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Hochschulen

„Hammerexamen“ könnte vorübergehend wieder eingeführt werden

Donnerstag, 19. März 2020

/dpa

Berlin – Abschlussprüfungen und Staatsexamina in der Medizin werden aufgrund der Coronakrise in den nächsten Wochen und Monaten voraussichtlich in veränderter Form durchgeführt werden. Dazu läuft derzeit ein gemeinsamer Abstimmungsprozess auf Bundes- und Landesebene.

„Alle Landesprüfungsämter haben eine gemeinsame Task Force gebildet und eine aus­führliche Risiko- und Situationsanalyse durchgeführt“, erklärte Jana Jünger, Direktorin des Instituts für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP), dem Deutschen Ärzteblatt.

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Dabei sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass insbesondere eine Durchführung der schriftlichen M2-Prüfungen nach Plan zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine enorme Herausforderung darstelle.

Etwa 4.600 Studierende müssten auf 89 zur Verfügung stehende Prüfungssäle verteilt werden, von denen sich in 35 Sälen mehr als 50 Personen befinden würden.

„Wir haben deshalb in Abstimmung mit dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) eine Lösung vorgeschlagen, die einen Benefit sowohl für die Studierenden als auch für die medizinische Versorgung bedeutet“, sagte Jünger.

Konkret raten das IMPP und die Deutsche Hochschulmedizin den zuständigen Ministerien, das für April geplante große schriftliche Examen (M2) auf das Jahr 2021 zu verschieben und die zum M2 bereits zugelassenen Studierenden direkt ins Praktische Jahr (PJ) zu schicken.

„Vor einigen Jahren war dieses Vorgehen bereits schon üblich“, sagte Jünger und erinnerte an die Zeiten des „Hammerexamens“. Dabei erfolgte die schriftliche M2- und die praktische M3-Prüfung nach dem Absolvieren des Praktischen Jahres.

Weiterhin empfehlen lMPP und MFT eine sichere Durchführung der Ärztlichen Prüfung (M3) in Absprache mit dem jeweiligen Bundesland, den Landesprüfungsämtern und den Einrichtungen.

„Die praktische M3-Prüfung als eine schriftliche Abfrage von Wissen durchzuführen, halte ich an dieser Stelle nicht für sinnvoll“, erklärte Jünger. Stattdessen könnten kleine Gruppen gebildet werden. Denkbar sei, die Examina zu splitten, so dass jeweils nur zwei Prüfer an einem Tag die Kandidaten prüfen.

Auch Gruppen der Prüflinge – üblicherweise vier Kandidaten – könnten verkleinert werden. Dabei müsste nach Ansicht von Jünger auch bei der Prüfung besonders auf die Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen geachtet werden.

Nach Ansicht der Deutschen Hochschulmedizin sollte eine Entscheidung zur Durchfüh­rung der Prüfungen möglichst schnell fallen, um die zusätzlichen PJ-Studierenden unmittelbar in die Schulung und Einweisung in den Kliniken einbeziehen zu können. © ER/aerzteblatt.de

Leserkommentare

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Avatar #105213
Ströbele
am Samstag, 4. April 2020, 07:29

Pragmatische, aber rechtlich bedenkliche Lösung

Ich habe keine Hausarztpraxis ( mehr). In meiner Praxis würde sicher ein Studierender erstmal beobachtet und um Offenlegung seiner Noten aus Semestern nicht nur 4 bis 10, sondern auch im 1. Abschnitt der Ärztl. Prüfung gebetrn..
Avatar #822275
MedStud192837465
am Montag, 30. März 2020, 23:26

Update zur Verordnung des BGA

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/abweichung-approbationsordnung.html
Avatar #822530
Begleitung
am Freitag, 27. März 2020, 17:07

Neue Maßnahmen

Da hier nach wie vor die Diskussion floriert, noch einmal der gleiche Kommentar den ich im aktuelleren Artikel geschrieben habe:


Ich begleite seit langer Zeit Medizinstudierende in meinem privaten Umfeld. So wie jetzt mit euch allen umgesprungen wird entreißt mir jegliche Hoffnung auf Vernunft.
Der Großteil der Betroffenen ist unzufrieden. Vielleicht wird es Zeit mal neue Wege zu gehen. Ihr alle geht seit Jahren schwere Wege. Wege die ihr nicht aufgrund eines Gehaltes auf euch nehmt, sondern weil ihr helfen wollt! Ihr seid "systemrelevant", ihr seid lebenswichtig! Und ihr blickt in eine Zukunft voller Schichtdienste, Opfer und Überstunden. Ihr verdient mehr als das!
Seit Jahr und Tag nehmt ihr viele zum Teil unnötige Strapazen in Kauf, von didaktisch fragwürdigem Bulimielernen, Professor_innenwillkür bis hin zum unterbezahlten schuften im PJ. Ihr erklärt euch bereit diese tragenden Tätigkeiten auf euch zu nehmen um für eure Gesellschaft und die Menschen um euch herum da zu sein.
Nun ist es vielleicht an der Zeit eure Tragfähigkeit und eure Relevanz zu nutzen und zu demonstrieren um euch selbst zu schützen! Sollte das alles so umgesetzt werden, wie es nun im Gesetzesentwurf geplant ist, ist es vielleicht mal an der Zeit kollektiv und gemeinschaftlich das Ablegen der M2 Prüfung so kurz nach dem PJ zu VERWEIGERN. Ausdrücklich Erklären, dass ihr nicht hingeht, wenn es eurer psychischen und demnach auch körperlichen Gesundheit nur schaden würde und wenn euch nichts als Respektlosigkeit eurer bisherigen Leistung gegenüber entgegengebracht wird. Haltet ihr zusammen müssen Herr Spahn und alle beteiligten - auch die "verständnisvollen Fakultäten" - handeln. Ihr wisst alle selber aus Studium und durch eigene Erfahrung was übermäßiger Stress an Gesundheit kostet - ein Thema welches einen Ge­sund­heits­mi­nis­ter interessieren sollte.
Organisiert euch, nutzt eure kollektive Enttäuschung und Entrüstung, denn ein Ausfall einer ganzen Äzrt_innengeneration traut sich auch kein Herr Spahn einfach so hinzunehmen.
M2 erlassen oder boykottieren!

Aber zunächst folgenden Link unterschreiben und fleißig teilen.
Bleibt achtsam euch gegenüber - wir brauchen euch in gesundem Zustand!

https://www.openpetition.de/petition/online/faire-bedingungen-fuer-praktisches-jahr-und-staatsexamina-im-medizinstudium-in-der-covid-19-pandemie
Avatar #821066
Lauer87
am Donnerstag, 26. März 2020, 18:50

M2 Befreiung

ich weißes nicht warum ihnen so schwere ist die Studenten vom M2 befreien lassen, ins pj zu schicken..Oder warten sie von Heute auf Morgen die Pandemie lag verlangsamt wird..
Avatar #822275
MedStud192837465
am Donnerstag, 26. März 2020, 13:22

Medizinstudenten Hände gebunden - In der Corona Krise

Unter folgendem Titel habe ich nun ein Youtube Video erstellt, auf dem ich diese Problematiken anspreche.
Dabei teile ich wie viele andere auch die Meinung, aus Fairness, das M2 zu erlassen!

Gerne könnt ihr mich unterstützen, indem ihr das Video weiter teilt, damit möglichst alle Menschen in Deutschland erfahren, wie unsere derzeitige unfassbare und ungerechte Lage ist!

Link zum Video: https://youtu.be/cHFro6HxFM4

Beste Grüße!
Avatar #822023
Medizinstudentin007
am Dienstag, 24. März 2020, 20:41

An den Orthopäden/Unfallchirurgen in spe

Mal davon abgesehen, dass ich alle Patienten zutiefst bedauere, die sich von einem Arzt mit einer so beleidigenden und derben Ausdrucksweise behandelt lassen müssen, hinkt diese Argumentation, sofern man es überhaupt so nennen kann, gewaltig.
Es soll also wahrscheinlicher sein, sich in einem Raum, indem man sowieso mindestens 2m Abstand zu seinem Nachbarn hat, der vermutlich ohnehin seit 100 Tagen quasi in freiwilliger Selbstisolation gelebt hat, sich mit dem Coronavirus zu infizieren (und dann auch daran zu sterben), als im Krankenhaus beim täglichen Kontakt mit Erkrankten?
Es scheint mir eher so, dass hier kurz vor dem Examen in den ersten Probeexamina nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt wurden und der Traum vom weißen Kittel und dem Titel Unfallchirug und Orthopäde ohne den Zusatz „in spe“ zu zerplatzen droht. Da kommt eine Absage der Prüfung natürlich gelegen.
Möglicherweise irre ich mich, doch es fällt mir sonst definitiv kein Grund ein, warum es ein Medizinstudent sonst gutheißen könnte, wie momentan mit ihnen umgesprungen wird!
Wie MedizinstudentX schon angemerkt hat, gibt es keine offiziellen Ansagen von Seiten des IMPP. Statt sich direkt an die Medizinstudenten zu wenden, gibt Frau Jünger ein Interview im Deutschlandfunk, in dem sie lediglich bestätigt, dass den Studenten noch vor der Prüfung mitgeteilt wird ob diese stattfindet oder nicht.
Zivilcourage in aller Ehre, aber Fairness gegenüber den Kollegen und Kommilitonen ist meiner Meinung nach ebenfalls ein hohes Gut.

Avatar #822018
MedizinstudentX
am Dienstag, 24. März 2020, 19:43

M2 - Faire Infomationspolitik

Ich bin Medizinstudierende und wollte genau wie meine Kommilitonen gerne im Mai mit viel Elan und Spaß an der Sache in das PJ starten. Als wir letzte Woche durch diesen Artikel von den Plänen erfuhren, ohne M2 ins PJ gesandt zu werden, war das schockierend.
Trotz der monatelangen Vorbereitung auf diese 3 Tage im April konnten wir aber einsehen, dass es in dieser unvorhersehbaren Situation wichtiger ist mitzuhelfen. Wir waren uns der Verantwortung als Medizinstudenten bewusst und wir waren auch bereit – wie so viele Menschen aktuell – Einschränkungen hinzunehmen. Seither rechnen wir jede Minute mit einer offiziellen Absage des M2 und einer genauen Angabe wo wir so bald eingesetzt und gebraucht werden ... und nichts passiert. So langsam macht sich der Gedanke breit, dass der eigentliche Grund für den Vorschlag zur Absage des M2 nicht die Dringlichkeit von weiteren 5000 Hilfskräften, sondern die verständlicherweise komplizierte Organisation eines Examens zur Corona-Zeit ist. Es macht mich sehr traurig, dass man nicht ehrlich mit uns umgeht. Man kann doch auch offen darüber diskutieren, wie sich die neuen Richtlinien des Infektionsschutzes für systemrelevante Examina umsetzen lassen. Alle Studenten würden die Anstrengungen würdigen, die das Impp und alle Landesprüfungsämter für uns auf sich genommen hätten. Wir wären unglaublich dankbar dafür, dieses Examen schreiben zu dürfen. Je länger diese Hängepartie noch andauert, umso niedergeschlagener und kraftloser sind wir... das wäre kein guter Start ins PJ.

Wir wollten sehr gerne mithelfen, aber angesichts der Informationspolitik fühlen wir uns selbst hilflos und im Stich gelassen.
Avatar #821087
Medizin93
am Dienstag, 24. März 2020, 19:05

kleiner Anhang

...und am Ende des Tages sind wir alle doch nur Ärzte aus Leidenschaft...
das haben wir durch die bestandenen Strapazen des Studiums bereits bewiesen.
Avatar #821087
Medizin93
am Dienstag, 24. März 2020, 19:04

Kirche im Dorf lassen

Liebe Kollegen,

ich verstehe Ihren Ärger absolut, jedoch betrachten Sie alle doch einmal diese neue und sehr schnell ausartende Lage in der wir uns alle befinden. Es gilt damit aufzuhören, wie besessen an dem zweiten Staatsexamen im April festzuhalten. Ich denke Herr Spahn, das IMPP und das MFT werden sich sehr wohl und ausführlich Gedanken darüber gemacht haben, was sie nun planen und dass dadurch wirklich so wenig Nachteile wie möglich für uns Studierende entstehen. Man kann es nunmal nicht allen Recht machen, jedoch denke ich, dass es genau in dieser Lage nicht auf ein paar gesunde Medizinstudenten ankommt. Vielmehr geht es um den Schutz der Masse und dafür muss der ein oder andere jetzt wohl einmal in den sauren Apfel beißen. Wir werden schon eine super Ausbildung bekommen und alle miteinander tolle Ärzte werden!
Avatar #821901
Wertschätzung 2020
am Dienstag, 24. März 2020, 12:14

PJ-Jahrgang 2020 - fairer Umgang!

Wertschätzung junger Medizinstudierender sieht anders aus! Kurz vor dem 2. Staatsexamen, die Studierenden aus der Bahn zu kippen ist mehr als arg! Ich schreibe dies als Mutter einer betroffenen Medizinstudentin, und ich bin entsetzt, M2 nicht wie vorgesehen nach Ostern 2020 durchzuführen.
Ich beziehe mich aktuell auf den gestern vom Kabinett verabschiedeten „Entwurf eines Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, Seite 24/25 (zu Nummer 7, zu Buchstabe b)
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/S/Entwurf_Gesetz_zum_Schutz_der_Bevoelkerung_bei_einer_epidemischen_Lage_von_nationaler_Tragweite.pdf

Die Medizinstudierenden bereiten sich seit Wochen intensiv vor und werden durch die Covid-19 bedingten Umstände im wichtigen letzten Studienabschnitt ihrer Medizinerausbildung in jedem Fall massive fachliche Abstriche hinnehmen müssen. Nach der nun avisierten kurzfristigen Absetzung werden diese Studierenden mehr oder weniger enttäuscht ob der fehlenden Wertschätzung, die man ihnen entgegenbringt, in ein in jeder Hinsicht sehr schwieriges PJ gehen. Sie werden zwar, sofern sie in den nächsten zwölf Monate nicht nur für Handlangerdienste wie Fiebermessen eingesetzt werden, sicher auch sehr viel Erfahrungen sammeln und reifen. Aber die Verantwortlichen dieser Entscheidung sollten auch einbeziehen, dass die zu erwartende physische Beanspruchung auch für junge Leute, eine enorme mentale wie auch gesundheitliche Belastung sein kann. Sie müssen sich neben einem voraussichtlich eher als irregulär zu bezeichnenden PJ, gezwungenermaßen erneut - diesmal auf ein doppeltes - Examen im Frühjahr 2021 vorbereiten, vielleicht auch noch neben einer laufenden Dissertation und eventuell zusätzlicher familiärer Belastungen. - Respekt sieht anders aus. Einmal ganz abgesehen davon, dass diejenigen, die diesen Weg lanciert haben (IMPP und MFT), sich in kleinster Weise mit der Studierendenvertretung, dem BVMD, um eine GEMEINSAME oder zumindest abgestimmte Lösung bemüht haben. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass 2020 solches Verfahren über die Köpfe junger Menschen hinweg möglich ist!

Keine Frage, die Corona-Pandemie erfordert von allen besondere Anstrengung und Flexibilität. Aber der Weg, M2 kurzfristig abzusetzen und stattdessen Hals über Kopf die Examenskandidaten von heut auf morgen irgendwo (als Hilfskräfte) einzusetzen, erscheint auch - organisatorisch - nicht durchdacht sondern ist nur voluntaristisch und wird so schnell kaum von Nutzen sein. Dafür sollte den Medizinstudierenden die Prüfung jetzt NICHT versagt werden. Alternativ könnte man in Deutschland wertschätzend und fair für diesen Prüfungsjahrgang ersatzlos auf M2 verzichten!

Da noch nicht alles 100%ig festgezurrt zu sein scheint, habe ich noch einen Funken Hoffnung auf Vernunft und Empathie der an diesem Prozess beteiligten Verantwortlichen ...
Avatar #821869
Medizinstudentin20
am Montag, 23. März 2020, 20:27

M2 ERLASSEN - einziger FAIRER WEG für ALLE!

Der einzige faire Weg ist es die M2 zu erlassen, denn so wären alle Beteiligten zufrieden. Der Ansatz vom IMPP ist richtig, auch ich lerne seit mehr als 3 Monaten für diese Prüfung und habe ein anderthalb Jähriges Kind zu Hause, aber nichts wäre umsonst, wenn es für die richtige Tat gemacht wird und natürlich wäre ich bereit sofort nächste Woche ins PJ zu kommen auch wenn ich erst nächstes Jahr die Prüfung schreiben sollte wie es das IMPP vorschlägt, aber angesichts der Tatsache, dass sich unser Studium nur später noch weiter in die Länge ziehen würde und wir alle vor einer Ausnahmesituation stehen wäre es einfach nur FAIR M2 zu erlassen uns direkt ins PJ zu lassen, da wir sowieso alle scheinfrei sind und in all diesen klinischen Fächern sowohl mündlich als auch schriftlich geprüft wurden!
Avatar #821849
Medizin123456789
am Montag, 23. März 2020, 20:20

M2 erlassen - alles andere geht nicht!

Keiner kann leistungsfähige, engagierte, motivierte und fleißige PJ´ler erwarten, wenn man ihnen nach über 4-monatiger psychischer Belastung plötzlich, drei Wochen (!) vor dem regulären Termin, das Examen streicht - welches dann direkt nach dem PJ geschrieben werden muss. Und dies neben der Dissertation, neben der Familie, neben den Kindern, neben der Dissertation und dem Nebenjobs (um wenigstens etwas Geld zu verdienen).

Tausende Studierenden wissen weder ein noch aus und so soll guter Nachwuchs mit humanistischen Qualifikationen heranwachsen?

Hier braut sich etwas großes zusammen...

Das deutsche Gesundheitssystem schafft sich weiter ab!
Avatar #820557
Medizinstudent34544
am Montag, 23. März 2020, 12:03

M2 müsste einfach gänzlich ausfallen und nur noch M3 stattfinden lassen. Alles andere ist absolut unfair

Wir müssten gleich arbeiten mit all den Risiken und trotzdem noch bestrafft werden zeitlich, psychisch und finanziel. Also wieder in einem Jahr weitere 100 Tage kreuzen bei einer Durchfallquote von 0.4% ist doch total lächerlich. Haben die Italiener mehr Respekt für die jungen Medizinern oder was ist nun Sache?
Ich will sicher helfen und ich habe schon angefangen zu helfen aber die Entscheidung sollte uns belohnen für unsere Bereitschaft und unsere wertvolle Zeit sowie unsere Vorbereitung auf die Prüfung.

Deswegen M2 zwei gänzlich auszufallen und uns direkt in die vor Ort medizinische Zentren schnellstmöglich integrieren wäre eine angemessene Entscheidung.

Mfg
Avatar #821746
Kommt mal runter hier
am Montag, 23. März 2020, 06:45

Kommt mal runter hier!

Wenn ich so lese, wie manche Leute hier austicken, kann ich mir für meine Kommilitonen nur schämen... ja auch ich hätte jetzt gerne Examen geschrieben, aber habt ihr mal aus dem Fenster geschaut? Auf der ganzen Welt bricht ne Seuche aus, alle Universitätsprüfungen werden abgesagt aber so mancher Medizinstudent meint ein Extrawürstchen bekommen zu müssen. Klar ist das alles blöd weil wir ewig lang dafür gelernt haben, aber es ist trotzdem noch ein Benefit. Die hätten auch einfach sagen können: M2 F20 ist abgesagt, schreibt H20 mit, PJ gibts nicht und geht als Aushilfskräfte in die Kliniken helfen. Das Staatsexamen der Juristen wurde auch ohne weiteres abgesagt und die lernen nochmal deutlich länger als wir für die Prüfung.
Anstatt hier so große Töne zu spucken, sollten wir hier vielleicht mal etwas dankbar dafür sein, dass wir hier in Deutschland studiengebührenfrei studieren dürfen und dann nochmal überlegen ob wir überhaupt in der Position sind irgendwelche Forderungen zu stellen. In Zeiten der Krise könnte so manche hier etwas mehr Solidarität zeigen und nicht immer nur an sich denken.
Und wer keine Lust auf ein Hammerexamen hat, der soll sich halt jetzt von der Prüfung abmelden und im Herbst mitschreiben.
Avatar #820557
Medizinstudent34544
am Montag, 23. März 2020, 02:57

M2 müsste einfach gänzlich ausfallen und nur noch M3 stattfinden lassen. Alles andere unfair

Wir müssten gleich arbeiten mit all den Risiken und trotzdem noch bestrafft werden zeitlich, psychisch und finanziel. Also wieder in einem Jahr weitere 100 Tage kreuzen bei einer Durchfallquote von 0.4% ist doch total lächerlich. Haben die Italiener mehr Respekt für die jungen Medizinern oder was ist nun Sache?
Ich will sicher helfen und ich habe schon angefangen zu helfen aber die Entscheidung sollte uns belohnen für unsere Bereitschaft und unsere wertvolle Zeit sowie unsere Vorbereitung auf die Prüfung.

Deswegen M2 zwei gänzlich auszufallen und uns direkt in die vor Ort medizinische Zentren schnellstmöglich integrieren wäre eine angemessene Entscheidung

Beste Grüße und vielen Dank
Avatar #821569
Medizinstudentin aus Mainz
am Sonntag, 22. März 2020, 11:43

Diplomatie

Hallo zusammen!

Wie wäre es, wenn man es den Studierenden individuell per Rückmeldung an das jeweilige Landesprüfungsamt überließe, ob sie das Staatsexamen jetzt oder in einem Jahr als Hammerexamen nachholen wollen?

All diejenigen, die sich hier darüber echauffieren, wie unerträglich es sei, weitere drei Wochen „tatenlos“ herumzusitzen, dürfen direkt ins Praktische Jahr starten und die Prüfung 2021 nachholen.

Alle anderen dürfen das Staatsexamen wie geplant in kleinen Gruppen unter der aktuellen Situation angemessenen Hygienestandards schreiben und ihr PJ in drei Wochen, also vier Wochen früher als geplant beginnen.

Da die Studierenden, die es vorziehen, das Examen im nächsten Jahr zu schreiben, folglich in der aktuellen Planung nicht bedacht werden müssten, würde sich die Zahl an Prüflingen reduzieren und die Planungssituation zudem vereinfachen.

Ich persönlich kann die Empfehlung von Seiten des IMPP und des MFT in keiner Weise nachvollziehen und möchte mich nachdrücklich dafür aussprechen, das Staatsexamen im kommenden April absolvieren und im Anschluss motiviert und mit Herz und Hand ins PJ starten zu dürfen.
Avatar #820629
MedStud2020
am Sonntag, 22. März 2020, 11:41

Pro Examensdurchführung

Einige Punkte:
1. Das Examen durchzuführen bedeutet nicht, dass alle Medizinstudierenden in den Kliniken fehlen.
2. Hunderte Beamte (Lehrer) und leere Klassenzimmer stehen zur Verfügung, um geordnete Prüfungen durchzuführen.
3. Frau Jüngers Argumentation aus Schutzgründen M2 zu verschieben ist nicht logisch, solange wir alle sowieso auf Infizierte treffen werden im Rahmen des PJs.
4. So wichtig, wie die Öffnung von Supermärkten ist, ist ebenso wichtig, die medizinische Infrastruktur zu stützen. Dazu zählt die Ausbildung inkl. M2 und M3.
5. Es ist sehr schade, dass Frau Jünger sich zunächst an journalistische Formate wendet und dort Auskunft erteilt, während die gesamte Studentenschaft seit Tagen darum bittet, Informationen zu erhalten.
6. Frau Jünger bezeichnet das Verschieben von M2 hin zum Zeitpunkt nach dem PJ in den selben Zeitraum, in dem das dritte Staatsexamen durchgeführt werden soll, als Benefit für Studierende (Quelle: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111191/Hammerexamen-koennte-voruebergehend-wieder-eingefuehrt-werden). Es gibt keinen Benefit. Es resultiert eine erneute (!) monatelange Vorbereitungszeit sowie die zeitliche Kollision mit der Vorbereitung für M3.

Zuletzt an die (wenigen) Unkollegialen, die das Examen anscheinend nicht schreiben wollen und ihren überhöhten, fast geheuchelt anmutenden Altruismus und ihren Hang zur Selbstdarstellung in den Vordergrund stellen müssen, während sie hier jedem unter die Nase reiben, dass sie jetzt unbedingt ausschließlich für Coronainfizierte da sein müssten: Meldet euch vom Examen ab, wenn ihr überzeugt seid, dass genau diese kurzfristige Entscheidung förderlich ist, um langfristig (!) eine souveräne medizinische Versorgung für COVID-Patienten und andere Erkrankte zu gewährleisten. Es ist ein Armutszeugnis und dazu absurd, dass eine vom IMPP so schwach und unlogisch (s.o.) argumentierte Empfehlung ernsthaft die Prüfungsdurchführung in den Bundesländern zu verhindern droht.

Jeder einzelne Prüfling und jeder, der an den Prüfungstagen beteiligt ist sollte die derzeitige Ausgehbeschränkung absolut ernst nehmen. Tausende übrige Medizinstudierende können je nach Bedarf in den Bundesländern bereits jetzt in den Kliniken helfen. Insbesondere in Zeiten in denen die Kapazitätsgrenzen der Intensivmedizin noch nicht überlastet sind, ist es sinnvoll an der Ausbildung der Mediziner unverändert festzuhalten. Vor allem unter Berücksichtigung der Tatsache, dass aktuell nicht absehbar ist, wie lange sich die Ausbreitung des Virus ziehen wird, sollte man weiterhin ausbilden und prüfen, um auch für 2021 und 2022 ausreichend Mediziner zur Verfügung zu haben.

Übrigens: Es ist sogar sinnvoll medizinisches Personal mit durchgemachter COVID-19 in den Krankenhäusern zu beschäftigen - sollte also tatsächlich schon im Rahmen der Prüfungsdurchführung eine Infektion der Prüflinge eintreten, so gelten diese nach durchgemachter Erkrankung zu den besonders geeigneten Helfern - da sie weder neu erkranken werden noch andere Menschen im Krankenhausbetrieb anstecken. Es wird also ebenso auf immunisiertes Personal ankommen, damit das System nicht vollends kollabiert. Ich hoffe, dass dieser medizinische Aspekt bei den Medizinern und Nichtmedizinern, die über unsere Ausbildung entscheiden, verstanden wurde.

Vernünftig organisiert, ist die konsequente Ausbildung - gerade in Zeiten wie diesen - essentiell. Examensdurchführung und Solidarität schließen einander nicht aus.
Avatar #821405
Moby
am Samstag, 21. März 2020, 23:37

Der letzte Tropfen

Aus verschiedensten Gründen ist dieser Vorschlag sowohl inhaltlich als auch in der gewählten Rhetorik abzulehnen und zeugt von Respektlosigkeit und Ignoranz uns Studierenden gegenüber:

1. Die mindestens 4-monatige Examensvorbereitung, die bisher alle
Anwärter*innen durchgestanden haben, wäre nach dieser Regelung fast umsonst gewesen. Natürlich wird was von dem Wissen bleiben, aber auch wer nicht Medizin studiert, kann sich vorstellen, dass das teilweise kleinteiligste Detailwissen, das in dieser Prüfung abgefragt wird, nie und nimmer auch nur zu 20% nachhaltig ein Jahr im Kopf
bleibt, sodass wir den Großteil der Vorbereitung nochmal machen müssten.
Wer schon Examina, Masterarbeiten oder sonstige solche
Druckphasen erlebt hat, kann sich vorstellen, wie besch** das wäre. Mir und uns ist klar, dass in dieser Notfallsituation Kompromisse gemacht werden müssen, dass manche entstehenden Nachteile - bei Weitem nicht nur uns Studierenden, ich denke auch an alle Einzelhändler, Selbstständige etc., deren Existenzgrundlage ungewiss ist - erstmal nicht ohne Weiteres ausgeglichen werden können. Die psychische Belastung eines solchen Examens ist allerdings immens und es sollte daher nicht leichtfertig eine Wiederholung als Lösung dargestellt werden, zumal als Lösung mit "Benefit für alle".

2. Es hat eine solche Regelung, nach der die M2 und M3 gemeinsam nach dem PJ absolviert werden, bereits gegeben.Das sogenannte "Hammerexamen" wurde nach kurzer Zeit wieder abgeschafft, weil die Ergebnisse zu schlecht und der Druck auf die Studierenden, nach einem Jahr Vollzeitarbeit im Krankenhaus (nebenbei bemerkt zum großen Teil völlig unbezahlt!!) mit kurzer Vorbereitung von wenigen Monaten zwei solche großen theoretischen Prüfungen zu absolvieren, zu hoch waren. Eine Neuauflage des Hammerexamens möchte ich und möchten wir nicht erleben.

3. Es gibt Alternativen! Die bvmd ( Dachorganisation der Medizinischen Fachschaften in Deutschland) hat Szenarien erarbeitet, wie unter Einhaltung strengerer Hygieneregeln die M2 stattfinden könnte. Zurzeit stehen etliche Räume ungenutzt zur Verfügung, für Aufsichtspersonal könnte unter all den gerade nicht beschäftigten Lehrern, Studierenden etc. nachgefragt werden, ob sie bereit wären, dies zu übernehmen, es könnte gestaffelte Anfangszeiten geben, um Mengenansammlungen zu vermeiden etc.. Viele, viele Studierende haben sich schon bereit erklärt, in Anbetracht der Lage, die sich Ende April in den Krankenhäusern ergeben könnte, den Start des PJ vorzuziehen und direkt nach absolviertem Examen mit dem PJ zu beginnen anstatt regulär im Mai, um als zusätzliche Kräfte zur Verfügung zu stehen. Kompromissbereitschaft und der Wille, schnell und effektiv zu helfen, sind da.

4. Zuletzt noch ein Wort zur Rhetorik und Kommunikation der
Verantwortlichen: Dass wir nach monatelanger Vorbereitung erst
wochenlang in der Schwebe gehalten werden, um dann aus einem Artikel im Aerzteblatt zu erfahren, dass scheinbar weitrechende Änderungen an
unserer Prüfung beschlossen werden ohne die berechtigten Interessen der Studierenden angemessen zu berücksichtigen, dass diese Änderungen zynischerweise als "Benefit für Alle" dargestellt werden, zeugt von einem solch autoritären, realitätsfernen, ausbeuterischen Geist, dass ich während ich das hier tippe zu wütend werde, als
dass ich gerade weitere angemessen differenzierte Worte dafür finden könnte. Mir und vielen anderen Studierenden, die sich seit langer Zeit für einen Wandel in unserer Ausbildung einsetzen (z.B. für angemessene Vergütung im PJ, humane Fehlzeitenregelungen, ein generelles Klima von Wertschätzung und Respekt für die Arbeitskraft und Motivation junger Mediziner*innen), ist dieser Ton bekannt und ich hoffe, dass diese neuerliche Bekundung der Respektlosigkeit als Tropfen auf den heißen Stein wirken kann, die Ausbildungssituation in der Medizin auch nachhaltig zu verbessern. Bei alledem wünschen ich mir in dieser konkreten Lage aber auch, nicht als Bauernopfer in den Wirren des Ausnahmezustandes keine unnötig großen Nachteile hinnehmen zu müssen und appelliere, gemeinsam eine wirkliche Kompromisslösung im Hinblick auf das Frühjahrs-Examen 2020 zu finden.
Avatar #821405
Moby
am Samstag, 21. März 2020, 23:01

Der letzte Tropfen

Aus verschiedensten Gründen ist dieser Vorschlag sowohl inhaltlich als in der gewählten Rhetorik eine bodenlose Unverschämtheit, die von Respektlosigkeit und Ignoranz uns Studierenden gegenüber zeugt:

1. Die mindestens 4-monatige Examensvorbereitung, die bisher alle
Anwärter*innen durchgestanden haben, wäre nach dieser Regelung fast umsonst gewesen. Natürlich wird was von dem Wissen bleiben, aber auch wer nicht Medizin studiert, kann sich vorstellen, dass das teilweise kleinteiligste Detailwissen, das in dieser Prüfung abgefragt wird, nie und nimmer auch nur zu 20% nachhaltig ein Jahr im Kopf
bleibt, sodass wir den Großteil der Vorbereitung nochmal machen müssten.
Wer schon Examina, Masterarbeiten oder sonstige solche
Druckphasen erlebt hat, kann sich vorstellen, wie besch** das wäre. Mir ist wie den Allermeisten ebenfalls klar, dass in dieser Notfallsituation Kompromisse gemacht werden müssen, dass manche entstehenden Nachteile - bei Weitem nicht nur uns Studierenden, ich denke insbesondere auch an alle Einzelhändler, Selbstständige etc., deren Existenzgrundlage ungewiss ist - erstmal nicht ohne weiteres ausgeglichen werden können. Die psychische Belastung eines solchen Examens ist allerdings immens und es sollte daher nicht leichtfertig eine Wiederholung als Lösung dargestellt werden, zumal als Lösung mit "Benefit für alle".

2. Es hat eine solche Regelung, nach der die M2 und M3 gemeinsam nach dem PJ absolviert werden, schon einmal gegeben. Das sogenannte "Hammerexamen" wurde nach kurzer Zeit wieder abgeschafft, weil die Ergebnisse zu schlecht und der Druck auf die Studierenden, nach einem Jahr Vollzeitarbeit im Krankenhaus (nebenbei bemerkt zum großen Teil völlig unbezahlt!!) mit kurzer Vorbereitung von wenigen Monaten zwei solche großen theoretischen Prüfungen zu absolvieren, zu hoch waren. Eine Neuauflage des Hammerexamens möchte ich und möchten wir nicht erleben. Ganz abgesehen davon ist es kein Argument, zu sagen, "war doch schon mal so", das ist argumentativ gleichwertig mit Stammtischrhetorik.

3. Es gibt Alternativen! Die bvmd ( Zusammenschluss der Medizinischen Fachschaften in Deutschland) hat Szenarien erarbeitet, wie unter Einhaltung strengerer Hygieneregeln die M2 stattfinden könnte. Zurzeit stehen etliche Räume ungenutzt zur Verfügung, für Aufsichtspersonal könnte unter all den gerade nicht beschäftigten Lehrern, Studierenden etc. nachgefragt werden, ob sie bereit wären, dies zu übernehmen, es könnte gestaffelte Anfangszeiten geben, um Mengenansammlungen zu vermeiden etc.. Viele, viele Studierende haben sich schon bereit erklärt, in Anbetracht der Lage, die sich Ende April in den Krankenhäusern ergeben könnte, den Start des PJ vorzuziehen und direkt nach absolviertem Examen mit dem PJ zu beginnen anstatt regulär im Mai, um als zusätzliche Kräfte zur Verfügung zu stehen. Kompromissbereitschaft und der Wille, schnell und effektiv zu helfen, sind da. Ein Erlass des Examens ist eine weitere Option, genauso wie Evaluationen während des PJ oder eine Verschiebung des Examens auf einen geringfügig späteren Termin, sobald sich abzeichnet, dass die Lage sich entspannt und eine sichere Durchführung möglich ist. Der Aufwand, den alle diese Maßnahmen zweifellos mit sich brächten, muss in Kauf genommen werden!

4. Zuletzt noch ein Wort zur Rhetorik und Kommunikation der
Verantwortlichen: Dass wir nach monatelanger Vorbereitung erst
wochenlang in der Schwebe gehalten werden, um dann aus einem Artikel im Aerzteblatt zu erfahren, dass scheinbar weitrechende Änderungen an unserer Prüfung beschlossen werden ohne die berechtigten Interessen der Studierenden angemessen darin zu berücksichtigen, dass diese Änderungen zynischerweise als "Benefit für Alle" dargestellt werden, zeugt von einem solch autoritären, realitätsfernen, ausbeuterischen Geist, dass ich während ich das hier tippe zu wütend werde, als dass ich gerade weitere angemessen differenzierte Worte dafür finden könnte. Mir und vielen anderen Studierenden, die sich seit langer Zeit für einen Wandel in unserer Ausbildung einsetzen (z.B. für angemessene Vergütung im PJ, humane Fehlzeitenregelungen, ein generelles Klima von Wertschätzung und Respekt für die Arbeitskraft und Motivation junger Mediziner*innen), ist dieser Ton bekannt und ich hoffe sehr, dass diese neuerliche Bekundung der Respektlosigkeit als Tropfen auf den heißen Stein wirken kann, die Ausbildungssituation in der Medizin auch nachhaltig zu verbessern. Bei alledem wünsche ich mir in dieser konkreten Lage aber auch, nicht als Bauernopfer in den Wirren des Ausnahmezustandes große Nachteile hinnehmen zu müssen und stattdessen gemeinsam wirkliche Kompromisslösungen im Hinblick auf das diesjährige Frühjahrs-Examen zu finden.
Avatar #808528
Thova
am Samstag, 21. März 2020, 21:33

Dringender Handlungsbedarf

Das Ärzteblatt sollte dringend die Programmierung für die Kommentarfunktion überarbeiten lassen. Mein Kommentar mit dem Titel "Großartig" erweckt durch das Erscheinung im Gesamtverlauf ohne weiteren sofort ersichtlichen Hinweis den Eindruck, als würde er sich auf den Kommentar unmittelbar davor beziehen. Erst durch direktes Anklicken meines Kommentars wird ersichtlich, dass er sich auf die Ausführungen von Examen 2020 bezieht. Sehr irreführend!
Avatar #808528
Thova
am Samstag, 21. März 2020, 20:57

Großartig

Als Arzt mit 40 Jahren Berufserfahrung darf ich Ihnen zu den klaren Worten gratulieren. Ihre wenigen Worte zeigen, dass Sie schon fundierte klinische Erfahrungen gesammelt und sich auch während des Studiums nicht das Selbstdenken abgewöhnen lassen haben. Weiter so. Wir brauchen Mitdenker und keine Mitläufer. Sie sind ein Lichtblick.
Avatar #821087
Medizin93
am Samstag, 21. März 2020, 14:31

Die deutsche Medizin könnte einen großen Schritt gehen!

Es geht hierbei nicht um eine willkürliche Entscheidung des IMPPS, des BMGs oder sonstigen beteiligten Parteien. Hierbei geht es um den Schutz der deutschen Bevölkerung. Zum Schutz, derjenigen schwachen, erkrankten, die jetzt die Hilfe brauchen. Zum Schutz derjenigen, die Tag und Nacht, Stunde für Stunde Hilfe leisten, und eigentlich selbst Hilfe benötigen. Komplett übermüdet, überlastet, nahezu kaputt. Es geht hierbei um den Zusammenhalt der deutschen Bevölkerung. Um das Arbeiten von Ärzten, Studenten, Pflegekräften Hand in Hand. Es geht hier jetzt, seit etlichen Jahren schon nicht mehr gefordertes, um das WIR. Um die deutsche Einheit.
Lassen Sie uns helfen! Geben Sie uns jungen Medizinern die Chance, ein Teil zu dieser Entwicklung, ein Teil zu dieser deutschen Geschichte beizutragen! Stellen Sie ein Äquivalent aus, damit wir SOFORT helfen können. Wir sind jung, haben Kraft und jeder der sich dazu entschieden hat, Medizin zu studieren sollte auch den unersättlichen Willen haben zu helfen! Zu helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird- auf den Stationen- und das ist sicherlich jetzt gerade nicht zuhause am Schreibtisch!
Jetzt ehrlich: Habt ihr Medizin studiert um euch durch irgendwelche mist Noten zu profilieren? Wollt ihr Ärzte werden, weil das angesehen ist? Oder wollt ihr Ärzte werden um zu helfen? Um Menschenleben zu retten? Herrgott: WIR WERDEN GEBRAUCHT! Pandemie, exponentielles Wachstum, 20.000 Erkrankte!
Avatar #820795
kLaUsar
am Samstag, 21. März 2020, 09:09

Eltern mitbedenken!

Liebe Kollegen,
gerne möchte ich darauf hinweisen, dass es unter den M2-Kandidaten auch Eltern mit einem oder mehreren Kindern gibt. Seitdem die Kindergärten etc. und für uns die Bibliotheken geschlossen sind, ist es für uns Eltern kaum möglich bis unmöglich dem Lernplan nachzukommen. Das heißt, dass wir leider in eine sehr ungünstige Situation geraten sind, die wir versuchen bestmöglich zu meistern, jedoch das die Vorbereitung für das M2 seit geraumer Zeit kompett stagniert ist. Aufgrund der Schließung der Kindergärten bis Mitte/Ende April sehe ich auch keine Möglichkeit die "verlorenen" Lerntage nachzuholen, geschweige denn irgendetwas zu wiederholen.
Liebe Kollegen, die Situation ist sehr fordend, für alle Beteiligten, und gerne möchte in dieser Situation auch folgende Frage stellen:
Für wen lernt ihr? Lernt ihr für euch, für euer Wissen, um später ein(e) gut ausgebildete(r) Ärztin/Arzt zu sein, oder für die Prüfung?
Ich hoffe doch sehr, dass die Lernmotivation intrinsisch ist, und wir Studenten aus Interesse, aus Spaß am Fach, aus der Motivation heraus lernen, um auch mit einem soliden Grundwissen in das PJ zu starten und das Wissen zu vertiefen.
Ich möchte das nochmals betonen, wir lernen für uns, um letzendlich für die Menschen, und nicht für irgendeine Prüfung!!!
Und wir sollten dankbar sein, dass wir in Deutschland eine solche Ausbildung erhalten dürfen, ohne Studiengebühren und mit einer ziemlich guter Lehre.

Über die Krankenhauspoltik, über die den Anforderungen (und Überforderungen) des Arztberufes muss man diskutieren und wir, als die zukünfige Generation, müssen uns auch mit den Arbeitsbedingungen auseinandersetzen und Veränderungen fordern, aber bitte nach der schwierigen Situation. Es ist möglich und es liegt in unserer Hand, nach der angespannten Zeit ein PJ-Team zu bilden und politisch, oder wie auch immer, uns zu engagieren und für faire Bedingungen zu kämpfen.
Und um nochmals zum Anfang zu kommen, bitte denkt auch die M2-Kandidaten, die Kinder haben und aktuell keine Möglichkeit haben, zu lernen und, bitte bedenkt auch, dass auch wir dem Gesundheitssystem in der aktuellen Situation behilflich sein können, in welcher Art und Weise auch imemr!!!

Ich wünsche allen ein ruhiges Wochenende und einen klaren Kopf in diesen turbulenten Zeiten.
Avatar #820704
Wirus
am Samstag, 21. März 2020, 03:29

So schlimm ist unsere Situation

Wie könnte man weiter lernen, wenn man so unsicher ist, dass die Examen überhaupt stattfinden.
Wir haben 95% des stoffes schon gelernt, dann hört man von der Verschiebung der Examen, das ist so frustrierend und demotivierend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich sehr froh als PJler arbeiten werde.

Die Situation ist hard und gefährlich für alle, besonders die PJler, die haben ja am meisten Kontakt mit Patienten.

Wir wissen, dass diese Pandemie sich schnell verbreitet und ist schlimmer und tödlicher als Influenza. Das heißt wir riskieren unsere eigene Gesundheit, damit andere Menschen gesund bleiben. Wir tun alles was wir können, um die Kranken aus dieser Krise rsuszuholrn.
Und wir werden dafür sicherlich belöhnt oder?

NEIN, wir werden dafür BESTRAFT!!

Hier sind 5 Punkte, die unsere Situation beschreiben:

1- Das "Hammerexamen" alleine reicht als Bestrafung für alle Mediziner. Diese 15 Stündigen Prüfung, die 100+ Tage davor alleine am Tisch den ganzen Tag pausenlos pauken.

2- Unser PJ wird viel schlimmer als diejenigen vor uns, wir werden wahrscheinlich anders verteilt als gewählt. Wir werden sowieso alle Pneumologen.

3- man vermutet wir sind etwa immun gegen Corona? Auch mit Schut ist es nicht einfach, und unter uns gibt es viele benachteiligte. Besonders nach dem 4 monatigen Stress ist unser Immunsystem sicherlich nicht in Topform. Viele von uns werden Wahrscheinlichkeit infiziert, wäre natürlich schade wenn es noch schlimmer wird.

4- trozt der Gefahr werden wir unser Bestes tun [aber wir werden nicht bezahlt (?)] wird ja hart für mansche von uns ohne Nebenjob.

5- als wäre das alles nicht schlimm genug, wir werden statt belohnt bestraft! M2 nochmal lernen [12 Monate = fast alles vergessrn] sogar + M3. Oh wow wir sind fast Maso hier.

Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Maßnahmen. Und diese wären:
• Alle M2 (und M3) Kandidaten gelten als bestanden <-- Benefit für uns (Wir haben eh alle Prüfungen bestanden und 95% für M2 wiederholt).
• ab sofort mithelfen (Benefit für die Krankenhäuser und Staat).
Nur so heißt es "Benefit für Alle" (@Frau Jünger).
Avatar #820773
Examen2020
am Samstag, 21. März 2020, 01:12

alternativer und fairer Kompromiss:

Wer unbedingt sofort in die Klinik möchte, der solle dies tun und das Examen nach dem PJ schreiben und sich per email abmelden können.

Die anderen sollen schreiben dürfen, da innerhalb dieser 3 Wochen die Welt auch nicht gerettet werden kann, zumal es sich um eine Grippe handelt und nicht um die Pest!

Jeder weiß, dass die meisten, welche sich auf Intensiv befinden, leider an einer Lungenentzündung versterben und in der Regel multimorbiden Vorerkrankungen bei Immunsuppression unterliegen.
Man kann doch nicht alles auf den einen Virus schieben! Man sollte gelernt haben über den Tellerrand zu schauen und den ganzen Patienten betrachten!

Sollte der Coronavirus so gefährlich sein, müssten in China wahrscheinlich geschätzter 1 Millionen (Dunkelziffer) Infizierten wesentlich mehr gestorben sein als 3000 Menschen.

Außerdem was sollen die 1000 Studenten in der Klinik bewerkstelligen? 24 Stunden mit dem Ambu Beutel im 3 Schichtwechsel ohne Maske und Desinfektionsmittel zum Selbstschutz beatmen?!

Wie wäre es mal mit einer vernünftigen Aufklärung seitens der Ärzte und der Politk??? Die Medien von facebook bis Instagram sollten nicht Wirtschaft und Politik bestimmen! Aufwachen und mal selber nachdenken!

Das Examen ist leider wirklich nicht einfach, man benötigt die Zeit.
Was ist denn Bitte mit den Studenten, die nebenbei noch arbeiten müssen?
8 Stunden PJ, 8 Stunden arbeiten, 8 Stunden fürs Examen lernen während des PJs 1 Jahr lang??? Vollgepumpt auf Koffein, schlafmangel und sonstigen Substanzen??
Dann können Sie gleich nachdem M3, für das man ja auch nch so nebenbei lernen soll, gleich noch weitere 4600 Intensivbetten bereitstellen nach der Krise!!!
Avatar #820729
MED1
am Freitag, 20. März 2020, 23:09

@Palmaris Palmaris

Bitte komme in der Realität an und verbreite keine Falsch Informationen, kein einziger PJler wird Notfallmedizinisch aktiv werden. Wir werden vor allem Gebraucht um anderen den Rücken frei zu halten!
Avatar #820750
Palmaris Plantaris
am Freitag, 20. März 2020, 22:39

Wer kann jetzt noch guten Gewissens weiterlernen?

Wer von euch ist denn jetzt ernsthaft noch in der Lage, sich weitere 3 Wochen hinzusetzen und im stillen Kämmerlein den Curser hoch- und runterzuscrollen? Wir alle haben schon wahnsinnig viel gelernt, das stimmt. Aber dieses Wissen ist doch nicht verloren! M2 ist letztlich auch gedacht, um alle inhaltlich auf denselben Stand zu bringen und uns einigermaßen fit ins PJ zu schicken. Was jetzt wirklich zählt, ist aktiv zu werden und unsere persönlichen Angelegenheiten in den Hintergrund zu stellen. Um diese Krise einigermaßen gut zu überstehen gibt es nur eins: Solidarisch an einem Strang ziehen. Das tun andere Berufsgruppen doch auch! Denkt an all die Selbstständigen, die nicht absehen können, ob sie diese Situation wirtschaftlich überstehen können, aber trotzdem ihre Restaurants und Betriebe im Zuge der Quarantäne-Maßnahmen schließen. Angesichts deren Lage schäme ich richtig für das Beharren auf einer Pro-Forma-Angelegenheit wie dem M2.

Die Zahl der Neuinfektionen steigt weiterhin rasant an und es ist eigentlich unverantwortlich, dass in drei Wochen 4600 Medizinstudenten quer durch Deutschland gurken, um zu ihren Prüfungsorten zu kommen. Ganz zu schweigen von dem zusätzlichen Aufwand, der betrieben werden muss, um genügend Räume für kleine Gruppen zur Verfügung zu stellen, inklusive Aufsichtspersonen. Dieser Stellenwert steht uns angesichts der Lage wirklich nicht zu!

In vielen Kliniken werden PJ-Studenten in diesen Tagen in die Notfallversorgung von Corona-Patienten eingewiesen. Auch wenn ich großen Respekt vor dieser Aufgabe habe: Ich würde jetzt lieber an diesen Einweisungen teilnehmen als tatenlos rumzusitzen. Wer weiß außerdem, wie die Lage in drei oder vier Wochen aussieht? Je schneller wir wissen, was wir wie tun können, desto besser!

Für M2 wird sich eine Lösung finden, egal ob es uns jetzt gänzlich erlassen wird oder doch eine Art Hammerexamen auf uns zukommt. Ruhig schlafen kann ich jedenfalls am ehesten, wenn ich weiß, dass man da war, als man gebraucht wurde! Und sich nicht in die hinterste Ecke verkriecht, weil man dieses beknackte Examen ständig als so wichtig vorschiebt! Deutschland hat unser gesamtes Studium finanziert und wir leben in einer Gemeinschaft, die gerade unsere Unterstützung braucht. Also was sollen diese hasserfüllten, anklagenden Beiträge hier? Wir sollten diese Situation als Herausforderung annehmen und uns echt mal zusammenreißen!
Avatar #820747
PJStu_2020
am Freitag, 20. März 2020, 22:37

Es gibt mindestens eine sinnvolle Lösung - die hier ist es aber nicht...

Ich kann nur der Kollegin mit dem Kommentar um 19:52 zustimmen... Es gibt wohl kaum eine schlechtere Lösung. Es hat überhaupt nichts mit Egozentrik/Egoismus zu tun, wie einige Kommilitonen hier anzumerken versuchen, wenn man fair behandelt werden möchte. Ich gehe stark davon aus, dass kaum ein Medizinstudent nicht bereit wäre zu helfen und ich für meinen Teil würde mich freuen, wenn ich etwas beitragen kann.
Allerdings finde ich die Idee dieser sog. Task Force alles andere als gerechtfertigt. Wir sind bereit zu helfen, wo Not am Mann ist; da wir im PJ sowieso nicht wirklich bezahlt werden würden, auch ohne faire Bezahlung, wenn es sein muss.
Nachdem aber die Lehre im Praktischen Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach durch das erhöhte Arbeitsaufkommen sehr leiden wird und wir, wenn es nötig werden sollte, auch anfangen unsere Überstunden zu machen, kommt jetzt der Plan uns auch noch dazu zu verdonnern erneut für eine Prüfung (deren diverse Inhalte im Lehrplan auch so schon lange genug zurückliegen) zu lernen.
Mein Punkt ist: Es wird Abzüge in unserer Ausbildung geben was das PJ betrifft, welches die wahrscheinlich sinnvollste Zeit unseres Studiums ist - bezogen auf den späteren Arbeitsalltag. Da finde ich es nun einmal nicht fair, wenn uns weitere Stolpersteine in den Weg gelegt werden, die uns zusätzlich benachteiligen, obwohl dies hier nicht nötig ist.
Wir befinden uns in einer Krisensituation und das Schreiben der M2 Prüfung ist nicht durchführbar (zumindest nicht ohne erhöhten Aufwand). Die intelligenteste Entscheidung wäre es die M2-Prüfung zu erlassen und die Studenten direkt in das PJ zu senden. Dann haben die durchschnittlich 3% die normalerweise durchfallen diesmal halt Glück gehabt, das denke ich ist aber dennoch besser als die Prüfung zu verschieben. Bei dem erhöhten Aufwand, der mit dem Hammerexamen einhergeht, ist damit zu rechnen, dass mehr als 3% der Studenten nach dem PJ durchfallen und ich frage mich ob dem Gesundheitssystem damit dann eher gedient ist. Anstatt also das Risiko einzugehen, dass in einem Jahr mehr, prinzipiell vollständig ausgebildete, Ärzte auf den nächsten Examenstermin warten müssen, sollten sie in diesem Fall, der Situation angemessen, vielleicht ein Auge zudrücken.
Persönlich stößt es mir stark auf, wenn man uns ins Gesicht sagt, es wäre die beste Lösung für alle Beteiligten, wenn klar ersichtlich ist, dass dies nicht der Fall ist. Weder vom logistischen Aufwand her, noch von der Fairness gegenüber den Studierenden. Zudem man uns nicht einmal klare Informationen vorlegt, sondern eine völlig unausgereifte Idee. Die meisten von uns warten seit Tagen auf Informationen und selbst wenn welche kommen sind wir nicht schlauer als vorher.
Und an die Kommilitonen die alles Schlucken wollen, was man ihnen vorsetzt: Setzt euer Hirn doch mal selber ein anstatt allen anderen die Intelligenz abzusprechen und zu behaupten, dass wir nur egoistisch handeln. Lösungsvorschläge die keine Lösungen sind gehören halt kritisiert.
Anstatt immer den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, versucht doch mal etwas zu verbessern. Das gilt übrigens auch für das Gremium, dass sich den Spaß hier ausgedacht hat.
Avatar #820514
Medizinstudentin1994
am Freitag, 20. März 2020, 21:59

Unfassbar

Uns Medizinstudenten ist die aktuelle Krisensituation vollkommen bewusst und wir wollen helfen wo wir können. Dennoch haben wir monatelag von morgens bis abends/nachts auf das Examen gelernt, eine extreme Belastung und ein riesiger Zeitaufwand für uns. Als Ärzte von Morgen würden wir uns Wertschätzung erhoffen, und der Vorschlag das Examen ausfallen zu lassen, und dafür in einem Jahr nochmals dieselbe Prozedur zu durchgehen und auf M2 und M3 zu lernen, ist für uns keine Alternative. Tausende betroffene Medizinstudenten haben sich zusammengetan und gemeinsam mit der bvmd eine Alternative erarbeitet. Wir sind der Meinung dass es zur Zeit kein Problem darstelle, bei all den leeren Turnhallen und Schulen genügend Räume zu finden, um das Infektionsrisiko von uns Studenten auf ein Minimum zu reduzieren, und es gibt genügend Aufsichtspersonal (Menschen die zur Zeit beispielsweise aufgrund des Schulausfalls aushelfen könnten), die uns ohne Probleme beaufsichtigen können. Uns jetzt den Abschluss zu verweigern und stattdessen direkt ins Krankenhaus zu schicken halten wir für den völlig falschen Ansatz. Zudem es gerade so viele Medizinstudenten gibt die sich alle freiwillig melden um zu helfen wo sie nur können. Und dasselbe werden wir auch tun, aber eben erst in 3 Wochen, wenn unser Examen geschrieben ist. Die aktuelle Unsicherheit darüber ob das Examen stattfindet und ob weitergelernt werden soll, oder eben nicht, empfinden viele als unerträglich. Wir würden uns ein Entgegenkommen gegenüber uns Studenten wünschen.
Avatar #820748
Ortho/Unfallchirurg in spe :)
am Freitag, 20. März 2020, 21:52

Was ist, wenn einer von uns stirbt ?

HALTET ALLE DEN MUND !!!
JETZT REDE ICH !!

Ja ich lerne auch den ganzen Tag und sehe aus wie ein Penner. Keine Ahnung, ob ich heute schon was gegessen habe oder nicht und Neuro nervt usw.

Was ist aber wenn wir unser M2 schreiben und einer von uns stirbt 14 Tage später.
Mit dem ZNS denken und nicht mit dem Arsch !
Kannst du dann mit dir selber leben?
Oh ja wie schlimm ich muss ein paar Monate länger lernen.
Weißt du was ?
Stirb und halt die Klappe. Willst du, dass wir sterben oder was ?
Ja ich will auch fertig werden und der geilste Ortho – und Unfallchirurg werden

Halt mal dein Mund und nerv nicht!
Hab keine Lust wegen ein paar Nervensägen zu sterben
In einigen Ländern auf Gottes Erden sterben Menschen täglich
Avatar #820618
2020Medizinstudent
am Freitag, 20. März 2020, 21:09

So kann man NICHT mit den Ärzten von Morgen umgehen!

Es sind schlimme Zeiten, die Menschen sind verunsichert, eine Krise wie sie Deutschland noch nicht erlebt hat. Und genau in dieser Zeit brauchen wir Ärzte! So sehr wie vielleicht noch nie zuvor.
Hier ist eine ganze Generation junger Ärzte, 3 Wochen vor dem Staatsexamen, nachdem wir viele Monate damit verbracht haben uns nur darauf vorzubereiten. Lernen von morgens bis abends. Was das für eine Disziplin, für eine Aufopferung und ein Durchhaltevermögen erfordert, das kann jeder bestätigen der dieses Examen geschrieben hat. Und jetzt sagt man uns dass das Examen "EVENTUELL" ausfällt, ein Jahr nach hinten verschoben wird. Weil man nicht genugend Räume hat um zu gewährleisten dass wir uns nicht gegenseitig anstecken?
Und das, obwohl gerade überall leere Schulen und Turnhallen sind.
Wir sollen statt unseren Abschluss zu machen am besten jetzt sofort (OHNE ABSCHLUSS) ins KRankenhaus und hier helfen. Schön und gut. Ich weiß, dass an meiner Universität eine große Liste herumgeschickt wurde, auf der sich freiwillige Medizinstudenten eintragen sollten, die die Krankenhäuser im Kampf gegen Corona unterstützen sollen. Ich weiß auch, dass diese freiwilligen Studenten bisher noch gar nicht kontaktiert worden sind. Weshalb genau sollen dann wir jetzt sofort unser Examen abrechen und ins Krankenhaus, wenn es doch so viele andere freiwillige Medizinstudenten gibt die gerade liebend gerne helfen würden und die kein Examen schreiben?
Hier wird über unsere Köpfe hinweg entschieden. Mit der fadenscheinigen Begründung dass es "das Beste" für uns sei. Unter uns Medizinstudenten hat sich ein riesiger Widerstand geformt, wir sind milde formuliert stinksauer. Das ist keine Wertschätzung für unsere Arbeit. Für die Monate die wir bereits fürs Examen-Lernen investiert haben. Wir sind keine Drückeberger und wir sind auch nicht faul, wir wollen diese letzten 3 Wochen weiter aufs Examen lernen um dann am Tag direkt nach dem Examen im Krankenhaus zu helfen wo wir gebraucht werden. Es kann nicht sein dass eine ganze Generation an Ärzten entlassen wird ohne einen Abschluss zu haben! Und wie soll man dann nach dem Pj gleichzeitig für M2 und M3 lernen? Das ist völlig utopisch.
Avatar #820734
Medizin_studentin
am Freitag, 20. März 2020, 19:52

Die schlechteste Lösung

Ich habe ja noch nie irgendwo etwas kommentiert, aber wenn wir uns jetzt nicht zu Wort melden, wird absolut gegen unsere Interessen entschieden.
Es wurde viel Energie in die Examensvorbereitung investiert und wenn es möglich ist dieses Frühjahr noch Abitur zu schreiben, sollte das auch für das Examen gelten. Freie Hallen und Personal sollten zu organisieren sein und wenngleich die OP-Masken nicht den einzelnen vor einer Infektion schützen, sollten sie in der Masse getragen in Kombination mit einer großzügigen Raumplanung das Ansteckungsrisiko unter das eines Supermarktbesuches senken.
Und selbst, wenn die Durchführung des Examens vom 15.-17.04. nicht möglich sein sollte, sollte es doch unbedingt versucht werden einen frühestmöglichen Ersatztermin zu finde, zB. zwei oder vier Wochen später, dann könnte man immer noch rechtzeitig in's PJ starten und würde "nur" die freie Zeit zwischen Examen und PJ verlieren.
An alle, die diese Forderungen/Lösungsvorschläge egoistisch finden, kann ich nur an den Umstand erinnern, dass wir im Moment, und wahrscheinlich auch wenn die Krise ihren Höhepunkt erreicht, nicht unbedingt gebraucht werden. Wir Examenskandidaten stellen nur einen kleinen Teil der Studentenschaft dar und der Rest hat sich schon längst organisiert und bietet seine Hilfe in einem Umfang an, dass gar nicht alle davon gebraucht werden. Natürlich muss man diese Helfer im Gegensatz zu PJlern anständig bezahlen, aber es steht außer Frage, dass dieses Geld in der Krise zur Verfügung stehen wird, ansonsten läuft in diesem Land etwas grundlegend schief. Die Tätigkeiten, die Studenten übernehmen können, sind nun mal begrenzt und die Ansicht, dass noch mal 10 (?)% Studenten mehr massenhaft Leben retten naiv.
Zu dem Statement des Impp: Man kann die Lösung der Hammerexamens vertreten, das wäre für das Impp und die Länder natürlich die angenehmste Lösung, da man zügig noch ein paar billige Arbeitskräfte hätte und keine Examen in kleineren Gruppen organisieren müsste. Für die Studenten ist das aber die allerschlechteste Lösung und wer das dann nicht so kommuniziert, sondern von Benefiten spricht handelt maximal unaufrichtig und disqualifiziert sich persönlich für verantwortungsvolle Positionen.
Würden wir jetzt im April in's PJ starten, wären wir im April 2020 fertig. Dann bräuchten wir noch mindestens vier Monate für die Vorbereitung des Hammerexamens (konservativ gerechnet, die meisten rechnen diesen Zeitraum schon alleine für das M2 ein). Das ist schon ein Zeitverlust bis zur Approbation, der Studenten, die nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden, vor ernsthafte Probleme stellen kann, denn ich gehe nicht davon aus, dass sich das Impp solidarisch dafür ausspricht diesen Studenten ein Grundeinkommen zu bezahlen. Man kann natürlich auch das Examen früher stattfinden lassen, darunter werden mit absoluter Sicherheit die Noten leiden. Dies ist im Rahmen der Chancengleichheit zwischen den Jahrgängen äußerst unvorteilhaft, da es auch im Mangelberuf Arzt Stellen gibt, in denen die Note entscheidend ist.
Die einzige Möglichkeit, falls es bis Pj-Beginn absolut nicht möglich sein sollte das Examen zu schreiben, die nicht enorm zum Nachteil der Studenten wäre, wäre das Erlassen des Examens. Das klingt erst mal unvorstellbar und nach möglichen qualitativen Mängeln in der anschließenden Versorgung. Aber sind die Durchfallquoten nicht so gering, dass dieses Argument vernachlässigbar erscheint. Gibt es nicht noch das M3 als letzte Prüfung und den Nachweis der Scheine der Universitäten, als Garantie, dass gewisse Inhalte vorhanden sind? Und praktizieren hier inDeutschland nicht auch Mediziner aus dem Ausland, die nie ein PJ gemacht haben? Ich denke, dass ich ohne M2 und mit PJ und M3 fitter für die Tätigkeit als Arzt sein werde, als mit M2 und ohne Pj. Und immerhin ist der Lernplan inzwischen ja schon deutlich fortgeschritten, und bis vor einer Woche hätte ja niemand gedacht, dass diese Diskussion geführt werden wird.
Ich hoffe doch sehr, dass eine konstruktive Lösung gefunden wird, die kein Hammerexamen beinhaltet und bitte die Kollegen, die uns vielleicht als egoistisch bezeichnen zu verstehen, dass wir sofort helfen würden, wenn es dringend notwendig wäre. Dies ist aber dank der Vielzahl der Medizinstudenten aus den unteren Semestern nicht der Fall und ich finde auch als jemand, der seinen Beruf aus Interesse und Altruismus gewählt hat, und der umsonst studieren durfte (was als Teil unseres Gesellschaftsvertrages jeder darf), darf man für seine Interessen einstehen und kritisieren wenn etwas schlecht läuft. Auch ist es legitim finanzielle Interessen zu haben, wir haben alle schon fünf Jahre studiert und sind zwischen 25-35. Zu verlangen, dass man in dieser Situation bei einem Vollzeitjob, genug verdient um ohne Eltern und /oder Kredit über die Runden zu kommen ist nicht zu viel verlangt, das schaffen Referendare (Jura, Lehramt) und auch manche Ausbildungsberufe, wie Krankenschwestern, ja auch.
Avatar #820729
MED1
am Freitag, 20. März 2020, 18:57

Nein Danke!

Dieses Vorgehen ist eine absolute Frechheit, eine Prüfungsabsage wird mit der möglichen Ansteckungsgefahr begründet, gleichzeitig sollen jetzt 4600 Prüflinge im KH an forderster Front gegen Corona kämpfen? Lächerlich und an die unkollegialen unteruns die anscheinend mal wieder ihr selbstüberhötes ICH zu Schau stellen müssen, meldet euch von der Prüfung ab und helft wenn ihr so darauf brennt.... Dieser übertrieben Berufsphatos nervt und hat weniger mit nächsten Liebe zutun als mit der chronischen streben nach Selbstüberhöhung. Letztendlich geht es hier schlicht und ergreifend billige Arbeitskräfte zu rekrutieren.
Avatar #820725
MedizinerinM2
am Freitag, 20. März 2020, 18:14

Warum sind Mediziner SO egozentrisch?

Ich und viele andere meiner Kommilitonen verstehen die Diskussion unserer Mitstudenten hier und in den sozialen Medien nicht. Überall wird gesagt man soll drin bleiben, sich nicht treffen und es gibt tatsächlich Leute, die ein Examen mit 50 Menschen im Raum schreiben wollen? Auch ich habe mich 4 Monate lang vorbereitet, aber in dieser Situation ist es schlicht weg nicht angemessen, das Examen zu schreiben, wenn nicht sogar fahrlässig. Stichwort hier: exponentielles Wachstum. Überall werden Läden geschlossen (Vorbereitungszeit auf eigenes Unternehmen sicher über 4 Monate), Wahlen abgesagt, Prüfungen abgesagt, und wir Mediziner, die durch das M2 NICHT ZU ÄRZTEN werden, sollen eine Sondererlaubnis erhalten? Wo sind da die Präventivmaßnahmen, die gerade von uns vorbildlich durchgeführt werden sollten? Auch das Argument "wir müssen dann in die Klink wo wir Covid-19 ausgesetzt sind" kann ich nicht nachvollziehen. Leute, wir müssen dann ins PJ weil wir dringend benötigt werden, da geht es um Menschenleben. Das geht es bei der schriftlichen M2 Prüfung nicht, auch wenn euer Kosmos anscheinend darauf beschränkt ist. Das hat einfach eine ganz unterschiedliche Priorität. Bevor ihr so sauer werdet, weil ihr zu gegebener Zeit nochmal lernen müsst: Alle Menschen müssen gerade massiv einstecken! Dass das an uns nicht vorbeigeht, sollte uns klar sein.
Avatar #820722
Medstudi
am Freitag, 20. März 2020, 18:04

Wo ist der Sinn

Ich verstehe, dass es eine besondere Situation ist, die ggf. auch besondere Maßnahmen erfordert.
Aber wie kommt man zu dem Schluss, dass es aus Gründen der Infektionsepidemiologie bzw. der Risikoreduktion Sinn ergibt, das M2 zu verschieben, uns aber im gleichen Atemzug entsendet zu helfen, eben diese Krankheit zu behandeln? In Krankenhäusern in denen es an Schutzkleidung etc mangelt...
Wo ist das Infektionsrisiko größer...
Avatar #820704
Wirus
am Freitag, 20. März 2020, 16:34

witzig

Dozent: Liebe Studierenden, in 4 Monaten schreibt ihr eine schwere Prüfung, also lieber jetzt anfangen zu lernen. Danach dürft ihr (umsonst) arbeiten.
Studierenden: OK!

4 Monate später..

Dozent: Liebe Studierenden, ich habe eine gute Nachricht für euch! Ihr könnt jetzt schon (umsonst) arbeiten!
S: Super! d.h. wir alle haben bestanden? :D
D: nein nein, die Prüfung schreibt ihr noch nach einem Jahr.
S: a- aber dann müssen wir uns nochmal paar Monate vorbereiten..
D: ist mir ja egal.
Avatar #820700
medstudi2020
am Freitag, 20. März 2020, 15:38

Gute Lösung!!!!

Es ist teilweise unfassbar, wie egoistisch hier seitens der Studenten argumentiert wird. Wir haben alle gelernt, wir haben alle viel Zeit in die Vorbereitung dieses Examens gesteckt, ABER es gibt nunmal im Leben Situationen, in denen man über sowas hinwegsehen muss! Was jetzt an erster Stelle steht, ist: HELFEN!!!! Ob wir das Examen jetzt oder 2021 schreiben, ist doch gleich, wenn wir JETZT gebraucht werden!
Wie kann man nur fünf ganze Jahre studieren und dieses Verantwortungsgefühl und das Bewusstsein helfen zu müssen nicht entwickelt haben???
Mir wird schlecht, wenn ich Kommentare wie "Und das ist der Dank dafür..." lese!! Geht's noch? Seid ihr mal dankbar dafür, dass ihr überhaupt studieren dürft ohne Studiengebühren!

Eine Krisensituation erfordert besondere Maßnahmen und wir alle sollten gerade jetzt dazu bereit sein, unseren Mitmenschen zu helfen!! Andere Menschen verlieren gerade in unserem Land ihre Liebsten, ihre Existenzen und wir heulen rum, weil vielleicht (!) unser Examen um ein Jahr verschoben wird??? Ganz ehrlich, sucht euch doch einen anderen Job, wenn ihr so drauf seid!! Unglaublich!
Avatar #820557
Medizinstudent34544
am Freitag, 20. März 2020, 14:23

In Italien würde auch das Examen abgesagt! Was wenn Prüfungskandidaten aus Riskogebieten kommen! Es ist einfach nicht zumutbar und wir sollten sofort am liebsten gleich am Montag mit dem PJ anfangen

Ich möchte lieber jemand sein, der in so einer Kriesensituation mitwirkt und hilft, anstelle von rum sitzen und lernen. In der selben Zeit sterben Menschen, die vielleicht mit der sofortigen Hilfe von 4600 Medizinern doch überlebt hätten.
Es ist zwar eine Frechheit von IMPP aber ich will da nicht stehen bleiben!
Entlastung für uns wäre ohne Examen und ohne nachholtermin sofort loslegen und arbeiten zu dürfen.

Es wäre aber trotzdem ok die jenigen welchen, die mit dem Konsequenz im Frühjahr 2021 M2 schreiben zu müssen Kompromiss finden, die Möglichkeit zu geben sofort mit PJ anzufangen und den Menschen somit Hilfe zu leisten.

Aber auch die andern, die lieber Zuhause sitzen wollen und weiter lernen wollen, während andere sterben, die Möglichkeit geben M2 in der für M2 vorgesehenen Zeit zu schreiben. Danach könnten sie auch vielleicht mit dem (?) Gewissen noch einen Monat Urlaub machen, bevor sie gemütlich mit ihrem PJ anfangen.

Ich wünsche für die letzteren einen ruhigen Schlaf und ein gelungenes Examen ( das macht bestimmt gute Ärzte)

Ich möchte helfen und mitwirken und zwar sofort und mir ist egal wann ich Examen schreibe ( angemessen und entlastend wäre aber gänzlich M2 fallen zu lassen)
Mit freundlichen Grüßen
Avatar #820653
Medizin2020
am Freitag, 20. März 2020, 13:02

Und das ist jetzt der Dank dafür...

Jahre lang gebüffelt, um zum Ziel zu gelangen. Jetzt kurz vor dem Ziel, mit dem Messer von hinten... und das mit Anlauf. Anders kann man Ihr Vorhaben nicht bezeichnen, Frau Jünger. "Benefit" für beide Seiten, das ist wirklich lächerlich. Monatelanges Lernen der Studenten wird jetzt damit belohnt, in über 12 Monaten sich erneut monatelang vor den Schreibtisch zu setzen und kommen Sie bitte nicht mit "Es muss eh alles zu jeder Zeit sitzen". Das tut es bei keinem Arzt!!
Es gibt auch Mütter und Väter unter den Studierenden, genauso auch Studierende, die Familienangehörige pflegen. Das Familienleben wurde für die kommende Prüfung umorganisiert sogar enorm eingestellt, damit man beruflich weiterkommt und das ist jetzt der Dank dafür!?! Und ich sehe das genauso: Wieso ist es nicht möglich, weitere Sääle anzumieten, bzw. Prüflinge so hinzusetzen, dass ausreichend Abstand ist. Meinetwegen verteilen Sie doch einen Mundschutz. Alle finden einen Weg... die Krankenhäuser, die Apotheken, die Arztpraxen, dass Menschen sich möglichst aus dem Weg gehen können, das muss doch auch bei dieser Prüfung organisatorisch möglich sein?! Und glauben Sie wirklich, die kommenden PJler gehen motiviert an die Arbeit heran, wenn Sie das M2 nun streichen??? Da bekommt das Wort "Hilfsarbeiter" nochmal eine ganz neue Bedeutung!!!
Avatar #820656
Medizinstudent München
am Freitag, 20. März 2020, 12:08

Wieso nicht die Mühe machen..?

Ich schließe mich da den Kommentaren an. Mir ist nicht ganz klar, wieso sich nicht die Mühe gemacht wird ein Hygieneprotokoll für den Ablauf des M2 zu erstellen. Es sollte doch gerade derzeitig genügend freie Räumlichkeiten und Universitätspersonal geben zur Beaufsichtigung. Es ist eine schriftliche Prüfung bei der auch ohne Virusgefahr keine Nähe zu anderen Studierenden bestehen sollte. Dann sitzen halt keine 150 Leute im Prüfungssaal 1,5 Meter auseinander, sondern eben 15 Leute 5 Meter auseinander. Ich denke eine Prüfungsbedingung wie einer Quarantäne zuzustimmen 14 Tage vor bzw. nach der Prüfung, wäre auch machbar.
Bei mir verbleibt einfach Verwunderung darüber, dass diese Möglichkeiten scheinbar keine Beachtung finden.
Wenn 4600 Studenten in einem Jahr das Examen nachholen hat man sowieso die Arbeit doppelt soviele Räume suchen zu müssen.
Avatar #820641
Medizinstudent*in
am Freitag, 20. März 2020, 11:21

Bitte um eine schnelle und faire Entscheidung

Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation und wir wollen so schnell und so gut wie möglich helfen! Aber nicht nur das Gesundheitssystem befindet sich in einer Ausnahmesituation, sondern auch wir. Auch ohne Corona liegen die Nerven vor so einer Prüfung blank; uns in der Ungewissheit zu lassen, ob, wie, wann und wo wir die Prüfung schreiben werden, strapaziert die letzten Nervenfasern. Die Kommunikation ist unterirdisch, ich bitte daher, um eine SCHNELLE Entscheidung, auch um bei einem Absagen der Prüfung für einige wenige Tage Kraft und Energie zu schöpfen um diesem beschissenen Virus dann mit vollem Engegement und Einsatz begegnen zu können! Bitte bedenken Sie bei ihrer Entscheidungsfindung auch die finanziellen und privaten Sorgen, die auch wir durch die notwenigen Maßnahmen haben werden und lassen Sie uns nicht weiterhin in Ungewissheit!
Avatar #820620
Medizinstudentin Bonn
am Freitag, 20. März 2020, 10:36

Sehr geehrte Frau Jünger!

Sehr geehrte Frau Jünger,
bitte glauben Sie uns: wir alle haben Verständnis für diese außergewöhnliche Situation.
Dennoch ist es nicht akzeptabel ein Staatsexamen, auf das wir uns schon seit Monaten vorbereiten, einfach um ein ganzes Jahr zu verschieben. Das ist weder fair, wertschätzend, entgegenkommend noch ein „Benefit“ für beide Seiten. Die Examensvorbereitung ist schon unter normalen Umständen sehr anstrengend und besonders psychisch sehr belastend. Gerade jetzt so kurz vorher ist das Einzige, was uns noch aufrecht hält, der Gedanke, dass es bald geschafft ist.
Dass in so einer Situation ein Kompromiss gefunden werden muss, ist uns klar. Aber Ihr Vorschlag für und das Hammerexamen einfach wieder einzuführen und das 3 Wochen vor der eigentlichen Prüfung, ist KEIN Kompromiss, sondern eine Entscheidung ohne Berücksichtigung und Wertschätzung uns als zukünftigen Ärzten gegenüber.
Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, warum ein Staatsexamen, auch unter diesen Umständen mit der nötigen Planung und Anpassung an die Situation, nicht stattfinden kann! Unser Studium unterliegt der Approbationsordnung und darauf müssen wir uns verlassen können. Es kann nicht sein, dass wir für diese Situation bestraft werden, wobei die Jahrgänge vor und nach uns ganz normal nach Approbationsordnung studieren.
Unsere Ausbildung während des PJ wird voraussichtlich unter der jetzigen Situation leiden und bestimmt nicht so verlaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Das lässt sich nicht ändern und wir sind bereit zu helfen, wo wir können. Trotzdem und gerade deshalb sind wir nicht bereit, ihren „Kompromiss“ zu akzeptieren!
Ein wirklicher „Benefit“ für beide Seiten könnte so aussehen:
• Es bleibt noch genug Zeit, um Räume und Personal so zu organisieren, dass das Examen in kleinen Gruppen am geplanten Termin stattfinden kann.
• Auch wenn das mehr Zeit bräuchte, wäre eine Verschiebung um z. B. 14 Tage möglich.
• Wir sind bereit, direkt am Tag nach dem Examen mit dem PJ zu beginnen. Das wären nur noch 4 Wochen. Es muss doch möglich sein, diese Zeit zu überbrücken, gerade da sich viele unserer Kommilitonen schon freiwillig gemeldet haben, um in den Krankenhäusern zu helfen.
• Wir sind bereit so schnell es geht zu helfen, aber eben nicht ohne unser Examen! Die Ausstellung einer Bestehensurkunde für das M2 ohne Note für alle Examenskandidaten ist auch eine Möglichkeit(nach Vorbild Italien). So gäbe es keine Probleme bei der Durchführung der Prüfung und wir könnten direkt anfangen mitzuhelfen. Das M3 könnte dann in einem Jahr wie geplant stattfinden und die Abschlussnote aus M1 und M3 berechnet werden. Wenn Sie die Approbationsordnung jetzt so einfach ändern können, dann muss das auch für diese Möglichkeit gelten!

Wir sind bereit mitzuhelfen, wollen Verantwortung übernehmen und lernen schon seit Monaten dafür! Wir sind offen für Kompromisse. Bitte zeigen Sie uns und unserer Situation gegenüber Verständnis und lassen Sie uns einen wahren Kompromiss finden!

Avatar #820618
2020Medizinstudent
am Freitag, 20. März 2020, 09:47

Nicht akzeptabel!

So darf man mit uns, Ärzte von morgen, NICHT umgehen. Hier von einem "Benefit" der Medizinstudenten zu sprechen völlig unverschämt.
Wir sind in einer Krisensituation wie Deutschland es noch nicht erlebt hat, Deutschland ist auf uns Ärzte angewiesen. Man muss handeln, das Infektionsririko minimieren, man kann auch Ausgangssperre erteilen, aber man braucht gerade in dieser Situation Ärzte. Uns daran hindern Ärzte zu werden ist der falsche Weg! Es ist kein Problem genügend leere Turnhallen zu finden um uns zum Examen weit genug auseinanderzusetzen um das Infektionsrisiko zu minimieren. Am Tag nach dem Examen kommen wir und helfen FREIWILLIG im Krankenhaus mit. Wir sind NICHT egoistisch, wir denken nicht nur an uns selbst. Wir haben Monate unseres Lebens damit verbracht, um für die Abschlussprüfung zu lernen, um gute Ärzte zu werden. Um in genau dieser Situation auch sinnvoll helfen zu können. Diese Prüfung steht jetzt direkt vor der Türe. War jetzt monatelanges Lernen völlig umsonst?
Es gibt so viele freiwillig helfende Medizinstudenten, dafür kann man uns Examensschreiber jetzt noch 3 Wochen bis zum Examen lernen lassen. Wir helfen, wenn wir gebraucht werden, deshalb werden wir Ärzte. Wir wollen gute Ärzte sein, die einen Abschluss haben, die dann sinnvoll eingesetzt werden, es gibt keinen Grund uns daran zu hindern unser Staatsexamen zu schreiben. Wenn man uns jetzt so kurz vor dem Examen als billige /kostenlose Arbeitskraft in die Klinik steckt und unser Examen ausfallen lässt, um dann im nächsten Jahr erneut monatelang aufs Examen zu lernen fällt nächstes Jahr viel Zeit weg, in der wir nicht als Ärzte arbeiten können. Deutschland braucht jetzt Ärzte und uns daran hindern unser Staatsexamen zu schreiben ist der falsche Weg! Redet mit uns, entscheidet nicht über unsere Köpfe hinweg! Es gibt einen riesen Aufschrei unter uns Medizinstudenten, das lassen wir nicht mit uns machen, so darf man uns nicht behanden, das ist KEINE WERTSCHÄTZUNG!
Avatar #820606
Super Idee, wir werden
am Freitag, 20. März 2020, 08:44

Super Idee, seid nicht egoistisch, es kann jeden treffen!

Also ich finde die Idee sehr gut, mit dem Vorteil auf beiden Seiten ist einfach gemeint, dass der Staat versucht in dieser Krisen-Situation dafür Sorge zu tragen, dass in den Kliniken genug Personal ist und wir durch einen Ausfall der Prüfung keine Zeit zum Beenden des Studiums verlieren. So gesehen ist es ein Benefit. Ich bin Mutter von 2 Kleinkindern und es ist absolut unmutbar in dieser Situation zu lernen! Kinder zu Hause, da Betreuung bei der Tagesmutter aufgehoben. Da mein Mann zu Hause bleiben könnte, könnte ich, wie sonst auch in Bibliotheken, an der Uni oder in Lerncafes lernen, aber alles zu! Und wie sind zur Zeit alle psychisch abgelenkt und lassen
Uns durch laufende Nachrichten ablenken, weil sie eben auch uns oder unsere Liebsten betreffen könnten. Seid nicht egoistisch, stellt euch vor, das Examen findet satt, ihr seid top vorbereitet, sitzt aber in Quarantäne. Ja, krank kann man immer sein, aber das Risiko in einer Pandemie zu erkranken ist wohl größer als gewöhnlich. So hättet ihr mindestens ein halbes Jahr verloren und der Staat könnte euch auch nicht einsetzten, wie hätten alle nichts von! Daher vielleicht drüber nachdenken, warum man Arzt werden wollte ?! Es kann tatsächlich jeden treffen und wie soll das IMPP versichern, dass in der Prüfung alles glatt läuft ? Ich selbst habe gestern beim LPA angerufen und die sagten mir, auch wenn die Regierung heute beschließt , dass alles beim Alten bleibt und die Einladungen raus gehen, können die immer noch 1 Std vor der Prüfung alles absagen, wenn es in 3,5 Wochen schlimmer werden soll und das wird definitiv. Mit jedem Tag mehr Infizierte, als angehende Mediziner sollte es euch nicht verwundern ! Wollte ihr jetzt 3,5 Wochen zu Hause sitzen und lernen, und am Ende wird alles abgesagt ? Es ist keine Garantie, auch wenn die die Prüfung zu lassen, also ich würde es lieber HEUTE wissen, als am Tag der Prüfung, wenn die Prüfung ausfallen sollte. Wer weiß, was passiert, wenn die Prüfung spontan abgesagt wird, vielleicht wird ein direktes PJ chaotischer und hätten am Ende nur Zeitverlust und müssen trotzdem helfen. Daher, wie gesagt, es wird sicherlich nicht zu unserem Nachteil sein!
Avatar #820514
Medizinstudentin1994
am Freitag, 20. März 2020, 08:38

Falsche Lösung! Das lassen wir NICHT mit uns machen

WO ist hier der Benefit für Studierende?
Das Examen ausfallen zu lassen ist der falsche Weg! Wir haben uns monatelang von morgens bis nachts auf dieses Examen vorbereitet, um jetzt kurz vorher zu hören dass das Examen nicht stattfinden kann. Weil wir nicht genügend Räume haben um zu garantieren dass genug Platz zwischen uns besteht, damit das Infektionsrisiko so gering wie möglich gehalten wird? Es gab wohl kaum eine Zeit in der so viele leer stehende Räume zur Verfügung standen. Damit wir sofort als billige/kostenlose Arbeitskraft im Krankenhaus eingesetz werden weil man uns ja umbedingt braucht?
Es gibt so viele Medizinstudenten die Initiativen gegründet, und sich freiwillig und unentgeldlich zur Hilfe im Kampf gegen Corona angeboten haben. So viele wollen helfen, doch sind es so viele freiwillige Helfer dass man gar nicht für alle einen Job bekommt.
Auch wir Examenskandidaten wollen helfen, noch 3 Wochen dann haben wir unser Examen und können direkt in der Klinik eingesetzt werden um mitzuhelfen. Und das machen wir gerne. Aber uns für unser Engagement bestrafen indem unser Examen ausfällt und monatelanges Lernen aufs Examen völlig umsonst war, ist nicht der richtige Weg.
Und was dann? Dann machen wir unser Pj und dann heißt es M2 (zusätzlich zu M3) nochmal machen, lernen am besten parallel zum PJ, wieder Monate unseres Lebens damit verbringen zu lernen. Monate des Lernens die wir auch in der Klinik arbeiten könnten und etwas sinnvolles tun. Jetzt ist es kein Monat mehr bis das Examen beginnt, lasst uns diese Zeit nutzen um zu lernen, unser Examen zu schreiben und am Tag nach dem Examen freiwillig fürs Krankenhaus zu arbeiten. Jedem, der uns vorwirft den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben, möchte ich sagen: esmgibt so viele freiwillige Helfer die diesen Job jetzt schon übernehmen die gerade kein Examen schreiben. Es wäre so viel weitsichtiger gedacht uns jetzt noch das Examen schreiben zu lassen und uns damit Wertschätzung und Anerkennung zu zeigen, damit wir auch freiwillig ins Pj starten.
Das lassen wir nicht mit uns machen, so darf man nicht mit den Menschen umgehen, die die Ärzte von Morgen sein sollen.
So über die Köpfe von uns Medizinstudenten hinweg zu entscheiden ist der falsche Weg! Wir engagieren uns, wir helfen freiwillig im Kampf gegen das Virus, aber diese Strapaze von monatelangem Lernen im nächsten Jahr (parallel zum PJ und M2) nochmals zu haben, das ist unzumutbar, es ist reine Bestrafung und keine Wertschätzung! Und jeder der den Examenslernplan durchgemacht weiß das!
Avatar #731605
Christoph Runge, Hamburg
am Freitag, 20. März 2020, 07:07

Studenten sollen für Misswirtschaft privater Klinikkonzerne herhalten?

Ich bin niedergelassener Kinderarzt.

Mal ehrlich!

Wo ist man sicherer? In Messehallen mit viel Abstand am Einzeltisch mit Maske und Desinfektionsmittel bei der Prüfung oder ohne ausreichende Schutzausrüstung in der Klinik?

Besser kann es für die Klinikkonzerne und die Politik nicht kommen. Jahrelang wurde von der Bertelsmann“Stiftung“ gerufen, wir hätten zu viele Krankenhäuser und Betten, es müde gekürzt werden. Es gäbe zu viele Mitarbeiter. Die Liegezeiten dein zu lang. Es sei unökonomisch. Unser Gesundheitssystem sei zu teuer... Dabei wurden aber über 15% Umsatzrendite an die Aktionäre auf Kosten von Patienten und Mitarbeiter ausgeschüttet. Und das unter kräftiger Mitwirkung zahlreicher Gesundheitspolitiker.

Nun soll unsere Ausbildung auf Kosten der kommenden Jungärzte gekippt werden, um das Versagen eines von der Bevölkerung nicht gewollten Privatisierungsexperimentes auszubügeln?
Und dann bekommen Asklepios und Helios und Co auch noch auf staatliche Anordnung kostenlose Pfleger, Dienstboten von der Politik gestellt?
Erstaunlich wie es das Grosskapital immer wieder schafft, mit seinen Netzwerken selbst in Krisen wieder Möglichkeiten der Gewinnmaximierung zu entdecken. Ziemlich durchsichtig!
Dem sollte man nicht auf den Leim gehen!
Avatar #820588
Medizinstudent08-15
am Freitag, 20. März 2020, 02:59

Ein bisschen unverschämt ist das schon, oder?

So schnell wie möglich als Pjler in den Kliniken helfen? Ja, unbedingt!
Dafür die M2-Prüfung, für die ich monatelang gelernt habe, ausfallen lassen? Ja, kein Problem! Sofern die Durchschnittsnote meiner klinischen Studienleistungen als M2-Äquivalent angerechnet werden.
Dann könnte man zumindest fast von einem "Benefit" für beide Seiten sprechen, Frau Jünger!
Den Studenten (deren aktive Mithilfe zur Bewältigung der aktuellen Krise m. M. n. selbstverständlich sein sollte) aber als M2-Ersatz ein parallel zum PJ vorzubereitendes Hammerexamen in Aussicht zu stellen, ist eine ganz traurige und arme Nummer.
Zumal die auch zu Nicht-Pandemie-Zeiten kaum stattfindende praktische Ausbildung im Rahmen des PJ unter den gegebenen Umständigen wohl komplett flach fallen dürfte.
Avatar #820582
Medecine
am Freitag, 20. März 2020, 01:24

Stimme zu

Heute gibt es in Deutschland mehr als 15 Tausend Fälle. Die Zahl verdoppelt sich jede 2-3 Tage. Am 15.04 wird es höchstwahrscheinlich ca. 200 Tausend Fälle geben. Es macht keinen Sinn dass in solcher Situation mehr als 50 Studenten im gleichen Raum für 3 Tage je 5 Stunden zusammen sitzen und die gleiche Luft atmen.

Die beste Lösung wäre den M2 im April 2020 abzusagen und auf „Ende Mai oder Juni 2021“ zu verschieben. NICHT auf April 2021, um uns die Möglichkeit zu geben nach dem PJ uns vorzubereiten.
In diesem Fall würden im Juni 2021 zwei Gruppen von Studenten zusammen geprüft: diejenige die das PJ abgeschlossen haben und diejenige die das 10. Semester abgeschlossen haben. Die zweite Gruppe wird mehr Zeit zum Lernen haben können. Das Kombinieren der zwei Gruppen dient dazu die IMPP Aufgabe zu erleichtern und die Vorbereitung zwei unterschiedliche Prüfungen im April und Juni 2021 zu vermeiden.

- Manche Kommentare schlagen vor dass die M2 Note aus dem Durchschnitt erbrachter Studienleistugen besteht. Nach dem Äquivalenzprinzip ist das nicht fair. Es sollte eine standardisierte Prüfung für alle Studenten aller Universitäten deutschlandweit geben.
- Es kann auch nicht komplett auf den M2 verzichtet werden weil im M3 wird nur 3-4 Fächer geprüft werden. Im M2 jedoch alle klinische Fächer.

Von daher ist m. E. die fairste Lösung für Studenten dass die M2 und M3 im Juni 2021 stattfinden. Das PJ fängt ganz normal am 18.05.20 an.
Avatar #820557
Medizinstudent34544
am Freitag, 20. März 2020, 01:23

Jeder darf selbst bestimmen! Zuhause weiter rumsitzen oder sofort Mitwirkend und nützlich sein!

Ich möchte lieber jemand sein, der in so einer Kriesensituation mitwirkt und hilft, anstelle von rum sitzen und lernen. In der selben Zeit sterben Menschen, die vielleicht mit der sofortigen Hilfe von 4600 Medizinern doch überlebt hätten.
Es ist zwar eine Frechheit von IMPP aber ich will da nicht stehen bleiben!
Entlastung für uns wäre ohne Examen und ohne nachholtermin sofort loslegen und arbeiten zu dürfen.

Es wäre aber trotzdem ok die jenigen welchen, die mit dem Konsequenz im Frühjahr 2021 M2 schreiben zu müssen Kompromiss finden, die Möglichkeit zu geben sofort mit PJ anzufangen und den Menschen somit Hilfe zu leisten.

Aber auch die andern, die lieber Zuhause sitzen wollen und weiter lernen wollen, während andere sterben, die Möglichkeit geben M2 in der für M2 vorgesehenen Zeit zu schreiben. Danach könnten sie auch vielleicht mit dem (?) Gewissen noch einen Monat Urlaub machen, bevor sie gemütlich mit ihrem PJ anfangen.

Ich wünsche für die letzteren einen ruhigen Schlaf und ein gelungenes Examen ( das macht bestimmt gute Ärzte)

Ich möchte helfen und mitwirken und zwar sofort und mir ist egal wann ich Examen schreibe ( angemessen und entlastend wäre aber gänzlich M2 fallen zu lassen)
Mit freundlichen Grüßen
Avatar #820557
Medizinstudent34544
am Donnerstag, 19. März 2020, 23:28

Jeder darf selbst bestimmen! Looser zu sein und Zuhause weiter rumsitzen oder sofort Mitwirkend und nützlich zu sein!

Ich möchte lieber jemand sein, der in so einer Kriesensituation mitwirkt und hilft, anstelle von rum sitzen und lernen. In der selben Zeit sterben Menschen, die vielleicht mit der sofortigen Hilfe von 4600 Medizinern doch überlebt hätten.
Es wäre super den jenigen welchen, die mit dem Konsequenz im Frühjahr 2021 M2 schreiben zu müssen Kompromiss finden, die Möglichkeit zu geben sofort mit PJ anzufangen und den Menschen somit Hilfe zu leisten.
Aber auch die andern, die lieber Zuhause sitzen wollen und weiter lernen wollen, während andere sterben, die Möglichkeit geben M2 in der für M2 vorgesehenen Zeit zu schreiben. Danach könnten sie auch vielleicht mit dem (?) Gewissen noch einen Monat Urlaub machen, bevor sie gemütlich mit ihrem PJ anfangen.

Ich wünsche für die letzteren einen ruhigen Schlaf und ein gelungenes Examen ( das macht bestimmt gute Ärzte)

Ich möchte helfen und mitwirken und zwar sofort und mir ist egal wann ich Examen schreibe
Mit freundlichen Grüßen
Avatar #820574
abcdefgh
am Donnerstag, 19. März 2020, 23:26

euer ernst?!

Jeder will helfen. Dafür studieren wir das alles ja.
Aber wer sich ernsthaft diese bodenlose Frechheit des Impp gefallen lassen möchte und dazu noch hier groß die Moralkeule schwingt, macht die PJ-Studenten noch weiter zum Spielball der willkürlichen Ausbeute. Falsches Signal. Geschlossenheit zeigen!
Ich möchte mich den Vorkommentaren zu konstruktiven Lösungen des M2 Problems im GEGENSEITIGEN Entgegenkommen anschließen.
Es gibt so viele kreative und funktionale Lösungsvorschläge, dass dieses Disaster (auch hinsichtlich der Kommunikation und des Umgangs) des Impp nicht deren Ernst sein kann.
Passt auf euch auf und lasst euch vor lauter Helfen nicht alles gefallen. Von jungen aber kaputten Ärzten hat auch keiner was.
Avatar #820576
Pjdaddy83
am Donnerstag, 19. März 2020, 23:21

PJler adeln.

Ich würde das m3 ausfallen lassen und den PJler die jetzt fertig werden die Urkunde in die hand drücken damit sie loslegen können. 0,4% Durchfallquote im M3 ist der Aufwand nicht wert.

So hat Deutschland 4000 neue Ärzte die ihre Tätigkeit aufnehmen in allen möglichen Fachrichtungen. Ansonsten bindet man nicht nur 6-10 Wochen lang bis zum m3 die PJler sondern auch während der Prüfungsphase täglich die Oberärzte die diese abnehmen müssen.

Die Not rechtfertigt die Mittel! Ich bin bereit! Meine Unterlagen für die Approbation liegen vor mir ich Brauch nur noch eine Urkunde. &#128514;
Avatar #820572
Helfersyndrom
am Donnerstag, 19. März 2020, 23:00

Entlasten statt bestrafen

Wir befinden uns in einer Krise, die sich innerhalb weniger Tage und Wochen dramatisch zuspitzen wird. Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Wenn die sichere Durchführung des Examens aktuell nicht gewährleistet werden kann, muss man andere Lösungen finden, die tatsächlich einen Benefit für alle bedeuten. Die Frühjahrsexamina 2020 M2 und M3 sollte man jetzt ersatzlos entfallen lassen und die betreffenden Studenten sofort als PJler bzw. als frische Ärzte einsetzen. Andere europäische Länder wie Italien machen es vor. Ein Notendurchschnitt aus den bisherigen Noten könnte gebildet werden, wer jetzt vor dem PJ steht könnte im Frühjahr 2021 nur die M3 machen. Wir sind hochmotiviert und wollen doch helfen, wir sitzen an unseren Schreibtischen, versuchen uns zu konzentrieren, obwohl unklar ist, ob überhaupt geprüft werden kann und obwohl wir eigentlich jetzt, da gerade noch die Möglichkeit besteht uns einzuarbeiten, in den Kliniken eingesetzt werden müssten. Wir alle haben nicht ohne Grund Medizin studiert, wir wollen bestmöglich helfen! Aber dafür sollten wir nicht im Nachhinein für das Riskieren unserer Gesundheit und das mögliche Inkauf nehmen von Fehltagen für Corona-Quarantäne oder Erkrankung mit einem für uns lerntechnisch nicht zu realisierenden Hammerexamen bestraft werden!
Avatar #820570
Johada
am Donnerstag, 19. März 2020, 22:21

Schlechte Kommunikation

Die Personalkapazitäten, die zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie durch eine Absage der im April 2020 zu schreibenden M2-Prüfungen und das "Vorziehen" des PJ gewonnen werden könnten, stehen in keinem Verhältnis zu dem Schaden der dadurch mittelfristig entstehen könnte. Bis eine politische Entscheidung hierüber getroffen worden sein wird, werden einige Tage ins Land gehen. Bis die Examenskandidaten hierüber informiert und in den Klinikbetrieb eingegliedert sein werden, wird es zu weiteren Verzögerungen kommen. Mit einer umfassenden Eingliederung ist wohl kaum vor Anfang April zu rechnen, sodass sich die hierdurch ergebenden Personalkapazitäten lediglich in einem Zeitraum von zwei bis maximal drei Wochen positiv bemerkbar machen werden. Die Konsequenz wird aber sein, dass die jetzigen Examenskandidaten aufgrund des erneuten Lernaufwandes nach ihrem vorgezogenen PJ für etwa drei bis vier Monate zusätzlich nicht in den Ausbildungsstätten werden arbeiten können. Zu dem Zeitpunkt, zu dem das System wieder umgestellt wird und das M2 Voraussetzung für den Beginn des PJ ist, werden dies Kapazitäten dort fehlen. Insofern werden sich Folgeprobleme für die medizinische Versorgung ergeben, die außer Verhältnis zum hier angestrebten Zweck stehen. Dies gilt nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer ungewissen Entwicklung der COVID-19-Pandemie. Die Verantwortlichen sollten sich daher überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, wenigstens den M2-Durchgang im April 2020 wie geplant durchzuführen und die Zeit bis dahin anderweitig zu überbrücken.
Avatar #820565
aramia25
am Donnerstag, 19. März 2020, 22:13

Ich weiß nicht . . . .

. . . .ob das die richtige Lösung ist. Ich bin Krankenschwester, auch jetzt schon an der Front, lerne wie die meisten von uns schon seit Monaten. Aber wenigstens werde ich dafür einigermaßen gut bezahlt. Meine Dienste sind bereits geplant (naja, das was jetzt davon noch übrig ist) bis zum PJ-Beginn und diese Doppelbelastung habe bestimmt nicht nur ich.
Selbst wenn wir jetzt mit dem PJ beginnen und theoretisch krank werden, aber wir nur 30 Tage Urlaub im PJ haben, werden diese Krankheitstage direkt davon abgezogen. Dazu schlechtes Gehalt und dann ein Benefit, den ich überhaupt nicht als Benefit anerkenne.
Ein Benefit wäre: nehmt den Querschnitt der Noten aus der Klinik, lasst uns ins PJ und 2021 dann das M3. DAS wäre ein Benefit und nicht eine zusätzliche Belastung.
Das Landesprüfungsamt schiebt sich die Situation gerade so zurecht, wie sie sie brauchen.
Avatar #820564
Ayman Elmashala
am Donnerstag, 19. März 2020, 22:01

Leider müssen wir an die Front!

In einem Monat ist es vlt zu spät !
So schlimm und hart ist es, wäre ich tatsächlich dafür, dass wir ab morgen mit dem Pj anfangen!
Wer Freunde im Krankenhaus hat, weiß genau unter welcher Last sie momentan stehen und wie dringend Personal grd gebraucht wird!
Ich stell mich zur Verfügung und werde die Petition nicht unterzeichnen!
Ich habe ein Semester lang gelernt aber wir werden grd gebraucht und es wäre sehr egoistisch zu Hause zu bleiben und zu lernen!
Das Examen werden wir alle schaffen, egal ob dieses Jahr oder nächstes !
Avatar #813575
Pascal_M-S
am Donnerstag, 19. März 2020, 21:48

Argumentation ist mir unbegreiflich

Auf diese Argumentation muss man erst mal kommen:
- So eine Prüfung ist so schwer durchzuführen, weil es an Räumen fehlt.
Mensch, leider gibt es ja gerade nicht massenhaft Schulen und Turnhallen, die aufgrund der Situation komplett leer und verweist sind. In solchen Einrichtungen könnte man auch überhaupt nicht schreiben, weil man dort keine Kreuze setzten kann – die älteren werden sich erinnern, das dass weder bei Abitur noch Physikum JE vorgekommen ist
- Es könnte schwierig werden, die zu beaufsichtigen
Schade, dass die jeweiligen Lehrer auch gar keine Zeit haben, weil die alle so sehr mit Unterrichtsvorbereitung beschäftig sind. Auch bei anderen Berufsgruppen kommt es ja aufgrund von Covid-19 NIE zu Arbeitsausfällen. Das ist einfach nicht zu organisieren. SAD!

Deswegen endlich eine Lösung mit echtem Benefit für ALLE Seiten:
- Das IMPP muss akut gar nix organisieren : Profit!
- Die Studenten gehen für umsonst sofort ins Krankenhaus und arbeiten in gefährlicher Situation lange Schichten ohne garantierte Bezahlung, Krankheitstage und Infrastruktur (das übliche halt) Profit!
- Die Studenten dürfen dabei aber gleichzeitig den gesamten Themenkatalog nochmal wiederholen. Das macht am Ende eines Kliniktages so richtig laune! Profit!
- Die alten Hasen beim IMPP dürfen sich auf die Schuler klopfen und mal wieder sagen: „Siehste, warum sollen die jungen es besser haben als wir es mal hatten“ Profit!
Falls das jetzt unausgeglichen klingt – keine Sorge, liebe Studis – dafür dürft ihr die M3 in einem Jahr in kleineren Gruppen abhalten. Das klingt doch super geil, wenn ihr bis dahin im PJ euch noch kein Covid eingefangen haben solltet (diese Möglichkeit besteht theoretisch ja vielleicht, keine Ahnung). Fangt ihr sie euch dafür nicht bei der M3 an. Ein Super-Deal für alle Seiten!
Und wenn ihr euch jetzt immer noch beschwert, stellen wir euch einfach in der Öffentlichkeit dar, als WOLLTET ihr einfach in der Krise nicht helfen. Dann werdet ihr schön wieder angekrochen kommen, weil euer überentwickeltes Über-Ich euch schon in eure Schranken weißen wird. Na, zufrieden? Ein echter Super-Deal für alle Seiten!
Oh hoppla, ich dachte ich wäre hier beim Postillion gelandet. Ist das hier WIRKLICH das Ärzteblatt? Und ich dachte, die Zeiten eines verständnisvollen Umgangs mit jungen Medizinern sei angebrochen, in der man geradezu WILL, das die danach Lust haben, in Deutschland klinisch zu arbeiten! Vielen Dank Frau Jung, dass sie dieses Missverständnis aufgeklärt haben!
Avatar #820549
Rubikon
am Donnerstag, 19. März 2020, 21:46

Abitur geht, aber Examen nicht?

Gestern Abend habe ich von der Stellungnahme des Verbands der Universitätskliniken (VUK) erfahren, die den zuständigen Landesministerien empfiehlt, das M2 Examen im April 2020 ausfallen zu lassen und auf 2021 zu verschieben.

Heute der nächste Schlag!

Dieser Vorschlag ist für die Studenten absolut unannehmbar. Man hat sich monatelang auf das Staatsexamen vorbereitet. Offensichtlich geht es auch gar nicht um eine Verlegung der Prüfung aufgrund der Ansteckungsgefahr, sondern die Universitätskliniken wollen schnell billige Arbeitskräfte. Die Zusammenlegung des M2 und M3 im Jahr 2021 ist unzumutbar und benachteiligt die Studenten massiv. Ist die Zeit zur Vorbereitung auf die mündlich-praktische Prüfung nach dem PJ schon knapp bemessen, so ist für eine erneute Vorbereitung für das M2 überhaupt keine Zeit. Die Anforderungen zudem auch ganz unterschiedlich.

Hinzu kommt, dass viele Studierende ihre Wohnungen an ihrern Heimatunis im Hinblick auf die Absolvierung ihrer PJ-Tertiale bereits gekündigt haben oder bereits schon neue Wohnungen bezogen und gemietet haben und daher gar nicht mehr am Standort ihrer Heimatuni wohnen.

Die Empfehlung

“Die Studierenden sollten dem Bedarf der Kliniken, der Praxen oder des ÖGD gemäß eingesetzt werden können. Die Bindung an Wahl- und Pflichtfächer sollte aufgehoben werden“

gewährleistet keine adäquate medizinische Ausbildung und ist für viele Studierende weder finanziell, noch planerisch kurzfristig umsetzbar. Ganz zu schweigen von den Nachteilen in der nach dem PJ stattfindenden M3 Prüfung, in welcher man dann in Fächern geprüft wird, in denen man keine klinischen Erfahrungen sammeln konnte.

Ich erwarte, dass der Marburger Bund, der BVMD und die Ärztekammern der Länder ganz klar Stellung zu der Empfehlung des VUK und des IMPP beziehen und diese aus schärfste ablehnen.

Wenn es deutschlandweit möglich ist, dass jetzt Abiturprüfungen zeitnah stattfinden, dann sicher auch Staatsexamen.
Avatar #820442
Medizinstudent 12
am Donnerstag, 19. März 2020, 21:30

Wir wollen helfen!

Einige hier scheinen nicht zu verstehen, was der Grund für die Fassungslosigkeit der Studierenden ist.
Wir wollen helfen, unseren Beitrag leisten - und das so schnell es geht. Zahlreiche Initiativen wurden von Studierenden der Medizin bereits gestartet. Zu unterstellen man denke nur an sich halte ich für eine Unverschämtheit diesen Menschen gegenüber.

Halten die betreffenden Personen, die Petitionen und Studierende kritisieren, dieses Verhalten wirklich für richtig?
Studenten die sich zum Teil ohne Entlohnung in die erste Reihe unserer Helfer stellen. Die unter Umständen selber Kinder zuhause haben für die sie sorgen müssen oder alte Menschen in ihrem Umfeld, die sie anstecken könnten?

Es geht hier einzig darum, dass diese Helfer nicht auch noch derart für Ihren benachteiligt werden.
Es geht hier um Entgegenkommen, um ein Miteinander (ein Benefit würde zB bedeuten diesen Studenten ihre bereits erbrachten Studienleistungen als Examensäquivalent anzurechnen).
Eine solche Ausnahmesituation erfordert besondere Maßnahmen - und rechtfertigt diese auch. Das betrifft aber beide Seiten.

Die Verantwortlichen sollten beginnen alle an einem Strang zu ziehen und sich gegenseitig so weit wie möglich zu unterstützen - man kann nur hoffen die Entscheidungsgremien sind sich dessen bewusst!
Avatar #820515
Medstudent999
am Donnerstag, 19. März 2020, 21:21

Ich kann diesem Beitrag nur beipflichten:

Medizinstudent 12:
Vielen hier scheint nicht bewusst zu sein was der Grund für die Aufregung tausender Studenten ist.
Wir wollen helfen - wir wollen unseren Beitrag leisten, wenn möglich sofort! Es wurden schon zahlreiche Initiativen von Medizinstudenten gestartet um sich zu engagieren. Eine Unverschämtheit zu unterstellen man denke nur an sich!
Aber finden es betreffende Leute wirklich richtig in so einer Situation die helfenden im Anschluss derart zu benachteiligen? Diejenigen die bereit sind sich zT ohne Entlohnung in den nächsten Wochen in die erste Reihe der Helfer zu stellen? Die vielleicht selber Kinder haben die sie versorgen müssen oder alte Menschen in ihrem Umfeld die sie gefährden könnten?

Diesen Studenten beispielsweise das Examen als Äquivalenz anzurechnen, basierend auf ihren Prüfungsnoten der Universitäten wäre ein Benefit, ein Entgegenkommen.

Hier besteht eine noch nie gekannte Ausnahmesituation, die auch außergewöhnliche Maßnahmen rechtfertigt!
Man sollte jetzt schnell anfangen die Studierenden mit einzubeziehen und ihnen entgegenzukommen anstatt ihnen in dieser Situation in den Rücken zu fallen!
Avatar #820514
Medizinstudentin1994
am Donnerstag, 19. März 2020, 21:18

Das ist der falsche Weg!

Das Examen ausfallen zu lassen ist der falsche Weg!
Es gibt so viele Medizinstudenten die Initiativen gegründet, und sich freiwillig und unentgeldlich zur Hilfe im Kampf gegen Corona angeboten haben. So viele wollen helfen, und auch wir Examenskandidaten wollen helfen, noch 3 Wochen dann haben wir unser Examen und können direkt in der Klinik eingesetzt werden um mitzuhelfen. Und das machen wir gerne. Aber uns für unser Engagement bestrafen indem unser Examen ausfällt und monatelanges Lernen aufs Examen völlig umsonst war, ist nicht der richtige Weg. Viele haben sich monatelang von morgens bis abends auf das Examen vobereitet, soll das jetzt alles umsonst gewesen sein? Das lassen wir nicht mit uns machen, so darf man nicht mit den Menschen umgehen, die die Ärzte von Morgen sein sollen.
Wir haben so viele leerstehende Gebäude und genug Räume um kleine Gruppen zu bilden um zu garantieren dass das Infektionsrisiko der Examensschreiber auf das geringste Maß reduziert ist. So über die Köpfe von uns Medizinstudenten hinweg zu entscheiden ist der falsche Weg! Wir engagieren uns, wir helfen freiwillig im Kampf gegen das Virus, aber diese Strapaze von monatelangem Lernen im nächsten Jahr (parallel zum PJ und M2) nochmals zu haben, das ist reine Bestrafung und keine Wertschätzung!
Avatar #820444
HMM91
am Donnerstag, 19. März 2020, 21:17

Vollkommen sinnlos

Das Examen aufgrund von Ansteckungsgefahr ausfallen zu lassen und anschließend die ganze Kohorte geschlossen ins PJ zu schicken ist schon eine richtige Glanzleistung der Logik.

Die meisten Medizinstudenten die dieses Examen schreiben wollen werden das Virus so oder so bekommen, daran ist nicht wirklich etwas zu ändern.

Der wahre Grund warum diese Prüfung ausfällt ist der brutale Personalmangel, das und nichts anderes. Und es ist absolut einleuchtend, dass so viele PJler wie möglich gebraucht werden, und wir wollen alle so schnell wie möglich ins PJ.

Aber wir möchten auch, dass das was wir bis jetzt gelernt haben nicht verschwendet wird, dass unserer zukünftigen Arbeit Respekt entgegengebracht wird, und dass wir fair behandelt werden. Das zu verlangen ist nicht egoistisch, sondern Selbstschutz.
Denn Newsflash: Niemand anders wird sich um unseren Standpunkt scheren.
Avatar #820444
HMM91
am Donnerstag, 19. März 2020, 21:01

Ernst der Lage durchaus verstanden, trotzdem sauer.

Natürlich werden die meisten von uns wenn es tatsächlich soweit kommt ins PJ gehen, egal ob mit oder ohne Prüfung.

Der Umstand dass diese Situation unfair, unübersichtlich und extrem schlecht gemanaged ist, ist trotzdem etwas worüber wir reden sollten. Das hier einfach so ohne "Shitstorm" hinzunehmen sendet eine vollkommen falsche Nachricht.

Das Gesundheitssystem basiert eh schon darauf, dass das Pflichtgefühl und die Empathie von Pflege und Ärzten gnadenlos ausgenutzt wird. Mir persönlich geht es hier weniger um meine Note im Hammerexamen (bin mir ziemlich sicher dass das rechtlich eh angreifbar ist nebenbei), sondern eher darum wie hier generell mit uns als Arbeitskräften umgegangen wird. "Benefit für alle Beteiligten", na klar.
Und in diesem Sinne finde ich es angebracht, als Medizinstudenten sowas wie Solidarität zueinander zu zeigen. Wir wollen alle helfen. Dafür respektvoll behandelt zu werden ist nicht zu viel verlangt.
Avatar #820442
Medizinstudent 12
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:50

Wir wollen helfen!

Vielen hier scheint nicht bewusst zu sein was der Grund für die Aufregung tausender Studenten ist.
Wir wollen helfen - wir wollen unseren Beitrag leisten, wenn möglich sofort! Es wurden schon zahlreiche Initiativen von Medizinstudenten gestartet um sich zu engagieren. Eine Unverschämtheit zu unterstellen man denke nur an sich!
Aber finden es betreffende Leute wirklich richtig in so einer Situation die helfenden im Anschluss derart zu benachteiligen? Diejenigen die bereit sind sich zT ohne Entlohnung in den nächsten Wochen in die erste Reihe der Helfer zu stellen? Die vielleicht selber Kinder haben die sie versorgen müssen oder alte Menschen in ihrem Umfeld die sie gefährden könnten?

Diesen Studenten beispielsweise das Examen als Äquivalenz anzurechnen, basierend auf ihren Prüfungsnoten der Universitäten wäre ein Benefit, ein Entgegenkommen.

Hier besteht eine noch nie gekannte Ausnahmesituation, die auch außergewöhnliche Maßnahmen rechtfertigt!
Man sollte jetzt schnell anfangen die Studierenden mit einzubeziehen und ihnen entgegenzukommen anstatt ihnen in dieser Situation in den Rücken zu fallen!
Avatar #820539
MedizinStudentErlangen
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:49

Untragbare Kommunikation und verfügbare Räume

Seit Tagen hören wir von jeder Stelle bei Nachfrage „wenn es etwas neues gibt, seid ihr die Ersten, die es erfahren“. Und dann darf ich das hier im dem Ärzteblatt lesen ? Das ist einfach völlig verfehlte Kommunikation.

Und das Argument der überfüllten Prüfungsräume dürfte bei den ganzen Schulen und öffentlichen Einrichtungen die momentan leer stehen auch wenig tragfähig sein.
Avatar #820507
MedicStu
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:49

Es gibt wichtigere Sachen als das Examen

Ich bin der Meinung, dass das Staatsexamen in dieser Situation nicht regulär am 14.-16. April durchgeführt werden soll, aber ich frage mich, ob dies die einzige Lösung sein kann.
Die jetzige Situation stellt psychologisch gesehen eine außergewöhnliche Herausforderung dar und zwar nicht gleich für alle. Es ist unrealistisch zu erwarten, dass manche von uns wie die Studierenden mit Kindern oder ausländische Studierenden davon besonders betroffen sind. Man muss berücksichtigen, dass vielleicht einige von unseren Kommilitonen derzeit noch nicht in Deutschland ist (und die Rückreise wird sehr kompliziert wegen der Reiseeinschränkungen) oder sogar seit Wochen unter der Quarantäne sind. Das ist eine große emotionale Belastung, und zusammen mit der Unklarheit über die Durchführung der Examen würde es bestimmt das Lernen beeinträchtigen. Wäre diesbezüglich eine Verschiebung um ein Paar Woche beide für Studenten und die Organisation nicht hilfsreich, so dass wir mehr Zeit zum Lernen/zur Rückreise nach DE und die LPAs mehr Zeit zur Organisation neuer Prüfungsräume haben? Das würde aber natürlich nur funktionieren, wenn es in Ordnung ist, dass wir das PJ erst im Mai beginnen.
Auf der anderen Seite gibt es zwischen Mitte April (Ende des PJ vom Frühling 2019) und Mitte Mai weniger PJler in den Krankenhäusern, das ist aber wahrscheinlich genau die Zeit des "Gipfels der Kurve" in Deutschland und viel Personell wird deswegen nötig. Mit dieser Lösung kann man diese Lücke vermeiden. Wenn das aus medizinischen Gründen nötig ist, wäre ich damit völlig einverstanden. Das menschliche Leben ist viel wichtiger als die Examen und die Situation ist nicht zu ignorieren. Kreuzen können wir ja immer. In diesem Fall müssen wir aber zwischen dem PJ-Ende und den Examen genug Zeit zur Vorbereitung haben.
Wir alle lernen seit Monaten, und ich verstehe, dass das jetzt frustrierend sein kann. Aber ich glaube, in diesen schwierigen Zeiten sollen wir Solidarität zeigen mit denjenigen, für die die letzten Wochen besonders schwierig waren, und damit die medizinische Versorgung in unseren Krankenhäusern nicht beeinträchtigt wird. Das muss ja im Endeffekt die oberste Priorität sein. Dafür sollen wir einen Kompromiss finden, damit das Gesundheitssystem nicht leidet und das Examen für alle fair ist. Unter diesen Umständen wäre das meiner Meinung nach aber nicht der Fall, wenn das Examen ganz normal in 4 Wochen geschrieben wird.
Avatar #820537
ExamenskandidatinMarburg
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:45

Entscheidungen über unseren Kopf hinweg

Wir - und da spreche ich im Namen tausender MedizinstudentInnen sind maßlos entsetzt und enttäuscht über die Art und Weise, wie in der aktuellen Situation über unsere Köpfe hinweg entschieden wird. Als konstruktiven Vorschlag biete ich Ihnen also an: Suchen Sie, das IMPP und die Landesprüfungsämter, den Kontakt zu uns StudentInnen und setzen Sie sich bitte mit unseren Vorschlägen zu einer regelrechten Durchführung des M2s auseinander. Wie der aktuellen gesellschaftlichen Lage zu entnehmen ist, ist die Bevölkerung mehr denn je auf die Mitarbeit von studentischer Seite angewiesen. Dieser Mitarbeit wollen wir uns auch mit aller Kraft widmen. Dafür bitten wir Sie jedoch, die Durchführung des M2s mit allen Ihnen möglichen Mitteln durchzusetzen. Eine rein schriftliche Prüfung birgt unter entsprechenden Schutzmaßnahmen (nur eine Handvoll StudentInnen pro Prüfungsraum), kein so unglaubliche Infektionsrisiko, als dass Sie nun solch weitreichende Entscheidungen wie eine Absage des M2s entscheiden müssen. Bitte versetzen Sie sich in unsere Lage und wir helfen Ihnen mit noch mehr Stärke bei der Bewältigung dieser Krise.
Avatar #820528
MedizinstudentinBonn
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:37

Sollten einige hier ihre Berufswahl überdenken?

Ich finde es gut das M2 auf April 2021 zu schieben. Es ist doch "nur" ein Examen. Ja, auch ich habe die letzten Wochen gelernt. Aber es geht hier doch um etwas viel Wichtigeres - das Wohl meiner Patienten, um Menschenleben.
Ich werde lieber ab Montag vernünftig eingearbeitet, wenn es noch halbwegs ruhig ist, statt in einem Monat als examinierter Leichensackträger zu fungieren.

Fangen wir jetzt direkt mit dem PJ an, hören wir auch 2 Monate früher auf, vielleicht gibt es ja zwei Wochen Corona-Sonderurlaub plus 20 Tage Urlaub im letzten Tertial und schon ist genug Lernzeit da.

Unter diesem Ausnahmezustand ist es doch eh nicht möglich ein gerechtes Examen zu stellen - was ist mit denen, die ggf selbst betroffen sind, deren Angehörige betroffen sind, es gibt auch Eltern unter uns, die jetzt ihre Kinder zu Hause sitzen haben und nicht als Schlüsselperson ihre Kinder zur Kita/Schule schicken dürfen.

So oder so, bitte eine schnelle und endgültige Entscheidung!
Avatar #820531
ManniimOder
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:36

Unerträglich und Unfair

Mein Studium lag in Zeiten der sogenannten Ärzteschwämme. Dort war unfaire Behandlung bis bis zum Ausbeutung des sogenannten AiP üblich. Ich dachte diese Ära sei vorbei.....
Der jetzige Vorschlag alle Studierende, die seit Monaten lernen für das M2 im April , aufzuerlegen das alles umsonst war und sie diese Zeit dann in 1 Jahr neben dem PJ nochmal hinter sich bringen sollen ist unglaublich. Zur Belohnung dürfen sie dann kostenlos an die Front der Corona-Krise. Und das wird von Frau Jünger als toll verkauft und Gewinn für alle ?? Das ist nicht hinnehmbar.
In Krisenzeiten kann man die M2 Prüfung z.B. ausfallen lassen und die Studierenden dann als Helfer ab sofort in die Corona Krise einbringen. Das wäre dann Gewinn für Studenten und Kliniken. Das nach allen Scheinen, die mit Prüfungen erworben werden, dann nochmal eine Prüfung über alle Schweine kommt ist eh nicht verständlich.
Alternativ kann das M2 auch wie geplant in 3-4 Wochen stattfinden.
In Deutschland stehen in Zeiten der Krise nun alle Hallen und Räume leer und es sollte kein Problem sein ausreichend Räume mit genug Abstand zu finden.
Ich hoffe für den Medizinernachwuchs auf eine faire Regelung.
Avatar #820521
candmed123
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:36

Nicht die schlechteste Lösung

Ich schließe mich dem Vorkommentar an, dass wir froh sein können, dass wir im Falle eines Ausfalls (so geschehen auch bei den Pharmazie-, Jura-, und Lehramtsstudenten) eine flexible Lösung bekommen können, ohne das Studium verlängern zu müssen. Unter der Bedingung "Ausfall" ist das tatsächlich eine Lösung, von der wir einen Benefit haben.
Avatar #820530
Examenskandidat
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:33

Den Ernst der Lage nicht verstanden

Die Krisen-Kommunikation des IMPP (und auch der Landesprüfungsämter) ist unterirdisch. Einen Artikel im Ärzteblatt zu veröffentlichen, während auf der eigenen Website nur ein inhaltsleerer 3-Zeiler mit dem Hinweis steht "Wir informieren Sie umgehend sobald Informationen vorliegen" ist ein respektloser Umgang mit tausenden Medizinstudierenden, die sich aktuell in der Examensvorbereitung befinden.

Davon abgesehen bin ich aber auch von der Reaktion vieler Kommilitonen schwer enttäuscht:
Wir befinden uns gerade am Beginn der vermutlich massivsten Herausforderung, die unser Gesundheitssystem in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Tausende Menschen auch in unseren Nachbarländern sind bereits gestorben, Tausende weitere - möglicherweise auch bei uns - werden noch folgen. Hunderttausende weitere Menschen stehe vor einer fundamentalen Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz. Und deutsche Medizinstudierende? Treten einen gigantischen Shitstorm los, weil sie eventuell ihr Examen ein Jahr später schreiben müssen und ein paar Punkte schlechter kreuzen. Ist das euer Ernst?

In der jetzigen Lage ist doch die einzig relevante Frage: Wie können wir einen Beitrag zur Krankenversorgung leisten.

Alle anderen Fragen wie das Examen in 12 Monaten aussehen wird lassen sich im Verlauf klären. Ich bin mir sicher es wird sich eine Lösung finden, die nicht zu unserem Nachteil ist.
Avatar #820534
Kandidat M2 2020
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:32

Übergangslösung schaffen

Die einzig zufriedenstellende Lösung stellt eine Übergangslösung für das gesamte Jahr 2020 dar.
Bilden Sie für das M2 einen Querschnitt erbrachter Leistungen in der Klinik, die sowieso die Leistungen besser abbilden als Prüfungen des IMPP.
So können die Studenten, in der Pandemiezeit Frühjahr und vermutlich im Herbst wieder aufflamend, direkt in das PJ starten, unterstützen und 2021 ihr M3 regulär ablegen.

Sonderregelungen gelten ebenfalls in anderen Staaten, nehmen Sie sich daran ein Beispiel und ENTLASTEN Sie, anstatt zusätzliche Belastungen für alle Beteiligten zu schaffen.
Avatar #820532
Medstudent2021
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:31

Ruhig Blut so absolvieren wir wenigstens unser Studium in der dafür vorgesehenen Zeit

Verstehe den Aufschrei nicht? Schöner wäre es gewesen, wenn wir das Examen jetzt geschrieben hätten klar, aber es sind halt auch keine normale Zeiten? Wir stehen kurz vor der Ausgangsperre und die Examina anderer Studiengänge wurde doch auch schon abgesagt..
und von wegen gratis PJ Arbeit und soweiter.. das sind doch zwei paar Schuhe und nicht mit der jetzigen Diskussion in Verbindung zu bringen. So verlieren wir keine Zeit mit unseren Abschlüssen, besser als wenn das Examen ganz ausgefallen wäre und wir ein halbes Jahr hätten warten müssen!
Avatar #820504
MedizinstudentinMünchen
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:22

Inakzeptabler Lösungsvorschlag

Der Vorschlag, das M2 zu verschieben bringt absolut keine nachvollziehbaren Vorteile! Wir alle sind motiviert und bereit, im PJ bei der Bewältigung der Corona-Krise mitzuhelfen. Bei unserem Einsatz werden wir mit anderen PJlern, Ärzten und selbstverständlich auch mit Patienten in Kontakt kommen. Das Ansteckungsrisiko hierbei sollte um ein Vielfaches höher sein als in einem Prüfungssaal, in dem die Prüflinge mit 1,5 m Abstand an ihren Tischen sitzen. Die Universitätsgebäude und die Schulen stehen leer, es sollte also auch kein allzu großer Aufwand sein, geeignete Prüfungsräume zu finden. Warum also alle geplanten Abläufe kurzfristig über den Haufen werfen und so Unmut unter der neuen Generation an Ärzten stiften?
Darüber hinaus gibt es viele Medizinstudenten der klinischen Semester, die gerne auch schon jetzt aushelfen wollen wo sie benötigt werden. Diese haben nicht weniger Qualifikationen als wir Examenskandidaten. Zumal nicht davon auszugehen ist, dass die Krise im Mai schon überstanden sein wird, können die neuen PJler hier sinnvoll (so wie bereits geplant und organisiert) eingesetzt werden.
Avatar #820518
Medizinistudent
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:20

Wo bleibt die Konsenslösung?

Eine Entscheidung ohne Anhörung aller Beteiligten zu treffen, ist nie eine gute Entscheidung. Helfen gehört eindeutig zum Berufsbild des Arztes, Patienten heilen und Leben retten ebenso. Darum stehe ich auch hinter der Grundidee des Beitrages, dass möglichst viele Medizinstudenten in der Klinik und Patientenversorgung helfen sollen und zum Großteil auch wollen.
Allerdings ist das überstürzte Absagen des M2 Examens und ggf sogar des M3 nicht im Sinne der Betroffenen. Gerne kann ich morgen oder direkt am Montag nach dem Examen mit dem PJ anfangen, möchte aber trotzdem mein Examen schreiben. Das Medizinstudium ist lang genug, letztendlich ist es nicht nur eine Zeit-, sondern ebenso eine Geldfrage. Zwei Examina auf einmal führen eher dazu, dass dann viele Medizinstudenten durchfallen und so eine Ärztegeneration regelrecht „ausgedünnt“ wird.
Auch die momentane Situation, Wohnung kündigen, umziehen, ggf. durch das ausfallende Auslanstertial sich noch kurzfristig einen Tertialplatz im Inland suchen müssen (wer weiß, wie weit dieser von der jetzigen Wohnung entfernt ist) ist eine nicht endend wollende Geschichte.
Daher der Vorschlag zur regulären Durchführung des Examens, früheren Starts/Einstig in das PJ und dies unabhängig vom Bestehen oder Nicht-Bestehen des Examens.
Avatar #820527
MedStudi1234
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:17

Bitte nur durchdachte Vorschläge

Hallo Frau Jünger,
ich lass mich doch nicht gratis im PJ verheizen, wenn ich für die gleiche Arbeit in einigen Krankenhäusern aktuell ca. 2000€ brutto dafür angeboten bekomme, mich als Aushilfe anstellen zu lassen. Dann mache ich das Examen ein Jahr später und meinem Konto geht's prima. Also bitte: Anstatt in einer aufgeheizten Diskussion jedem noch so halbseidenen Gedanken Raum zu geben, lieber den Job machen: Examen vorbereiten und durchführen. Dann machen wir auch unseren: Lernen und qualifiziert an der Patient*innenversorgung mitwirken.
MfG
Avatar #820514
Medizinstudentin1994
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:15

Nicht akzeptabel!

Das ist eine Farce. Hier von einem "Benefit" der Medizinstudenten zu sprechen völlig unverschämt. Monatelanges Lernen völlig umsonst.
Es gibt so viele Medizinstudenten die sich freiwillig gemeldet haben um in dieser Krisensituation freiwillig und unentgeldlich zu helfen, dafür kann man uns Examensschreiber jetzt noch 3 Wochen bis zum Examen lernen lassen und dann am Tag direkt nach dem Examen unentgeldlich im Krankenhaus arbeiten lassen, denn das tun wir freiwillig, wir helfen wo wir gebraucht werden, deshalb werden wir Ärzte, aber das ist kein Grund uns daran zu hindern unser Staatsexamen zu schreiben, monatelanges Lernen von morgens bis abends soll einfach sinnlos gewesen sein. Deutschland braucht jetzt Ärzte und uns daran hindern unser Staatsexamen zu schreiben ist der falsche Weg!
Avatar #810245
Medicus1234
am Donnerstag, 19. März 2020, 20:08

Elegante Lösung

Auch ich lerne seit mehreren Monaten für das Examen, doch angesichts der jetzigen Krise wächst in mir immer mehr das Verlangen schnellstmöglich helfen zu wollen. Ist das nicht der Grund warum wir das Medizinstudium aufgegriffen haben? Gerade in dieser Krisenzeit sitze ich unruhig an meinem Schreibtisch und wünschte mir aktiv etwas gegen diese Epidemie zu tun. Ich finde den Lösungsansatz sehr elegant und hoffe auf eine baldige Bekanntgabe. Die Nörgler und ihre Petitionen kann ich nicht nachvollziehen, möglicherweise befinden sich einige im falschen Berufsfeld wenn das eigene Interesse über dem Wohl der Gesellschaft steht.
Avatar #820519
gl2020
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:55

Sinnvolle Idee

Auch ich lerne fuer das Examen, trotzdem halte ich die Idee fuer sinnvoll. Es ist eine Extremsituation, da sollte fuer niemanden von uns das Examen die oberste Prioritaet sein. Jetzt geht es darum moeglichst gut Patienten zu versorgen, dafuer werden wir Aerzte.
Avatar #820522
EMedStudent
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:54

Es muss eine andere Lösung geben!

Das schlimmste an der Situation ist, dass wir Medizinstudierenden zu einem solchen Aufschrei gezwungen sind. Außenstehende könnten meinen, dass wir uns in diese globale Krise nicht einbringen wollten, ohne etwas dafür zu bekommen.
Aber muss man, nur weil man Medizin studiert und an dem Wohl anderer Menschen interessiert ist und SELBSTVERSTÄNDLICH seinen Beitrag leisten MÖCHTE, hinnehmen was hier gerade passiert?!
Ich denke nicht.
Fakt ist doch, dass es Augenwischerei ist zu behaupten, dass auch wir Studierenden von der genannten Lösung einen Benefit hätten. Die Gründe dafür sind in den vorhergehenden Kommentaren mehr als deutlich geworden.
Was ich an dieser Stelle noch einmal betonen möchte ist, wie enttäuscht ich über den Umgang mit der Situation bin. Wieso bitte, findet KEINE Kommunikation mit den Studierenden statt? Wir sind die, die es betrifft, über die entschieden wird. Es gab also eine Task Force, die sich der Problematik angenommen hat? Wieso wurden nicht Studierendenvertreter zu diesen Gesprächen eingeladen, um gemeinsam eine für alle Seiten faire Lösung zu finden? Wie man in den Kommentaren lesen kann, haben die meisten Studierenden konstruktive Vorschläge zu machen.
Ich kann gut verstehen, dass einige meiner Kommilitonen darüber nachdenken, unter diesen Umständen ein Jahr auszusetzen, um ihre Dissertation zu schreiben oder sich einfach nur mit genügend Zeit auf das Examen vorbereiten zu können. Und ich fühle mich schlecht dabei diese Variante im Kopf zu haben, weil so zu handeln gleichzeitig bedeuten würde die Gesellschaft im Stich zu lassen, in einer Zeit, in der jede helfende Hand in den Kliniken gebraucht werden kann. Die einzigen, die dann darunter leiden würden wären die Patienten und nicht die Entscheidungsträger.
Es ist nicht fair, dass uns durch diese Lösung nur zwei Möglichkeiten bleiben:
1. Wir sind die asozialen Arschlöcher, die sich einen Dreck um die Betroffenen scheren und nicht ins PJ starten.
2. Wir sind Idioten, die sich, noch mehr als ohne hin schon, ausbeuten und wie Ware einsetzen lassen und zwei Examina gleichzeitig absolvieren müssen mit entsprechend schlechte Ergebnisse dank mangelnder Vorbereitungszeit.
Das kann doch nicht sein! Wir WOLLEN HELFEN und unseren Beitrag leisten. Von mir aus ab morgen. Aber wir wollen auch, dass wir wertgeschätzt werden, dass nicht einfach über uns verfügt wird, dass mit uns gesprochen wird und, dass eine andere Lösung gefunden wird.
Ich versuche wirklich nachzuvollziehen, warum es zu dieser Entscheidung kommen soll. Mir fällt es leichter Dinge zu akzeptieren, die ich verstehe. Aber hier verstehe ich gar nichts! Wäre diese Lösung nicht so absurd und gäbe es wirklich keinen anderen Weg, dann würde ich sie auch hinnehmen.
Aber es gibt andere Möglichkeiten! Auch diese Möglichkeiten wurden in den vorherigen Kommentaren erörtert.
Das wäre dann vielleicht nicht der einfachste Weg für die Entscheidungsträger und Organisatoren, aber es wäre ein fairer.

https://avaaz.org/de/community_petitions/jana_juenger_impp_m2_april_2020_trotz_coronakrise/details/
Avatar #820520
einermehr
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:51

Gute Regelung

Ihr solltet wohl alle mal wieder lernen gehen, anstatt unter diesem Artikel zu prokrastinieren.
Avatar #820517
MedStudent53119
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:40

bitte etwas weniger Empörung

Ich habe auch die letzten Monate damit verbracht, täglich fürs Examen zu lernen. Wenn es aber Hilfe in den Krankenhäusern braucht, finde ich es selbstverständlich, dass geholfen wird. Das Examen ist nicht alles, das sollten einige hier (mit Petitionen etc) nicht aus den Augen verlieren.
Btw geht es sicherlich nicht nur um die getrennte Unterbringung während des Examens, sondern auch um die Quarantäne-Regelung - was machen Studierende, die sich in den 2 Wochen vorm Examen anstecken?
Avatar #820510
Such dir was aus
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:37

Klatschen am Balkon schön und gut...

Ich finde es krass. Das treibt ja die Ausnutzung im PJ auf die Höhe. Da wird so richtig ausgenutzt, dass du in einem sozialen Beruf gerade in Zeiten der Krise dich schlecht wehren kannst, weil wenn du nicht mitziehst eventuell Menschen sterben. Und das will ja wirklich keiner! Während in anderen Berufen dir jeder den Vogel zeigen würde, wenn von dir verlangt werden würde unentgeltlich zu arbeiten. Klar, DA ist es dann wieder was anderes, weil es nicht um Menschenleben geht. Aber der verf***te Wirtschaftlichkeitsgedanke wird auf beide Bereiche angewandt! Ich kann nur hoffen, dass wenn diese Krise überstanden ist das DRG-System bzw. die Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen grundsätzlich überdacht wird.
Avatar #820511
PaulSH
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:36

M3

Wie bereits vorgeschlagen, wäre ein ad hoc Einsatz derjenigen die jetzt vor der M3 stehen bei sich zuspitzenden personellen Engpässen in den Kliniken sicher denkbar. Nach meiner Einschätzung besteht dazu durchweg eine breite Bereitschaft. Wie für die M2 Prüfung sollte allerdings vorher eine vernünftige und bundesweit einheitliche Lösung bezüglich der M3 Prüfung gefunden werden. Aus England hört man von Lösungsansätzen die auch in dieser Diskussion bereits erwähnt wurden --vereinfachte Abschlussprüfungen bzw. eine zusammenfassende Abschlussnote bisheriger erbrachter Leistungen, was den schnellstmöglichen Einsatz der diesjährigen Examenskandidat*innen möglich macht.
Avatar #820513
Medizinstudentin aus HD
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:34

Unglaublich...

Das ist ernsthaft das Beste, was dem IMPP und der Deutschen Hochschulmedizin einfällt? Der Aufwand, die Studenten in kleinen Gruppen zu prüfen, sollte doch nicht allzu hoch sein - immerhin hat doch jede Universitätsstadt mehr als eine Schule, momentan leerstehend, und Lehrer arbeiten dort auch, die die Aufsicht übernehmen könnten.
Avatar #820515
Medstudent999
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:31

Untragbare Lösung

Es ist absolut nachzuvollziehen, dass die aktuelle Situation eine Herausforderung für alle darstellt. Es ist auch nachzuvollziehen, dass in dieser Situation und in dieser Kurzfristigkeit kein geregeltes M2 stattfinden kann. Bei dem momentanen exponentiellen Anstieg der Fallzahlen wird unser Gesundheitssystem an seine Grenzen stoßen. Wir als Medizinstudenten sind durchaus bereit in der aktuellen Krise unseren Einsatz zu zeigen! Dennoch: Von einem "Benefit" zu sprechen ist eine Farce! PJ im Rahmen des Ausnahmezustands und ohne angemessene Fehltage oder Lernzeit für M2 UND das M3 zu lernen ist KEIN Benefit für die Studierenden und halte ich für eine Utopie. Auch ich bitte Sie daher dringend Äquivalenzleistungen anzuerkennen und ggf. das M2 gänzlich durch einen Leistungsschnitt aus den Klinikprüfungen zu ersetzen. Die anderen Länder haben es schließlich auch geregelt bekommen und nur so kann von einem wirklichen Benefit gesprochen werden. Wir haben unsere Leistungen bereits zur genüge durch unzählige Klausuren unter Beweis gestellt, wir haben monatelang für dieses Examen geackert und am Ende werden wir auch aller Regel nach durch das M3 geprüft. Ich kann dieses Hauruck-Verfahren und die Engstirnigkeit nicht begreifen.
Avatar #820514
Medizinstudentin1994
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:27

Keine Wertschätzung an uns Medizinstudenten

Monatelanges Lernen, von morgens bis nachts, um dann das Examen zu schreiben. Und jetzt wird über unsere Köpfe hinweg entschieden das Examen einfach ausfallen zu lassen. Man zieht nicht einmal in Erwägung das Examen um 2 Wochen zu verschieben (wie das Abitur), gerade stehen so viele leere Räume zur Verfügung wie sonst nie, man könnte uns so einfach in große Hallen unterbringen mit so viel Abstand dazwischen dass kein Infektionsrisiko besteht, so viele Medizinstudenten klären sich schon jetzt dazu bereit unentgeldlich im Krankenhaus zu arbeiten, am Tag nach dem Examen direkt die Arbeit im Krankenhaus zu beginnen, und wie wird es uns gedankt? Indem Monate unseres Lernens einfach sinnlos verschwendet waren, wir sofort als billige Arbeitskraft ohne Examen im Kraneknhaus arbeiten sollen und dann nach einem Jahr PJ am besten die M2 und M3 gleichzeitig schreiben sollen. Das ist reine Schikane. Es gibt einen riesigen Aufschrei unter den Medizinstudenten, das werden wir nicht mit uns machen lassen! Wir sind die Ärzte von morgen die gebraucht werden und so lassen wir nicht mit uns umgehen!
Avatar #820502
LoveforDrDrosten
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:12

Öffentlicher Druck vom IMPP auf Ministerium

Mal abgesehen davon, dass es wirklich kein Benefit für die Studierenden gibt, ist das nicht der richtige Weg so eine Entscheidung zu treffen.
In Zeiten wie diesen sollte man davon absehen über die Medien solche Statements abzugeben. Das IMPP rühmt sich nicht gerade damit so eine Empfehlung öffentlich zu machen. Das Ministerium muss letztendlich diese Entscheidung treffen. Da hat sich das IMPP zurück zu halten mit solchen Aussagen. Jetzt ist der Druck auf das Ministerium noch größer, weil es eine „Alternative“ gibt.
Avatar #820436
Medizinstudentin aus NRW
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:11

Petition gegen die Verschiebung des M2

https://secure.avaaz.org/de/community_petitions/jana_juenger_impp_m2_april_2020_trotz_coronakrise/?ttmOIpb

Kompromisse sind möglich, davon stellt die Verschiebung des M2 für uns jedoch keinen dar!
Avatar #820498
Studentmedizin
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:10

WO ist der Benefit?

Seit Anfang Januar lerne ich bereits auf das M2 Examen und habe viel Zeit und Energie investiert, um mich bestmöglich auf das Examen vorzubereiten. Mit mir haben das auch viele andere Medizinstudenten gemacht.
Nun hat sich die Lage geändert und wir stehen vor einer völlig neuen Situation.
Ich sehe es auch so, dass wir Medizinstudenten gerne helfen, wenn es darauf ankommt. Aber WER bitte hat es sich ausgedacht, aus dem M2 kurzerhand wieder ein Hammerexamen zu machen??? Und das nach 3 Monaten lernen? WIE kann es bitte sein, dass wir, die zukünftigen PJler, die jetzt bald an „vorderster Front“ für einen Hungerlohn mithelfen dürfen, auch noch alle Nachteile mitnehmen, die man sich so ausdenken kann? WIE kann man bitte im Angesicht der Lage von einem “Benefit“ für uns sprechen!?!? Ich bitte darum, fair mit uns umzugehen, schließlich sind wir zukünftige Kollegen! Bitte revidieren Sie diese Aussage und überdenken Sie eine andere Lösung; entweder das Staatsexamen stattfinden zu lassen oder das M2 ersatzlos ausfallen zu lassen.
Avatar #820493
ArschVomDienst
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:09

Bodenlose Frechheit!

Ich lasse mich seltenst zu Kommentaren hinreißen, aber hier habe ich mir sogar extra einen Account erstellt.

Diese Entscheidung, sofern sie durchgesetzt wird, ist absolut untragbar!
Was glaubt ihr wer wir sind? Billige Arbeitskräfte, oh Verzeihung, NICHTSKOSTENDE Arbeitskräfte, die man wie Marionetten dorthinstellt, wo man sie gerade gebrauchen kann?
Das PJ ist eh schon teils eine ungenügend vorbereitende und zugleich ausbeutende Veranstaltung und unter dieser Voraussetzung alles andere als eine Vorbereitung auf das, was nach dem M3 kommt.
Wir ziehen aus dieser Regelung NUR Nachteile. Sehe ich aus wie Kanonenfutter? Na klar habe ich Lust für lau zu schuften, nachdem das Ziel, auf das man die letzten 100 Tage hingearbeitet hat, eingestampft wurde, um mir dann aller Wahrscheinlichkeit nach das Virus einzufangen, weswegen das Examen natürlich so dringlichst abgesagt werden musste.
Badet eure miesen politischen Entscheidungen im Bereich Gesundheit der letzten Jahre doch selbst aus! Da kann man nur hoffen, dass sich die Reisefreiheit nach der Epidemie wieder einstellt und man die Freiheit hat, sich für andere Arbeitsumstände zu entscheiden.
Avatar #820499
Cand.Med.G.V.
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:08

Hammerexamen rückbauen

Ich kann nur hoffen, dass dadurch kein Nachteil entsteht und wir Medizinstudierenden eine gleiche Prüfungsvorbereitung wie die anderen Semester erhalten: 100 freie(!) Tage.
Leider bin ich hierzu in Anbetracht des Umgangs mit PJ-Studierenden äußerst skeptisch (fehlende bis keine Bezahlung, Krankheitstage gleich Urlaubstage).
Avatar #820497
Medizinstudi26
am Donnerstag, 19. März 2020, 19:04

Wo soll der Benefit für Studierende sein?

Eine Verschiebung des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung ist absolut unzumutbar. Wir alle haben seit Monaten nichts anderes getan, als auf diese Prüfung zu lernen. Und ja, es ist aktuell eine Ausnahmesituation und man muss gewisse Maßnahmen ergreifen, aber diese Maßnahme ist eine Frechheit! Und sie dann auch noch als Benefit für Studierende zu verkaufen, grenzt an bodenlose Unverschämtheit.
Natürlich ist es momentan ein organisatorischer Aufwand, das Examen zu organisieren. Aber wir haben momentan in ganz Deutschland leerstehende Universitäten, Schulen und Kongresszentren. Wollt ihr uns allen Ernstes erzählen, dass da nicht eine Möglichkeit bestünde, kleinere Gruppen zu bilden, so dass in jedem Raum nicht mehr als 50 Leute sein müssen?
Es muss eine Regelung gefunden werden, ja. Aber nicht diese!
Wir wollen gerne helfen. Aber zu fairen Bedingungen und dazu gehört auch, dass anerkannt wird, dass die Vorbereitungszeit für das Examen keine leichte und keine schöne Zeit ist und unmöglich mit dem PJ zu vereinbaren ist, zumal die Arbeitsbelastung in der Zeit vermutlich auch durch die aktuelle Situation nicht unbedingt klein sein wird.
Avatar #820479
MedStudentus
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:57

Betroffener Examenskandidat

Dass in 4 Wochen keine gesicherte Prüfungssituation gewährleistet werden kann, verstehe ich vollkommen. Bei einem exponentiellen Anstieg der Fallzahlen wird unser Gesundheitssystem an den Rand des Machbaren kommen. In der aktuellen Krise müssen wir alle zusammen an einem Strang ziehen. Klar helfen wir Studierenden gerne im Krankenhaus und natürlich wollen wir auch in dieser Extremsituation für die Patienten da sein. Doch von einem "Benefit" für uns Studierenden zu sprechen finde ich eine Frechheit. Während des PJs in einer Krise und ohne angemessene Fehltage oder Lernzeit für M2 UND M3 zu lernen ist KEIN Benefit für die Studierenden. Ich bitte Sie daher dringend Äquivalenzleistungen anzuerkennen und ggf. das M2 gänzlich durch einen Leistungsschnitt aus den Klinikprüfungen zu ersetzen. Sonst bringt Corona eine ganze Generation "kaputter" junger Ärzte hervor.
Avatar #820495
StudMed727
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:55

Unfassbar

Die Kommunikation zwischen den zuständigen Behörden und den Studierenden ist wie immer = 0. Es wird keine Rücksicht genommen und Einschränkungen seitens der Politik sogar als Benefit deklariert.
Die Studierenden die sich aktuell auf die M2 seit Monaten vorbereiten und seitens des Lehrplans seit Jahren von den Universitäten darauf vorbereitet werden, sollen nun als das billigste Personal an vorderster Front verheizt werden. Diejenigen die es sich finanziell leisten können werden sich aus diesem Irrsinn mit gutem Grund rausnehmen und dem Rest wird die Chancengleichheit komplett genommen.

Die Politik soll sich nicht wundern, dass immer mehr Kommilitonen bereits im Studium in Erwägung zu ziehen ihre praktische Tätigkeit im Ausland zu bestreiten - die o.g. Maßnahmen verdeutlichen diesen Misstand mal wieder.

Danke für nichts.
Avatar #820492
Medstudi93
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:54

Hammerexamen stoppen - JETZT!

Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass wir uns seit 3 Monaten den Arsch aufreißen und jetzt diese Prüfung nicht schreiben sollen! Und besonders die Aussage, dass dies ein Vorteil für uns Studierende sein soll, wundert mich doch sehr. Mithelfen in der Corona-Krise steht für mich außer Frage, dafür gebe ich auch meinen eigentlich wohl verdienten Urlaub auf!
Avatar #820460
wütende betroffene Studentin
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:52

WER REDET MIT UNS?

Hier wird einfach über die Köpfe der Betroffenen entschieden. Schade, dass wir Studierenden solche Pläne aus dem Ärzteblatt entnehmen müssen und von den LPÄ seit Tagen keine Informationen bezüglich des M2 erhalten. Wir brauchen endlich Gewissheit!!!
Avatar #820488
MedStud23
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:48

Untragbarer Vorschlag

Wo bei der im Aritkel angesprochenen Option der Benefit für die Studierenden liegen soll kann ich sowie offensichtlich auch der Rest der Kommentatoren nicht nachvollziehen.
Erst gibt es keine Info von den Verantwortlichen, dann heißt es auf einmal dass Monate des lernens umsonst gewesen sein sollen und man nun einfach PJ, Arbeit und lernen unter einen Hut bekommen soll.
Fehltage und vernünftige Vergütung im PJ gibt es natürlich auch nicht, so dass die Studenten die hier noch auf einen Job angewiesen sind total im Regen stehen gelassen werden.
Es scheint mir, als wurden sich hier nicht wirklich Gedanken gemacht. Sonst sollte mir doch bitte einmal jemand erklären wie ich meinen Job, ein quasi unbezahltes PJ ohne Fehltage und das Lernen für das M2 vereinen soll.
Die fehlenden Kapazitäten in den Kliniken nun diejenigen ausbaden zu lassen die kurz vor ihrem Staatsexamen stehen ist sicherlich fehl am Platz. Wieder einmal eine Entscheidung gegen die Medizinstudenten!
Avatar #820463
Medizinstudentin2020
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:46

Hammer-Enttäuschung: 4 Monate lernen umsonst!

Nach drei Monaten des Lernens, 27 Tage vor Prüfungsbeginn kann von einem Benefit für die 4.600 Studierende nicht die Rede sein!
Während AbiturientInnen Chancengleichheit zugesagt wird, ist es den Zuständigen in der Medizin nicht möglich, Räumlichkeiten und Aufsichtspersonen zu mobilisieren, die das Staatsexamen unter den gegebenen Auflagen ermöglichen? Schulen und Veranstaltungssäle stehen leer und hier wird von 89 möglichen Prüfungsorten gesprochen. Was für eine Frechheit.
Wir Studierende befinden uns seit Wochen - schon vor Sars-CoV-2 - in Selbstisolation um uns bestmöglich auf das zweite Staatsexamen (M2) und damit unser praktisches Jahr vorzubereiten. Jeder von uns steht in den Startlöchern, um seinen Teil zur Unterstützung der Patientenversorgung zu leisten und brennt darauf das PJ zu beginnen. In genau 30 Tagen stünden 4.600 motivierte junge Erwachsene zur Stelle.
Die Alternative, das Wiedereinführen des „Hammerexamens“, empfinden wir Studierende als blanken Hohn! Es zeichnet sich ab, dass wir vor einem kräftezehrenden Jahr stehen. Wie kann uns zusätzlich aufgebürdet werden, erneut - und so kurz vor dem Ziel - für das zweite Staatsexamen zu lernen, das dritte StEx gleich hinterher. Wer denkt an unsere mentale Gesundheit? Chancengleichheit? Wer denkt an uns Studierende?
Avatar #820487
Medizinstudentin xyz
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:43

Mithelfen, Ja! Aber bitte kein Hammerexamen

Dass dies eine Ausnahmesituation ist und wir schon sehr bald sehr dringend gebraucht werden ist uns denke ich allen klar. Viele von uns haben sich auch schon an entsprehenden Stellen gemeldet um die Kliniken in der Krisensituation zu unterstützen. Wir alle möchten helfen, wenn nötig auch sofort. Was wir aber nicht wollen ist, uns neben der bevorstehenden Belastung von PJ, eventuellen zusätzlichen Nebenjobs (immerhin gibt es für die Vollzeitarbeit im PJ plus Überstunden, die jetzt erst Recht auf uns zukommen, einen absolut "bescheidenen" Stundenlohn) und M3 Vorbereitung, gleichzeitig nochmal (!) auf das M2 vorbereiten zu müssen!

Ich denke nicht, dass es ein Problem ist aktuell weitere Räumlichkeiten zu finden (es ist ja alles zu! Nehmt doch Messehallen! Da wird das mit dem notwenigen Abstand auch kein Problem) um die Studenten auf kleinere Gruppen aufzuteilen und das M2 auf sichere Art und Weise stattfinden zu lassen.
Avatar #820489
Gö-Medizinstudentin
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:40

Reine Schikane!

Diese neusten Überlegungen sind die reinste Frechheit! Seit Monaten lernen wir alle täglich für dieses Examen und als wäre der Lernstress noch nicht genug, wird jetzt über unsere Köpfe hinweg entschieden. Es gibt keine klare, transparenten Informationen und keiner kann eine verlässliche Aussage dazu machen, wann es zu einer Entscheidung kommt. Man lässt uns Studierende vollkommen im Umgewissen. Jedem ist bewusst, dass diese Situation schwierig ist und einer guten Planung bedarf, aber trotzdem sollten die Bedürfnisse bzw. Wünsche der Studierenden nicht außer Acht gelassen werden. Wir brauchen eine Entschieden und zwar schnell! Und am besten lässt man uns dieses Examen einfach schreiben, damit wir anschließend geregelt in das PJ gehen und die Kliniken unterstützen können. Darum geht es doch hauptsächlich, dass wir am Ende als billige Arbeitskräfte zu Verfügung und an vorderster Stelle ohne Rechte, aber mit vielen Pflichten an der Corona-Front mitkämpfen. Und als Dank für ein&#8232;PJ in der absoluten Krisensituation sollen wir dann gleich 2 Staatsexamen machen zur gleichen Zeit machen!? Das ist reine Schikane! Am Ende schießen sie sich nur ins eigene Bein, da viele ihr PJ schieben werden und lieber ihre Doktorarbeit weitermachen, statt sich sowas gefallen zu lassen!
Avatar #820462
Red shirt guy
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:39

out of season April fools joke?

Auch nach mehrmaligem Lesen des Textes finde ich den Benefit für Studenten nicht?!
Unsere Vorbereitungszeit wird zunichte gemacht, wir sollen sofort und ohne Bezahlung (!!) mit Risikopatienten arbeiten und auf Lehre im PJ verzichten und als Dank dafür werden wir unser Examen im nächsten Jahr mit verkürzter Vorbereitungszeit (bei stetig steigendem Anspruch) ablegen und uns ggf mit Studenten messen die eine normal übliche Vorbereitungszeit hatten..
HALLO? Geht man so mit zukünftigen Kollegen um? Zeigen Sie uns bitte den EINEN Studenten in Deutschland der von dieser Regelung profitiert!
Unfassbar.
Avatar #820480
Stex 2020
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:35

Unverfroren

Aus dem dreisten Statement „Wir haben [...] eine Lösung vorgeschlagen, die einen Benefit sowohl für die Studierenden als auch für die medizinische Versorgung bedeutet“ wird mehr als deutlich, wie wenig sich IMPP und MFT sich um die Belange von uns Medizinstudierenden kümmern. Diese sogenannte Lösung hat sicherlich Vorteile für die Kliniken, für die wir gegen eine geringe Aufwandsentschädigung oder umsonst nun noch früher arbeiten dürfen, während die Ausbildungsbedingungen noch schlechter werden. Für uns, die wir vor dem 2. Staatsexamen stehen, bedeutet das, dass die ganze Arbeit der letzten Monate für das geplante Examen, fruchtlos bleibt und wir in einem Jahr von neuem beginnen müssen, neben der fordernden und unbezahlten Arbeit im Krankenhaus und neben der Vorbereitung auf das praktische Examen. Dies von uns einzufordern, bedeutet viel und ist nur angesichts einer großen Notlage verständlich. Allerdings ist anscheinend nicht einmal versucht worden, neue Räume (z.B. die leer stehenden Schulen) für unsere Prüfungen zu finden oder einen für uns besser geeigneten Termin. Desweiteren wird die für uns wichtige Frage, wie wir ein Nicht-Anerkennen des PJ durch Quarantäne-bedingte Fehltage vermeiden können, einfach ignoriert. Geschweige denn ist die Studierendenschaft um ihre Meinung und ihren Rat gebeten worden. Diese sogenannte "Lösung" nun als vorteilhaft für uns hinzustellen, empfinde ich als unverfrorene Respektlosigkeit und als bezeichnend für die Geringschätzigkeit mit der wir von den Kliniken nur allzu oft behandelt werden. Es vergeht einem die Lust, sich für die Gesellschaft einzusetzen, wenn die eigenen Kollegen einen mit Füßen treten!
Avatar #779875
nordi
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:35

Euer Ernst, liebe Leute "da oben"?!

Es sind nur noch knapp 4 Wochen bis zum eigentlichen Prüfungstermin. Von offizieller Seite oder der Uni gibt es aktuell keinerlei Informationen. Jetzt liest man hier über den möglichen Rückschritt Richtung "Hammerexamen" und fühlt sich wie der letzte Mensch, ohne jegliche Rechte, über dessen Kopf hinweg entschieden wird.
Man lernt seit Monaten für das M2 und soll nun an vorderster Front "verheizt" werden, ohne Examen direkt ab ins PJ, in die Klinik. Wo die Ansteckungsgefahr nebenbei bemerkt viel größer ist, als in einem Raum mit 50 anderen Prüflingen (was ja angeblich der Grund für die Undurchführbarkeit des M2 sein soll).
Dazu gibt es keine rechtliche Regelungen bezüglich der Fehl-/Krankheitstage und Quarantäne. Im schlimmsten Fall muss man also das Tertial auch noch wiederholen, wenn man sich beim Einsatz anstecken sollte und über die insgesamt 30 Fehltage im PJ kommt. Kostenlose Arbeitskräfte. Das ist mehr als respektlos. Wenn man Medizin studiert, hilft man grundsätzlich ja gerne, aber irgendwo ist Schluss!!!
Avatar #820483
Medstud111
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:31

KEIN Benefit

Diese Entscheidung wäre absolut nicht im Sinne der Studierenden!
Avatar #820444
HMM91
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:30

Das lässt uns zwei Optionen

1. Ich lasse mein Pflichtgefühl und Verantwortungsbewusstsein ausnutzen, stelle ein Jahr lang meine extrem unterbezahlte Arbeitskraft zur Verfügung, und das bei horrenden unflexiblen Fehlzeitenregelungen, um am Ende ohne adäquate Zeit zur Vorbereitung zwei Examina zu absolvieren.

2. ich nehme mir noch ein Semester Zeit für meine Dissertation, oder um Extra zu lernen, oder um in Quarantäne drei Monate lang Red Dead Redemption zu spielen und dann immer noch locker 100 Tage Zeit zum nächsten Examen zu haben...

Ich werde bis ich 85 bin in diesem System schuften. Gebt mir bitte (bitte!) einen guten Grund mich jetzt schon mal im Voraus besonders ausbeuten zu lassen.
Avatar #820470
MedStud123
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:29

Unvernünftige und unverschämte Aussagen von Frau Jünger

Ohne mit denjenigen zu sprechen, von denen man demnächst Höchstleistung erwartet, werden Entscheidungen vorbereitet! Wo bleibt die Vernunft? Bei allem Verständnis: Wir sind nach all dem Lernen so kurz vor der M2 - es ist hirnrissig, das jetzt verschieben zu wollen! Die Beiträge zeigen es: wir sind bereit zu helfen, aber lassen Sie uns wenigstens (evtl. paralell) das Examen schreiben!
Avatar #820482
Medi0.0
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:28

Absolute Frechheit

Wo ist hier der Benefit für die Studierenden?!

Flexibilität ist nun überall gefordert. Momentan stehen so viele Schulen leer. Man findet bestimmt auch genügend Menschen, um die Aufsicht für das Staatsexamen in kleinen Gruppen gewährleisten zu können.

Motivierte junge Ärzte werden momentan so dringend wie nötig gebraucht. Da sollte man sie nicht schon direkt am Anfang verheizen.
Avatar #820469
Lorenz Huber
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:24

Benefit?!

Benefit (engl.) = zu Deutsch Nutzen, Vorteil, Unterstützung.
Ich ersehe aus der derzeitigen Regelung nur den Nutzen für eine beteiligte Seite. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich möchte in der derzeitigen Situation meinen Teil beitragen und helfen. Ich werde, sobald eine definitive Lösung für die Staatsexamina präsentiert wird, in den sauren Apfel beißen und anpacken.
Es geht mir jedoch um den Umgang mit uns Medizinstudierenden. Die Probleme, die mit der Verlegung auf April 2021 einher gehen, einfach mit dem Argument "das war früher auch schon so" abzutun, ist eine Farce. Die Chancengleichheit ist nicht gewährleistet und von respektvollem Umgang und bilateralen Kompromissen keine Rede.
Man merkt, genauso wie bei den Verhandlungen zu einem fairen PJ, dass wir von der Gegenseite nicht ernst genommen werden und nur als billige Arbeitskraft gesehen werden.
Ich hoffe, dass unsere Vertreter der BVMD die zuständigen Personen wachrütteln und eine gerechte Lösung ausarbeiten können.
Avatar #820471
Gemeinsam Stark
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:19

Blanker Hohn

Das ist gerade die Höhe der Deutschen Bürokratie. Überall auf der Welt ist man in der Lage pragmatische Lösungen zu finden an der alle profitieren. Nicht so in Deutschland, hier werden wir verhöhnt von den selbsternannten Fürsprechern der Studenten. Liebes IMPP, Prüfungsämter etc., wir sind Eure Zukunft und sicher die motivierteste Kohorte für die jetzige Krise! Wir werden doppelt bestraft, damit Ihr Euch selbst loben könnt für Eure realitätsferne Bürokratie, die die Krise befeuert. Da setze ich lieber, wenn es sein muss, ein Jahr aus und arbeite in der Forschung ehe ich mich auf meine Kosten vorführen lasse. Natürlich bekommen wir zur Belohnung weder Anerkennung, noch Studientage, erst recht kein Geld von dem wir in der Krise unsere Familien ernähren müssen.
Avatar #820471
Gemeinsam Stark
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:19

Blanker Hohn

Das ist gerade die Höhe der Deutschen Bürokratie. Überall auf der Welt ist man in der Lage pragmatische Lösungen zu finden an der alle profitieren. Nicht so in Deutschland, hier werden wir verhöhnt von den selbsternannten Fürsprechern der Studenten. Liebes IMPP, Prüfungsämter etc., wir sind Eure Zukunft und sicher die motivierteste Kohorte für die jetzige Krise! Wir werden doppelt bestraft, damit Ihr Euch selbst loben könnt für Eure realitätsferne Bürokratie, die die Krise befeuert. Da setze ich lieber, wenn es sein muss, ein Jahr aus und arbeite in der Forschung ehe ich mich auf meine Kosten vorführen lasse. Natürlich bekommen wir zur Belohnung weder Anerkennung, noch Studientage, erst recht kein Geld von dem wir in der Krise unsere Familien ernähren müssen.
Avatar #820458
MedStud
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:18

Statement einer Betroffenen

Ein Benefit für Studenten kann hier wahrlich nur schwer gefunden werden. Selbstverständlich ist uns bewusst, dass die Umsetzung des M2 in der aktuellen Situation eine große Herausforderung darstellt und das bei der Durchführung ein gewisses Risiko eingegangen wird. Dennoch sind wir keine materielle Ressource, über die der Staat einfach fremdbestimmen und verfügen kann. Wir sind die Zukunft des Gesundheitssystems und wir haben es verdient, dass mit UNS geredet wird und nicht fadenscheinige Kompromisslösungen gefunden werden, an deren Findung wir nichteinmal BETEILIGT sind.

Der Aufschub des M2 bedeutet für viele von uns, dass der Aufwand uns der Eifer der letzten Monate umsonst war. Das ist ärgerlich aber in dieser Situation muss jeder Opfer bringen.

Als Lösung dann aber vorzuschlagen, wir sollen direkt in das PJ starten, um dort UMSONST zu arbeiten und uns während einer 40h Arbeitswoche ERNEUT auf das M2 und ZUSÄTZLICH das M3 vorzubereiten ist eine Farce. Das Praktische Jahr soll und PRAKTISCHE Lehre bieten und dient nicht dazu, uns als kostenlose Corona-Arbeiter auszunutzen. Ich denke ich spreche für die meisten Medizinstudierenden, wenn ich sage, dass wir selbstverständlich unsere Verantwortung in einer solchen internationalen Notlage sehen und dieser auch nachkommen. Aber ein Mindestmaß an Respekt, Wertschätzung und Kommunikation kann man dann wohl doch erwarten, schließlich braucht das System uns genauso, wie wir das System.

Gebt uns die Möglichkeit das M2 zeitnah abzuhalten. Es können sicherlich Wege und Lösungen gefunden werden das Infektionsrisiko zu minimieren. Schließlich haben wir an einem Tag im Krankenhaus wahrscheinlich mehr soziale Kontakte, als an einem Tag des Staatsexamens!

Zieht uns regulär oder auch direkt nach dem Examen ins PJ ein, und wir bieten eine fundamentale Unterstützung des Systems.

DAS ist eine faire Lösung, bei der niemand zu kurz kommt!


Avatar #763896
Kruckler
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:17

Sicher kein Benefit

Ich sehe das ähnlich wie die meisten anderen hier - ein Benefit ist das sicher nicht. Es macht Monate des Lernens zunichte, damit wir schuften können (obwohl sich viele - auch ich - auch so schon freiwillig gemeldet haben) und dafür mit einer enormen Doppelbelastung belohnt werden. Sicher sind es keine einfachen Zeiten, aber wie bereits gesagt wurde: es gibt zur Zeit mehr als genug freie Räume, um die Leute mit großem Abstand aufzuteilen.
Avatar #820477
Studenteninteressen
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:16

Bodenlose Unverschämtheit und definitiv kein Benefit für Studenten!

Der angebliche „Benefit für alle“ ist einer für die Politik und das angeschlagene deutsche Gesundheitssystem Deutschlands. Für die Studenten ist es ein grauenhafter Nachtteil. Wir bereiten uns seit Monaten auf das Staatsexamen vor. Niemand kommuniziert mit uns über die Pläne, immer noch wissen wir nicht von offizieller Seite, dass, was und ob etwas geplant wird. Wenn auf unseren Rücken die jahrelangen Sparpläne im Gesundheitssystem ausgetragen werden ist das eine Sache, aber, dass wir daraus auch noch einen wahnsinnigen Nachtteil ziehen ist eine Unverschämtheit! Das auch noch so darzustellen, als wäre das auch nur irgendwie im Sinne der Studenten ist eine Frechheit. Vielleicht redet man einmal mit den Examenskandidaten 2020 bevor man solche Äußerungen macht.
Avatar #820478
LisasG
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:16

Das bedeutet den Verzicht auf eine Generation Mediziner nächstes Jahr

Die meisten Studierenden, die es finanziell verkraften können, werden sich dann wohl ein Freisemester zum lernen, NACH dem PJ nehmen. Damit skippt die Politik 2021 eine Generation Mediziner. Oder zumindest die meisten wahrscheinlich! Super Idee, in unserer knapp bemessenen Ärztschaft und dem gesamten. Gesundheitssystem.
Avatar #820467
StudentM2
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:16

No benefit

Wir Medizinstudenten möchten alle helfen und unterstützen. Aber der Preis ist zu hoch. Wir stellen uns gerne an die Front. Aber nicht, um direkt verheizt zu werden. Und mit dieser Regelung deutet alles nur weiter darauf hin, wie wenig wir geschätzt werden. Ich erwarte keinen Dank dafür, dass ich bereit bin zu helfen. Das ist für mich selbstverständlich. Aber dann im Nachhinein dafür bestraft zu werden, das ist nicht in Ordnung und in keiner Welt als Benefit zu betrachten.

Mit dieser Regelung fahren wir Studenten besser, wenn wir uns umhören, wo Hilfe gebraucht wird (was nebenbei bemerkt auch noch besser vergütet wird als das PJ). Dann könne wir dort helfen, Abstriche machen, was auch immer und melden uns vom PJ ab und stehen den Kliniken nicht zur Verfügung. Wenn wir eh nochmal den 100 Tage Lernplan machen müssen, dann nicht noch NEBEN dem PJ, M3 und Corona-Risiko.
Irgendwann ist Schluss.
Da wären Maßnahmen sinnvoller uns während des PJs mündlichen Prüfungen zu unterziehen oder irgendwelche anderen Äquivalenzleistungen zu fordern, die während des PJs auch realistisch sind. Oder man wertet das dritte Staatsexamen eben doppelt oder zieht einen Schnitt aus den Leistungen der Klinik.
Die Durchfallquote des M2 ist so lächerlich gering, als dass es angebracht ist, uns da nochmal durch zu quälen.
Avatar #820475
Medizinstudent1994
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:14

Unverschämte Aussage

Was ich wirklich am allerschlimmsten an den Stellungnahmen des IMPP und der deutschen Hochschulmedizin empfinde, dass sie so tun, als sei die Lösung in unserem Interesse!
Und dabei wurden wir noch nicht einmal gefragt!

Das wirkt auf mich offen gestanden nicht so, als hätte sich eine "Task Force" auch nur mehr als 3 Gedanken gemacht!
Avatar #820459
Medizinstudent95
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:09

Humbug

Lieber setze ich 1 Semester aus als 1 Jahr später so einen Quatsch mitzumachen !
Avatar #820464
Cathy0407
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:09

UNTRAGBARE ENTSCHEIDUNG

Das Examen ans Ende eines verfrühten PJs zu legen, ist für uns Studenten die schlechteste zu treffende Entscheidung!!!!!
Wir sind nicht bereit nach Monaten der intensiven und kräftezehrenden Prüfungsvorbereitung übereilt, unkoordiniert und ungezielt ins PJ zu gehen. Das PJ ist elementarer Bestandteil einer strukturierten Mediziner-Ausbildung und soll uns das Rüstzeug geben, kompetente Ärzte zu sein. Es gibt genügend freiwillige Medizinstudenten, die bereit sind in Kliniken zu helfen! Diese Entscheidung zeigt, wie wenig medizinischer Nachwuchs in unserer Gesellschaft gewertschätzt wird.
Diese Entscheidung werden wir nicht hinnehmen und nicht mittragen!!!!!!
Avatar #820460
wütende betroffene Studentin
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:04

KEIN BENEFIT FÜR BETROFFENE STUDIERENDE!

Ich bin entsetzt über die Aussage von Frau Jünger! Hier kann wirklich nicht von einem Benefit für die Medizin-Studierenden gesprochen werden, die sich seit Monaten auf das bevorstehende Staatsexamen im April vorbereiten. Eine Doppelbelastung durch die ganztägige Arbeit im Krankenhaus während des PJs und eine gleichzeitige Vorbereitung auf die Examina M2 und M3 sind nicht tragbar und sollten unbedingt verhindert werden!
Als betroffene Studentin fühle ich mich durch diesen Vorschlag alleine gelassen, und verraten!!
Avatar #820473
Die Fähe
am Donnerstag, 19. März 2020, 18:04

Lösungsvorschlag


1. Kleingruppen
- max. 10 Leute plus 3 Aufsichtspersonen pro Raum
(Das hieße die Unis bräuchten je nach Anzahl der Prüflinge max. 20 Räume und 60 Aufsichtspersonen plus ein paar Personen für Punkt 2. Das sollte unter den aktuellen Umständen kein Problem sein. Wenn doch, lassen sie Studenten aus den Geisteswissenschaften gut bezahlen und diese die Aufsicht unterstützen.)

2. Einlasskontrollen
- für Personal und Prüflinge
- Fieber messen
- um zu verhindern, dass Prüflinge Handys etc. schmuggeln wollen, kann man Metalldetekotoren (2-4 pro Uni, je nach Anzahl der Prüflinge) wie am Flughafen aufstellen, durch die man gehen muss, Das Teil würde piepsen, sollte jemand versuchen ein Handy am Körper zu schmuggeln.
(Das Land oder Security Unternehmen sollten, solche Detektoren besitzen, falls nicht: Der Flugbetrieb ist weitestgehend eingestellt, also kann man an den Flughäfen fragen. Diese Teile sind mobil.)
- Ideen über den Ablauf und zeitliche Rahmen kann man bei Flughäfen oder jüdischen Einrichtungen erfragen, die damit viel Erfahrung haben.

3. Zeitstaffelung (optional)
- wollen Sie große Zusammenkünfte meiden, staffeln Sie die Zeiten.
- z.B.: Gruppe A und N starten um acht Uhr, Einlasskontrolle beginnt um sieben Uhr, Gruppe B und M starten halb neun, Einlasskontrolle um halb acht, usw
Avatar #820452
Gutnutz
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:59

M3 Konstruktive Lösung

Wie wertvoll und geschätzt angehende Mediziner in Deutschland sind, wird gerade hinreichend demonstriert. Stellt dies die weiterreichende Vorbereitung auf die abschätzige Behandlung im weiteren Berufsleben dar?

Konstruktiver Vorschlag zur Veränderung der Gesellschaftlichen Antwort: Diejenigen die jetzt vor der M3 stehen in den Kliniken ad hoc bis Ende der Prüfungszeit einsetzen und dafür die letzte Prüfung mit einer festgesetzten Note oder Durchschnittsnote aus allen erbrachten Leistungsnachweisen absegnen. Bringt eine gewisse Anerkennung und vor allem Arbeitskräfte in dem Moment, in dem sie gebraucht werden. Denn wird ein vorher gegängelter Medizinstudent gleich nach der letzten Prüfung in dieser Situation in die Klinik stürzen und als Arbeiter zur Seite stehen? Oder jetzt die Gefahr eingehen in Quarantäne zu geraten. Sicher nicht.
Avatar #820456
MedStudent7
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:56

M2 sollte in Kleingruppen in Schulen geschrieben werden!

Eine bodenlose Frechheit!
Bei allem Verständnis und gutem Willen zu helfen - dafür muss es eine andere Lösung geben! Das M2 sollte entweder erlassen werden oder aber die Studenten sollten in kleinere Gruppen aufgeteilt werden. Aktuell stehen ja einige leere Schulen mit Klassenzimmern zur Verfügung.
Gerne fange ich, sobald das M2 geschrieben ist, mit dem PJ an. Auch vor der Ergebnissmitteilung - aber 4 Wochen vor dem Examen nach Monaten des Schuftens, komplett abzusagen, kann nicht der Plan sein!
Auch die Rechte der Medizinstudenten sollten geschützt werden!
Das sog. "Hammerexamen" wurde aus guten Gründen abgeschafft.
Avatar #820442
Medizinstudent 12
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:54

Verlierer wären diejenigen, die an vorderster Front Menschen retten sollen!

Ich möchte mich meinen Vorrednern anschließen. Alle Studierenden lernen für dieses Examen seit Monaten.
Es wird von uns angehenden PJ-lern erwartet für einen Stundenlohn von weniger als 4 Euro an vorderster Front die kranken Menschen in dieser Ausnahmesituation zu versorgen - und ja die meisten von uns würden es vermutlich sogar ohne einen Cent tun.
Das Examen im April 2021 zu schreiben würde aber bedeuten, dass wir nach diesem Praktischen Jahr, in dem jeder von uns an seine Grenzen kommen wird, ohne die Möglichkeit einer Vorbereitung am Staatsexamen teilnehmen müssten (ein Examen für das man mindestens 100 Tage am Stück lernen sollte).
Die großer Teil Helfer von morgen würden nach dieser Krise mit einem Durchfallen im Examen belohnt werden.
Die Durchführung dieser Prüfung ist möglich, sie wird den Entscheidungsträger außergewöhnlichen Einsatz abverlangen - aber dieser Einsatz wird gerade einem jedem von uns abverlangt.
Sämtliche Universitäten und Schulen in ganz Deutschland sind bis zum 20. April geschlossen, sämtliche Seminar und Vorlesungsräume sind frei. Jedem ist bewusst, dass die Zahl von 89 Prüfungsräumen eine reine Falschinformation ist. Es ist die Frage inwieweit die Entscheidungsträger sich für eine logistische Organisation bemühen möchten. Wie wichtig ihnen die Studenten sind, die sich ohne Bezahlung um die kranken Menschen kümmern würden. Ja wir sind nur Studenten - aber wir sind auch die Menschen die diese Katastrophe mit auffangen sollen - und das möchten wir!
Aber bitte, nehmen sie uns ernst!
Avatar #820459
Medizinstudent95
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:52

Unmöglich

Dies ist definitiv KEIN Benefit für uns Studenten. Wie zuvor Kommilitonen erwähnt haben bereiten wir uns seit mehreren Monaten auf das Examen vor. Dann sollen wir alles wieder schön vergessen und am Ende des PJs uns auf den 100 Tage Lernplan vorbereiten mit (wenn es gut läuft) mickrigen 20 Fehltagen im letzten Tertial. Da wird entweder das Examen oder die Patientenversorgung leiden.

Ich kenne genügend, die auf ein Hammerexamen verzichten und stattdessen im Herbst 2020 schreiben und somit ein Semester zusätzlich aussetzen würden ( für die Dissertation oder intensivere Vorbereitung). - ich inklusive. Dementsprechend gäbe es weniger Pjler ab Mai zur Verfügung. Darüber sollte man gefälligst nachdenken !

Ich hoffe, die bvmd bringt das IMPP wieder zur Vernunft.
Avatar #820051
pov91
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:49

Eine Schweinerei!

Jetzt soll also die Krise mal wieder auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden. Nach monatelanger Vorbereitung sollen wir nun das billige Arbeitsvieh sein. Doch vorher das Examen stattfinden zu lassen ist nicht drin. Eine Schweinerei wie mit uns Studierenden schon seit Ewigkeiten umgegangen wird. Urlaubstage die mit Krankentagen verrechnet werden. Gehts noch? Und jetzt sollen wir unter diesen Umständen auch noch 2 Staatsexamen hinterher zusammen bestreiten. Irgendwann reicht es und ihr macht die zukünftigen Ärzte so fertig, dass ihr sie alle in der Psychatrie besuchen kommen dürft! Das Examen muss wie geplant stattfinden, damit wir alle mit der entsprechenden Sicherheit ins PJ starten können, wo wir dann auch dringend benötigt werden. Doch eben nicht auf unserem Rücken. Es wird ja wohl nicht so unmöglich sein, jetzt wo alles abgesagt ist, genügend Räumlichkeiten zu finden um alle unter entsprechenden hygienischen Standards das Examen schreiben zu lassen.
Avatar #820437
AnonymerStudent
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:48

Fremdbestimmt wie Reserveoffiziere!

Wo ist bitte der "Benefit" für Studenten? Wer spricht mal mit uns? Wieso wird über uns fremdbestimmt?
Wir bereiten uns seit vielen Monaten auf die M2 vor und die Prüfung ist in ein paar Wochen. Wieso gibt man uns nicht wenigsten die Möglichkeit das Gelernte anzuwenden? Wenn man über uns frembestimmt wie über Reserveoffiziere: Warum zieht man uns nicht zum PJ ein und lässt uns wenigsten die 3 Tage M2 zum regulären Termin schreiben? Das wäre ein solidarischer Benefit für alle in dieser Situation.
Avatar #820450
Baumgart77
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:48

M2 regulär nicht umsetzbar

Meinen Vorrednern kann ich nicht in jedem Punkt zustimmen. Wie dem Artikel zu entnehmen ist, wird eine sichere Durchführung des M2 nicht in jedem Bundesland möglich sein. Das sture Schreibenwollen des Examens sollte nicht zu Abstrichen in der korrekten und sicheren Durchführung des Examens führen.
Ein weiterer, nicht oft bedachter Punkt, ist die Tatsache, dass die Medizinstudenten derzeit unter einer hohen emotionalen Belastung mit Unsicherheit bezüglich der Durchführung lernen müssen. Die allgemeine Situation stresst und das Bangen bezüglich des Stattfindens schränkt ein produktives Lernen ein.
Es muss bedacht werden, dass es auch einige Studierende mit Kind gibt. Diese sind doppelt belastet, da sie durch die Schul- und Kita Ausfälle Kinder betreuen und Lernen zugleich meistern müssen.

Hiermit möchte ich sagen, dass den Studenten auf jeden Fall entgegengekommen werden muss, allerdings betrachte ich die reguläre Durchführung des Examens als kritisch, da in dieser angespannten Zeit auch keine reguläre und angemessene Lernphase existiert.
Ein Beispiel nehme man sich vielleicht an Italien, Spanien und Russland und deren Umgang mit dem Staatsexamen!
Avatar #820444
HMM91
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:46

Meinung einer Medizinstudentin

Ein Benefit für alle Beteiligten ist hier absolut nicht zu sehen. Die Ansteckungsgefahr im PJ wird definitiv höher sein als die in Säälen voller Studenten die die letzten Monate hauptsächlich mit lernen am Schreibtisch verbracht haben. Auch die vorgeschlagene Aussetzung des Wahltertials und Wiedereinführung des Hammerexamens zum Ausgleich von lange bekanntem Personalmangel auf jeder Ebene des Gesundheitssystems außer der Verwaltung spricht für mich eine eindeutige Sprache: Die Politik und die Führungsebene des Gesundheitswesens hat in der Vorbereitung auf das Coronavirus versagt, und unsere Lernpläne, unsere Noten und unsere getroffenen Vorbereitungen auf das Praktische Jahr werden im Gegenzug geopfert.
Avatar #779365
medizinstudent11
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:42

kein Benefit für Studenten

Es wird seit Dezember oder länger gelernt. Wer sagt, dass die Situation im nächsten Jahr besser ist? Dann kommen keine Ärzte mehr nach. Es gibt so viele Medizinstudenten die sich aktuell auf kein Examen vorbereiten und in absehbarer Zeit auch keinen regulären Unterricht haben werden. Die Hörsäle stehen in allen Hochschulen leer, Abstand kann man also einhalten.
Ich habe nicht das geringste Problem am Tag nach der Prüfung zum Pj zu erscheinen
Avatar #820441
IchWillEinKindVonDrDrosten
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:42

lächerlich

Es ist ja verständlich, dass die Kliniken überlastet sind, aber das auf dem Rücken der Studierenden auszutragen ist eine Frechheit. Das Examen darf aufgrund der Infektionsgefahr nicht geschrieben werden, aber zum Arbeiten in den Kliniken reicht es? Und wahrscheinlich wird das Ganze allerhöchstens mit dem kümmerlichen PJ-Gehalt vergütet, wenn überhaupt, ohne dass irgendwelche relevanten Einblicke in die Tätigkeit als Arzt gewonnen werden können.
Avatar #820448
medizinstudentin1
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:41

Unglaublich

WO IST DENN DA DER BENEFIT FÜR UNS MEDIZINSTUDENTEN????? wir bereiten uns seit monaten auf unser examen vor und jetzt sollen wir neben dem pj (in welchem die lehre eh unter der momentanen situation leiden wird) nun nochmal alles lernen???? das ist kein benefit das ist ausbeutung und eine zumutung!!!
Avatar #820448
medizinstudentin1
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:41

Unglaublich

WO IST DENN DA DER BENEFIT FÜR UNS MEDIZINSTUDENTEN????? wir bereiten uns seit monaten auf unser examen vor und jetzt sollen wir neben dem pj (in welchem die lehre eh unter der momentanen situation leiden wird) nun nochmal alles lernen???? das ist kein benefit das ist ausbeutung und eine zumutung!!!
Avatar #820448
medizinstudentin1
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:40

Unglaublich

WO IST DENN DA DER BENEFIT FÜR UNS MEDIZINSTUDENTEN????? wir bereiten uns seit monaten auf unser examen vor und jetzt sollen wir neben dem pj (in welchem die lehre eh unter der momentanen situation leiden wird) nun nochmal alles lernen???? das ist kein benefit das ist ausbeutung und eine zumutung!!!
Avatar #820434
F.KN.L
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:39

Solidarität = Fehlanzeige

Als Student der Medizin, muss man sich ja einiges gefallen lassen, das dürfte nichts neues sein und sicher auch andere Studiengänge betreffen, aber wie man momentan mit uns umgeht, ist wirklich unter aller Würde! Wir helfen gern in den Kliniken aus, wir machen das, was man uns aufträgt!
Aber diese eventuell bevorstehende Änderung, als Benefit zu darzustellen? Das kann allerhöchstens ein verfrühter Aprilscherz sein.
Es mag sein, dass man vor einigen Jahren so geprüft wurde, vor einigen Jahren hat man aber nicht 100 Tage investiert, um sich auf ein Examen vorzubereiten nur um dann in einer Situation zu sein, wo sich keiner für einen interessiert, quasi erstmal vor dem "Nichts".
In den letzten Tagen hat man genau gesehen, was wir dem Deutschen Gesundheitssystem wert sind - nämlich gar nichts! Wir dienen an den meisten Kliniken nur als billige Arbeitskraft (wenn überhaupt bezahlt wird).
Und jetzt, wo es darauf ankommt klare Strukturen zu definieren um uns Studenten, die kurz vor M2 oder M3 stehen, Sicherheit zu geben, fühlt sich keiner mehr verantwortlich!
Studenten in die Kliniken beordern, darin sind alle sehr gut, aber daran zu Arbeiten, eine Lösung für das momentane Problem zu finden, scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.
Wie stellt man sich das denn vor? "Dürfen" wir dann jetzt in die Klinik wandern, Abstriche machen und dann abends nach 7-8 Stunden in der Klinik noch lernen? Ist das WIRKLICH das einzige, was den zuständigen gerade einfällt?
Denkt doch lieber mal darüber nach, wo die Kliniken in Deutschland stünden, wenn es keine PJler und Famulanten gäbe, die mit vollem Einsatz helfen wo sie können.
Es gäbe viele verschiedene, bessere Möglichkeiten - unter anderem würde sich die Kommunikation mit den Studenten empfehlen, statt nur ÜBER sie zu reden, dies wäre mal ein Anfang! Wir stehen nämlich im Dunklen, ohne Information. Hier hätte ich persönlich mir auch mehr Solidarität unserer baldigen Kollegen erhofft.
Schade, die Chance wurde hier eindeutig vertan!
Avatar #757143
Dr. Vagus
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:38

Diese Lösung IST ABZULEHNEN

Die aktuelle Fehlzeitenregelung des PJ - seit Jahren wurde das bemängelt, aber nicht von der Politik erhört - lässt ein Lernen im PJ auf das STEX 2+3 NICHT zu. Dafür werden schnell billige Arbeitskräfte generiert. Das ist nicht fair, dass kann nicht unterstützt werden. Auch ist eine Verlängerung des Studiums nicht möglich, weil VIELEN DIE FINANZIELLE GRUNDLAGE DAFÜR FEHLEN WIRD.
Avatar #820440
MedizinstudentM2
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:34

Auf die Medizinstudenten wird 0,0 Rücksicht genommen

Diese Lösung beinhaltet für absolut keinen Studenten einen "Benefit", sondern ist nur ein weiteres Zeugnis dafür, dass die Bedürfnisse der Studenten schon lange keine Rolle mehr spielen.
Wir dürfen jetzt gerade stehen, für Fehler die wir nie gemacht haben. An meiner Universität hieß es vom Präsidenten "den Studenten dürfen keine Nachteile durch ausgefallene Prüfungen entstehen". Davon sehe ich in dieser Lösung nichts, stattdessen darf ich mich schon darauf freuen, meine Fehltage im PJ für eine eventuelle Corona-Quarantäne zu opfern und am Ende des PJs eine massive Doppelbelastung durch zwei Examina aushalten zu müssen.
Avatar #820438
M2 Freund
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:30

Was soll das?

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen! Von wegen Infektionsgefahr während des Examens. Es ist aber dann in Ordnung die PJler für einen Hungerlohn in dieser Krisensituation unter erschwerten Infektionsbedingungen arbeiten zu lassen!
Avatar #820431
Medizinstudent1
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:24

Medizinstudent

Benefit für Studierende??
Sehe nirgendwo einen Benefit für die Studierenden, die sich seit 5-6 Monaten auf dieses Examen vorbereiten und nun Ihre komplette Pj-Planung auch noch über den Haufen werfen sollen, um die Versäumnisse der Politik im Gesundheitswesen der letzten Jahre auszubügeln.
Avatar #820430
Medizinstudentin
am Donnerstag, 19. März 2020, 17:15

"Benefit" für Studierende???

Das als "Lösung mit Benefit für beide Seiten" darzustellen ist lächerlich.
Dass wir Studenten seit Monaten auf diese Prüfung lernen und sie jetzt auf in einem Jahr verschoben werden soll wird mit keinem Wort erwähnt. Das letzte halbe Jahr war bereits stressig genug - und jetzt das Ganze in einem Jahr nochmal, aber neben dem PJ und ohne ein Anrecht auf Krankheitstage?
Ja das war früher auch so - aber die Sonderregelung gilt ja nun nur für uns, zu unserem Nachteil im Vergleich zu allen Studenten die vor und nach uns Schreiben...
LNS

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