NewsVermischtesDRK: Blutspende­bereitschaft in der Corona-Krise hoch
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

DRK: Blutspende­bereitschaft in der Corona-Krise hoch

Montag, 23. März 2020

/ninsiri, stock.adobe.com

Hagen − Die Blutspendebereitschaft in Nordrhein-Westfalen bleibt in der Corona-Krise bislang hoch. Nach einer leichten Delle in der Karnevalszeit habe sich das Spenden­aufkommen wieder nachhaltig gebessert und sei nun trotz oder auch gerade wegen der sich ausbreitenden Coronavirus-Pandemie besonders hoch, sagte Stephan David Küpper, Sprecher des DRK Blutspendedienstes West heute.

„Wir appellieren derzeit sogar an Spender, daran zu denken, dass wir auch in den kommenden Wochen für Kontinuität sorgen müssen“, sagte Küpper.

Anzeige

Laut DRK steckt hinter der hohen Spendenbereitschaft offenbar der Wunsch vieler Menschen, sich in dieser besonderen Situation solidarisch zu zeigen. „Jeder will seinen Teil beitragen“, sagte Küpper. Gleichzeitig weist er daraufhin, dass weder Spender noch deren Blut auf das Coronavirus getestet werden.

„Wenn bei dem ein oder anderen die Hoffnung mitschwingt, dass man auf diese Weise quasi nebenbei auf Corona getestet wird: Das können und das werden wir nicht tun“, betonte er. Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gebe es keine Hinweise. Wer Erkältungssymptome zeige, soll aber ohnehin nicht Blut spenden.

Zahlreiche eingeleitete Hygienemaßnahmen beim Blutspendedienst dienen dem Schutz von Spendern und Mitarbeitern. So sind die Blutspendemobile nicht mehr im Einsatz, weil in den engen Bussen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Das Personal trägt Atemschutzmasken. Außerdem werden Rückkehrer aus dem Ausland vorerst nicht mehr zum Spenden zugelassen, auch wer Fieber hat wird umgehend nach Hause geschickt.

„Wir appellieren an alle, möglichst viel Abstand zu halten und etwa allein zum Blutspen­den zu kommen“, ergänzte Küpper. „Auch der beim DRK dazugehörende Kaffeeklatsch nach der Blutspende ist gestrichen. Stattdessen gibt es jetzt ein Lunchpaket-To-Go“, sagte Küpper.

Von einigen Blutspendediensten an Kliniken kommt eine ähnliche Rückmeldung. Um die zahlreichen Anfragen besser steuern zu können und Wartezeiten zu verhindern, hat beispielsweise die Uniklinik Münster auf telefonische Terminvergabe umgestellt.

Das Uniklinikum Aachen dagegen vermeldete heute ungebrochen hohen Bedarf an
Blutprodukten: „Wer gesund ist, sollte es als seine soziale Pflicht ansehen, Blut zu spenden“, teilte ein Sprecher mit. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #777241
janne2108
am Dienstag, 24. März 2020, 07:51

wie bitte

warum lese ich fast täglich etwas anderes??
Avatar #770175
Wie bitte?
am Dienstag, 24. März 2020, 00:32

Blutspenden in der Corona-Krise?

Bevor man die Übertragungsweise vollständig versteht, sollten die Blutspender zuhause bleiben. Bis auf Weiteres: Blutspenden = Coronaspenden.
Avatar #791681
Dr.Kleinhirn.eu
am Montag, 23. März 2020, 19:36

Handschuhe nicht nötig oder wegen covid-19 nicht vorhanden?

Hallo,
bei dem Bild oben hätte ich aber bei einem "Ärzteblatt" erwarte das beim Blutabnehmen Handschuhe getragen werden. Oder ist das nicht nötig? Viele Grüße aus Langenhagen sendet Dr. Kleinhirn.eu
LNS

Nachrichten zum Thema

4. April 2020
Berlin − Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht erste Anzeichen für eine Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus, hält die Zeit für eine Lockerung der Schutzmaßnahmen aber noch nicht
Merkel sieht Anlass zu „ein wenig Hoffnung“ in Coronakrise
4. April 2020
Berlin − Die gesetzliche Pflegeversicherung ist bereit, in der Coronakrise für Altenpflegekräfte eine Sonderzahlung von bis zu 1.500 Euro zu finanzieren. Das erfuhr das RedaktionsNetzwerk
Pflegeversicherung will Altenpflegekräften Sonderzahlung gewähren
4. April 2020
Göttingen – Die Beschränkungen im öffentlichen Leben, die am 8. und 16. März in Kraft traten, haben die Ausbreitung von SARS-CoV2 in Deutschland abgeschwächt, eine weitere exponentielle Zunahme der
Studie: Maßnahmen gegen Ausbreitung von SARS-CoV-2 zeigen erste Wirkung
3. April 2020
Berlin – Wirken die Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 und wie lange müssen sie noch aufrecht gehalten werden? Kaum eine andere Frage beschäftigt Deutschland derzeit mehr. Nun äußerte sich das
RKI bestätigt Wirksamkeit der Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2
3. April 2020
Berlin – Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina beschäftigt sich derzeit mit Hochdruck mit der Frage, wie ein nachhaltiges „Wiederhochfahren“ des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft
Leopoldina plädiert für Einsatz von Mund-und Nasen-Schutz sowie Corona-App
3. April 2020
Berlin – Über das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit wird in der Coronakrise viel diskutiert. Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) könnte das vorsorgliche Tragen eines
Behelfsmasken könnten laut RKI bei fehlendem Abstand sinnvoll sein
3. April 2020
Bremen – Eine der großen Herausforderungen in der Corona-Pandemie ist die Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung. Durch die weltweit stark gestiegene Nachfrage und durch zeitweise
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER