NewsVermischtesHilfsorganisationen geben Tipps für Familien in Isolation
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Hilfsorganisationen geben Tipps für Familien in Isolation

Mittwoch, 25. März 2020

/famveldman, stock.adobe.com

Köln/München − Wegen der Corona-Pandemie bleiben in Deutschland bundesweit Schulen, Kindergärten und Spielplätze geschlossen. Auch Familien mit Kindern werden aufgefordert, das Haus möglichst nicht zu verlassen. Um dem Familienstress vorzubeugen, der daraus entstehen kann, wenn sich Eltern zusammen mit Kindern den ganzen Tag Zuhause aufhalten müssen, geben Hilfsorganisationen einige Hinweise.

Laut SOS-Kinderdörfer müssen in der aktuellen Situation auch mal feste Hausregeln gebrochen werden. Da sich die ganze Familie einschränken müsse, „darf es in manchen Bereichen ruhig etwas lockerer zugehen“, teilte das Hilfswerk heute in München mit. Das gelte beispielsweise dann, wenn die Kinder abends mal länger als sonst vor dem Fernseher säßen „oder Zähneputzen und Naschen in der falschen Reihenfolge ablaufen.“

Anzeige

Das Wichtigste ist allerdings, offen aufeinander zuzugehen und miteinander zu reden, wie es hieß. „Frust in sich hineinzufressen vergrößert die Spannung und kann später einen unkontrollierten Ausbruch auslösen“, erklärte SOS-Kinderdörfer.

Streitigkeiten mit dem Nachwuchs sollten konstruktiv geführt werden und in einer bewussten Versöhnung enden. „Danach tut es gut, gemeinsam etwas zu machen, das allen Spaß bringt − etwa das Lieblingsspiel Ihres Kindes zu spielen oder sich bei einem lustigen Film auf der Couch zusammen zu kuscheln.“

Zu einem geregelten Tagesablauf, gerade während der Krise, raten die Malteser. Das tägliche Aufstehen und die Mahlzeiten sollten immer zur selben Zeit erfolgen, erklärte das Hilfswerk in Köln. „Das ist besonders für Kinder wichtig.“

Laut Maltesern ist es besonders wichtig, auch Zuhause weiterhin aktiv zu bleiben. Dazu zählten Freizeitaktivitäten wie Nähen und Zeichnen ebenso wie ehrenamtliches Enga­gement, das teilweise auch über das Telefon erledigt werden könne. Daneben baue Sport auch Aggressionen und mache ausgeglichener. „Das kommt auch dem Familienfrieden zugute“, so das Hilfswerk.

Zudem weisen die Malteser darauf hin, dass eine gute Informationslage in der Pandemie helfen kann, belastenden Gedanken vorzubeugen. „Wer gut Bescheid weiß, stellt Sicherheit in einer Situation her, wo Ängste und Sorgen nachvollziehbar und normal sind.“ © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

4. April 2020
Berlin − Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht erste Anzeichen für eine Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus, hält die Zeit für eine Lockerung der Schutzmaßnahmen aber noch nicht
Merkel sieht Anlass zu „ein wenig Hoffnung“ in Coronakrise
4. April 2020
Berlin − Die gesetzliche Pflegeversicherung ist bereit, in der Coronakrise für Altenpflegekräfte eine Sonderzahlung von bis zu 1.500 Euro zu finanzieren. Das erfuhr das RedaktionsNetzwerk
Pflegeversicherung will Altenpflegekräften Sonderzahlung gewähren
4. April 2020
Göttingen – Die Beschränkungen im öffentlichen Leben, die am 8. und 16. März in Kraft traten, haben die Ausbreitung von SARS-CoV2 in Deutschland abgeschwächt, eine weitere exponentielle Zunahme der
Studie: Maßnahmen gegen Ausbreitung von SARS-CoV-2 zeigen erste Wirkung
3. April 2020
Berlin – Wirken die Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 und wie lange müssen sie noch aufrecht gehalten werden? Kaum eine andere Frage beschäftigt Deutschland derzeit mehr. Nun äußerte sich das
RKI bestätigt Wirksamkeit der Maßnahmen zur Eindämmung von SARS-CoV-2
3. April 2020
Berlin – Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina beschäftigt sich derzeit mit Hochdruck mit der Frage, wie ein nachhaltiges „Wiederhochfahren“ des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft
Leopoldina plädiert für Einsatz von Mund-und Nasen-Schutz sowie Corona-App
3. April 2020
Berlin – Über das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit wird in der Coronakrise viel diskutiert. Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) könnte das vorsorgliche Tragen eines
Behelfsmasken könnten laut RKI bei fehlendem Abstand sinnvoll sein
3. April 2020
Bremen – Eine der großen Herausforderungen in der Corona-Pandemie ist die Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung. Durch die weltweit stark gestiegene Nachfrage und durch zeitweise
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER