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Politik

Spahn dankt Ärzten und kündigt Finanzierung von Fieberambulanzen an

Freitag, 20. März 2020

Jens Spahn /dpa

Berlin − Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in einem Brief für „diesen außergewöhnlichen Einsatz“ in der Corona-Pandemie gedankt. „Sie als niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bilden den ersten Schutzwall, den unser Gesundheitssystem im Kampf gegen das Virus aufbietet“, schrieb der Minister heute in dem Brief.

„Ihr Engagement und Ihre Bereitschaft, den Arztberuf mit Leidenschaft auszuüben, macht es möglich, die Pandemie in geordneten Bahnen zu begleiten und den stationären Sektor vor einer über das Maß des Notwendigen hinausgehende Inanspruchnahme mit Patienten zu schützen“, heiß es weiter.

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Er wisse, dass viele Niedergelassenen „ihre persönliche Belange hinten anstellen, kreative Lösungen für den beruflichen Alltag finden, mit dem Mangel an Material und Personal klar kommen und Patientinnen und Patienten beruhigen.“

Spahn kündigte an, dass der Auf- und Ausbau von zentralen COVID-19-Ambulanzen, sogenannten Fieberambulanzen finanziell gefördert werden sollen. Dies wird wahrscheinlich in einem Gesetz, das nach Informationen des Deutschen Ärzteblattes am Montag vorgelegt werden soll, festgelegt.

In dem Gesetz wird ebenso der finanzielle Schutzschirm für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen geregelt. Zudem wird im BMG offenbar überlegt, dass eine Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung auch nach telefonischer Anamnese für 14 Tage ausgestellt werden kann – bisher sind es sieben Tage.

Auch die Online-Sprechstunde soll offenbar erweitert werden. Auch hier hatten KBV und GKV-Spitzenverband bereits einige Veränderungen in den vergangenen Tagen beschlossen.

Die Kosten, die den KVen zum Betrieb der Telefonnummer 116117 entstanden sind, soll „der Vertragsärzteschaft erstattet werden“, so der Minister. Ebenso kündigte Spahn an, dass mit der KBV gemeinsam geprüft werde, welche „gesetzlichen Maßnahmen“ vorgenommen werden, „um die Nachteile, die aufgrund eines durch COVID-19 eingeschränkten Praxisbetriebes entstehen, auszugleichen.“ Der Minister wolle hier zeitnah Vorschläge vorlegen.

Ebenso kündigte Spahn an, dass die von der Bundesregierung und Bundeswehr beschafften Schutzausrüstungen an die Kassenärztlichen Vereinigungen erfolgen und in mehreren Tranchen ausgeliefert werden. Die KVen würden dann die „sachgerechte Verteilung an die Praxen übernehmen“, so der Minister. © bee/aerzteblatt.de

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turducken
am Samstag, 21. März 2020, 00:43

Schutzausrüstung

Hallo Herr Spahn,
wir HNO Ärzte, als Risikogruppe, aus Ihrem Wahlkreis Borken haben und bekommen null Schutzausrüstung. Keine FFP Masken und auch sonst nichts. Wir agieren auf eigenes Risiko. Andere Kollegen haben ihre Praxis schon einfach zugemacht. Wenn wir einen Virusnachweis bekommen, dann stehen wir unter Quarantäne und die HNO Versorgung im Kreis Borken ist dann praktisch nicht mehr vorhanden.
LNS

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