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Politik

Krankenhäuser erhalten weiterhin nur die Hälfte der nötigen Investitionsmittel

Freitag, 20. März 2020

/Gorodenkoff, stock.adobe.com

Berlin – Auch im Jahr 2020 fehlen den deutschen Krankenhäusern mindestens drei Milliarden Euro für Investitionen, die sie von den Bundesländern erhalten müssten. Darauf weisen die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der GKV-Spitzenverband und der Verband der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung hin, die die eigentlich benötigten Investitionsmittel für das Jahr 2020 analysiert haben.

„Die Bundesländer, deren gesetzlicher Auftrag die Investitionsfinanzierung ist, decken mit den gezahlten Mitteln nur rund 50 Prozent der benötigten sechs Milliarden Euro ab“, heißt es in einer Veröffentlichung der drei Organisationen.

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Grundlage der bereits zum siebten Mal vorgelegten Analyse sind die Kalkulationen von 85 Krankenhäusern. In der Analyse werden die Investitionsbewertungsrelationen, die das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) jedes Jahr vorlegt, jedem einzelnen Behandlungsfall zugeordnet. Aus dem sich ergebenden Verhältnis kann für jedes Krankenhaus ein Investitionsbedarf berechnet werden. Gleiches gibt es auch seit dem vergangenen Jahr für tagesbezogene Investitionsbewertungsrelationen für psychiatrisch-psychosomatische Kliniken, die in einem separaten Katalog veröffentlicht werden.

Ruf nach gesetzlicher Vorgabe

„Sowohl die Kran­ken­ver­siche­rung als auch die Krankenhäuser sehen die Investitions­bewertungsrelationen als gute Grundlage für die Bundesländer an, um danach Investitionsmittel zu vergeben“, heißt es in der Veröffentlichung.

„Es braucht dringend eine verbindliche, gesetzliche Vorgabe, die notwendigen Mittel bereitzustellen.“ Gerade in Zeiten einer Pandemie und allgegenwärtigen Forderungen nach mehr Intensivbetten und besserer Ausstattung werde dies deutlich.

Bewertungsrelationen werden im DRG-System zur Darstellung des Schweregrads einer erbrachten Leistung verwendet. In Verbindung mit dem Landesbasisfallwert ergeben sie den Erlös eines Falles. Analog dazu weist das InEK jedem Fall auch eine Investitions­bewer­tungsrelation zu, mit der die Höhe der Investitionsmittel berechnet werden kann, die ein Krankenhaus benötigt. © fos/aerzteblatt.de

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