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Aktualisierte S3-Leitlinie zum Nierenzellkarzinom vorgestellt

Freitag, 20. März 2020

/MQ-Illustrations, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) haben als federführende Fachgesellschaften eine aktualisierte S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms“ vorgestellt. Experten, aber auch Betroffene und Interessierte sind eingeladen, bis zum 5. April 2020 Verbesserungsvorschläge und Ergänzungshinweise mit dem dafür vorgesehenen Kommentierungsbogen abzugeben.

Die Leitlinie war 2015 erstmals erschienen, 2017 erfolgten erste punktuelle Aktuali­sierungen. An der jetzt erschienenen Überarbeitung waren 52 ehrenamtlich arbeitende Fachexperten von insgesamt 35 Fachgesellschaften und Organisationen beteiligt. Die Koordination der fortlaufenden Leitlinienaktualisierung haben Susanne Krege (Essen) und Christian Doehn (Lübeck) übernommen. Die Deutsche Krebshilfe hat die Erstellung und die Aktualisierung der Leitlinie im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie übernommen.

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Neuerungen in der Leitlinie betreffen unter anderem verschiedene Therapieschemata unter Berücksichtigung der Eignung für Checkpoint-Inhibitoren und die Zweitlinien­therapie nach Versagen einer Checkpointinhibitor-Therapie. Zudem wurde in neues Kapitel zur Drittlinientherapie eingeführt.

Die Autoren haben außerdem unter anderem die Empfehlungen zu Beginn, Dauer und Wechsel der systemischen Therapie überarbeitet und eine Empfehlung zur Kontroll­bildgebung unter Therapie hinzugefügt.

Jedes Jahr erkranken etwa 15.400 Personen in Deutschland an einem Nierenzell­karzinom. Es steht mit 3,6 Prozent aller Krebserkrankungen beim Mann an neunter Stelle aller neu diagnostizierten Krebserkrankungen in Deutschland. Bei Frauen macht es 2,3 Prozent aller Neuerkrankungen aus und liegt damit an elfter Stelle der Krebsneu­erkrankungen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe tragen das Leitlinieprogramm Onkologie gemeinsam. Mittlerweile umfasst es 25 S3-Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen. © hil/aerzteblatt.de

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