheiten überdenken. Sie sollten Einschränkungen in Kauf nehmen, um ihre Gesundheit zu schützen, sagte die Ministerin. Dazu gehöre, sich für eine Zeit aus dem öffentlichen Leben soweit es geht zurückzuziehen, unbedingt persönlichen Abstand von mindestens zwei Metern zu halten, Freizeitveranstaltungen nicht zu besuchen, den öffentlichen Personennahverkehr zu meiden und auch private Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren.

Müntefering betonte, er bitte alle Betroffenen, Pflegebedürftigen und Angehörige, die Vorgaben für Pflegeheime mitzutragen. Zugleich sei es wichtig, dass Perspektiven entwickelt würden, wie Begegnungen und Austausch in Heimen bald wieder ermöglicht werden könnten. „Sehr gut ist es, wenn Einrichtungen und Pflegekräfte Kontakte mit den Familien derzeit zum Beispiel über Telefon oder Skype ermöglichen“, so Müntefering. © kna/aerzteblatt.de

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