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COVID-19: Die Hashtags der Krise

Dienstag, 24. März 2020

/REDPIXEL, stock.adobe.com

Berlin – Humor ist in Zeiten von Pandemie-Panik und Heimquarantäne ebenso wichtig wie das Gruppengefühl. Während auf physische Kontakte weitgehend verzichtet wird, stecken die Menschen in den Sozialen Medien die kreativen Köpfe zusammen. In den vergangenen Wochen sind viele Hashtags entstanden, die online gegen Einsamkeit und für Solidarität mobilisieren.

Einige positive Beispiele aus dem Netz:

Auf Twitter und Instagram gibt es Hashtags. Das sind Stichworte die mit dem Rautezeichen # (Englisch: hash) gekennzeichnet werden. Die Schlagworte lassen direkt erkennen, zu welcher Diskussion ein Beitrag gehört. Hashtags gibt es zu fast jedem Thema und jede oder jeder kann sie frei erfinden.

Eine Social-Media-Kampagne bekam Mitte des Monats Aufwind, bei der unter #WirBleibenZuhause prominente Personen für eine freiwillige Isolation warben. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sponserte den Hashtag und machte ihn damit schnell sehr bekannt. Der Trend wurde aufgegriffen und wandelte sich, als Reaktion auf Bilder von weiterhin gefüllten Straßen und Parks, alsbald zu #StayTheFuckHome.

Wie so oft bei Trends folgte mit #StayHomeChallenge die Herausforderung, so lange wie möglich zuhause zu bleiben. Wer wollte, konnte mit Fotos sein Durchhaltevermögen beweisen. Inzwischen existieren viele Abwandlungen von #StayAtHome bis #Bleibtdahoam.

Auch Menschen, für die das SARS-CoV-2 Virus gefährlicher ist als für die Durchschnitts­bevölkerung, riefen zur Quarantäne auf: unter #Risikogruppe machten junge Menschen mit verschiedenen Erkrankungen auf sich aufmerksam. Durch die Selbstisolation schütze man nicht nur die Alten, sondern breite Teile der Bevölkerung.

Krankenhauspersonal: „Bitte bleibt für uns zuhause“

Klinikpersonal aus ganz Deutschland beteiligte sich an einer Aktion für die freiwillige Quarantäne. In Videos und Fotos zeigen sich Ärztinnen, Ärzte und Pflege aber auch Rettungskräfte mit dem Aufruf: „Wir bleiben für euch da, bitte bleibt für uns zuhause“. Der dazugehörige Hashtag ist #wirbleibenfüreuchda. Dort zeigen Fotos Teams aus der ganzen Bundesrepublik, zum Beispiel aus Essen, Potsdam, Kiel oder München.

/youtube, Universitätsklinikum Essen

Mit der Reduktion des öffentlichen Lebens soll die Geschwindigkeit der Ausbreitung verlangsamt und die Krankenhäuser nicht überlastet werden. Dieser Ansatz, die Kurve der Erkrankungen nicht übermäßig steil ansteigen zu lassen, wird mit dem Hashtag #FlattenTheCurve beworben (zu Deutsch: Flacht die Kurve ab).

Humor und Kreativität für die Quarantäne

Der Hashtag #MyPandemicSurvivalPlan sammelte zu Beginn bunte Ideen um den Alltag zuhause zu bewältigen. Nun finden sich dort mannigfaltige Beiträge, von Satire bis zu tief schwarzem Humor. Ebenso liefert #MyQuarantineInSixWords die Möglichkeit, mit kreativen Worten die eigene Situation zu beschreiben. Humorvoll ist der Umgang mit der Krise auch unter #QuarantineAndChill und #ShutDownGermany.

Ob #CoronavirusRhapsody oder #CoronaSchlager − diverse Hobby-Musiker texteten bereits beliebte Liedtexte für die aktuelle Krise um. Diese laufen unter verschiedenen Hashtags. Fans werden bei der eigenen Suche sicherlich fündig oder probieren sich selbst aus.

Um das Miteinander zu stärken und Nachbarschaftshilfe zu bestärken, gibt es #Coronasolidarität und #Nachbarschaftchallenge. Hier motivieren sich Helfer gegenseitig und bieten Unterstützung an.

Doch manche Witze gehen nach hinten los: In Bayern wurde heute ein mutmaßlich mit SARS-CoV-2 infizierter Mann verhaftet, der sich dabei filmte wie er einen Fahrkarten­automaten oder eine Haltestange ableckte – zur Belustigung seiner Anhänger im Internet. © jff/aerzteblatt.de

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