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COVID-19: Dezentrale kollektive Problemlösung

Dienstag, 24. März 2020

/deagreez, stock.adobe.com

Berlin – Der „Hackathon #WirVsVirus“ vergangenes Wochenende war die weltweit größte Veranstaltung seiner Art. Getragen wurde die Kollaboration von sieben Organisationen aus der Digital-Entwickler-Szene. Zwei Tage lang suchten die rund 43.000 Teilnehmen­den nach digitalen Lösungen für die realen Probleme in der aktuellen Krise. Die Bundes­regierung will nun die besten Ansätze schnell umsetzen, hieß es in einer Mitteilung.

„Dass so viele freiwillig mithelfen, die Dinge zu tun, die die Bundesregierung alleine nicht geschafft hätte, ist wirklich toll“, lobte der Kanzleramtsminister und Schirmherr des Projekts, Helge Braun (CDU), in einer Videobotschaft vorgestern Abend.

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„Wir sind sektorübergreifend zusammengekommen, um gemeinsam einen digitalen Raum zu schaffen, in dem an Lösungen für die Herausforderungen durch COVID-19 gearbeitet werden kann“, erklärten die Veranstalter gemeinsam.

In einer Videobotschaft sagte einer der Organisatoren, man wolle „einen dezentralen, kollektiven Problemlösungsprozess anstoßen“ um „all die Dinge die es da draußen schon gibt, zusammenzufügen und Synergien zu schaffen“. Das gelinge nur gemeinsam. Daher sei der Hackathon nur der Beginn gewesen. Die Community werde zusammen weiterarbeiten.

Die Initiative wurde von Tech4Germany, Code for Germany, Impact Hub Berlin, ProjectTogether, SEND e.V., Initiative D21 und dem Prototype Fund ins Leben gerufen. Das Bundeskanzleramt und der Digitalrat unterstützten das Projekt.

Eine virale Idee

Aus der Idee Einzelner wurde innerhalb einer Woche ein Riesenprojekt. Ein Organisations­team von rund 100 Menschen fand sich zusammen, um den Hacker Marathon (kurz: Hackathon) zu planen. Die meisten von ihnen kannten sich vorher nicht. Doch die Idee begeisterte und verband sie sofort, wie einige der Organisatoren in einem Abschlussvideo berichten.

Mit dem enormen Interesse der folgenden Tage hatten die Initiatoren allerdings nicht gerechnet. Bis zum Start am vergangenen Freitag meldeten sich 42.968 Teilnehmende aus dem In- und Ausland an. Nicht nur IT-Administratoren und Informatiker konnten mitmachen, jeder Mensch mit Interesse und Internetzugang war willkommen. Fast 3.000 Mentorinnen und Mentoren erklärten sich bereit, das Spektakel auf der Plattform Slack für je einen Themenbereich zu moderieren, in dem sie Spezialisten waren.

Dabei gingen im Vorfeld fast 2.000 Projektideen ein. Darunter Lösungsvorschläge zur bestmöglichen Nutzung der Kapazitäten von Krankenhäusern, Möglichkeiten digitaler psychologischer Betreuung, Verteilung medizinischer Hilfsmittel und Unterstützung von medizinischem Personal.

Im Laufe der Woche will eine Jury der Veranstalter nun die besten Projekte auswählen. Dabei ist auch entscheidend, ob eine Projektidee kommerziell vermarktet oder frei verfügbar sein soll. Die „Gewinner“ werden dann speziell bei der Umsetzung ihrer Ansätze gefördert – auch von der Bundesregierung. © jff/aerzteblatt.de

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