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Ärzteschaft

Bayerischer Hausärzteverband will Patientenkontakte in Praxen massiv einschränken

Montag, 23. März 2020

picture alliance/Angelika Warmuth/dpa
München − Der Bayerische Hausärzteverband will die persönliche Versorgung von Kranken in den Praxen angesichts der Coronavirus-Pandemie auf ein Minimum reduzieren. Wie der Verband heute mitteilte, sollen Patienten künftig überhaupt nicht mehr ohne telefonische Anmeldung zu ihren Hausärzten gehen.

„Die Kontakte von Ärzten, Praxisteams und Patienten zu Patienten sind maximal einzudämmen und die Abläufe in den Praxen umzugestalten“, heißt es in einer Information des Landesvorsitzenden des Hausärzteverbandes, Markus Beier, an die niedergelassenen Mediziner.

„Angesichts von Ausgangsbeschränkungen und absehbar fehlenden Laborkapazitäten ist es nun unabdingbar, personelle Ressourcen für schwere Fällen zu bündeln und die Patienten aufzufordern, auch im Verdachtsfall nicht in die Praxis zu kommen!“

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Von der früheren Strategie, mit massenhaften Coronavirus-Tests alle Infizierten zu erfassen, soll sich das Gesundheitssystem nach Ansicht des Verbands verabschieden. Wer nicht ins Krankenhaus zur Behandlung muss, sollte die mögliche COVID-19-Erkrankung in häuslicher Quarantäne auskurieren.

„Eine Testung findet bei dieser Personengruppe grundsätzlich nicht statt“, betont Beier, denn dies wäre eine „Ressourcenverschwendung“. Nur noch schwer Erkrankte, Risikopatienten sowie medizinisches und pflegerisches Personal sollten getestet werden.

Zusammen mit der Allianz fachärztlicher Berufsverbände forderte der Hausärzteverband auch alle Fachärzte dazu auf, die Abläufe in den Praxen umzuorganisieren. Nur noch Notfälle und medizinisch absolut notwendige Untersuchungen sollten vorgenommen werden.

„Alle aus medizinischen Gründen nicht zwingend erforderlichen Untersuchungen, Behandlungen und Operationen müssen verschoben werden.“ © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #777241
janne2108
am Dienstag, 24. März 2020, 07:53

schaffen

dann schafft doch bitte mehr Testmöglichkeiten außerhalb, rüstet die Labore auf, an die denkt niemand oder?
Avatar #93860
vosue
am Montag, 23. März 2020, 21:50

Und wer bezahlt die Unkosten

Hier sehe ich schon die Hintergedanken-das Personal soll im Notfall in die Kliniken delegiert werden. Keine ausreichenden Einnahmen in der Praxis, auf Abruf bereitstehen, und wenn es vorbei ist, tausende an Einnahmen Verlust
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