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Kinderhilfe ruft zu erhöhter Wachsamkeit für Kindeswohl in Coronakrise auf

Donnerstag, 19. März 2020

/RioPatuca Images, stock.adobe.com

Berlin − Die Deutsche Kinderhilfe hat zu erhöhter Wachsamkeit für das Kindeswohl angesichts der weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Coronakrise aufgerufen. Berechtigte Coronaprävention dürfe nicht zu konkreten Gefahren für Leib und Leben von Kindern führen, erklärte die Kinderhilfe heute in Berlin. Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich erfahrungsgemäß zu Ostern und Weihnachten Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt häuften.

Menschen seien nicht selten überfordert, wenn sie den ganzen Tag miteinander und mit ihren Kindern verbringen müssten, gab die Kinderhilfe zu bedenken. „Es gibt sicherlich nicht die Lösung, aber wir müssen äußerst wachsam bleiben“, mahnte die Organisation. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder und manchmal auch Elternteile häufiger von Gewalt bis hin zu Tötungsdelikten betroffen sein könnten, steige deutlich.

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Daher müssten nicht nur laufend die Statistiken der Coronainfektionen analysiert werden, sondern parallel auch die polizeiliche Kriminalstatistik zu Gewaltdelikten. Auch die Statistiken der Jugendämter über vorläufige Inobhutnahmen gefährdeter Kinder müssten im Blick behalten werden.

„Dies sollte monatlich erfolgen, um dann zu entscheiden, ob und gegebenenfalls wie auf Veränderungen reagiert werden muss“, erklärte die Kinderhilfe. Zumindest sollten der Organisation zufolge temporär Kinderschutzhotlines geschaltet werden, in denen Gewalt gegen Kinder oder eine schwere Überforderung von Erziehungspersonen gemeldet werden könnten. So sollten Jugendämter in die Lage versetzt werden, zumindest in Akutfällen schneller helfen zu können. © afp/aerzteblatt.de

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