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Vermischtes

Alkoholhersteller helfen bei Engpässen von Desinfektionsmittel

Dienstag, 24. März 2020

/mewaji, stock.adobe.com

Braunschweig/Düsseldorf − Jägermeister, Klosterfrau, Pernod Ricard und andere Alkoholanbieter helfen in der Coronakrise bei Engpässen von Desinfektionsmittel aus.

Der Spirituosenhersteller Jägermeister aus Wolfenbüttel stellt dem Klinikum Braun­schweig 50.000 Liter Alkohol zur Herstellung des Mittels zur Verfügung, wie die Klinik mitteilte. Weitere 50.000 Liter erwartet das Krankenhaus von dem Chemieunternehmen KWST aus Hannover.

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Der Getränkeproduzent Berentzen prüft ebenfalls mögliche Lieferungen. Man denke darüber nach, Hersteller von Desinfektionsmitteln zu unterstützen oder selbst welches herzustellen, hieß es heute aus der Firma in Haselünne im Emsland.

Das Kölner Unternehmen Klosterfrau Healthcare (früher Klosterfrau Melissengeist) will 100.000 Liter Desinfektionsmittel an das Land Nordrhein-Westfalen spenden. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) heute in einer Sondersitzung des Landtags. Schon kommende Woche wolle das Unternehmen 150.000 Flaschen Handdesinfektions­mittel spenden. Insgesamt gebe Klosterfrau 500.000 Flaschen.

In Ostbayern hatten bereits Ende vergangener Woche mehrere Schnapsbrennereien angekündigt, Apotheken und Kliniken mit Alkohol für die Herstellung des sterilisie­renden Mittels zu beliefern.

Der französische Spirituosen-Hersteller Pernod Ricard hatte ebenfalls in der vergangenen Woche mitgeteilt, in der Corona-Krise einem Hersteller von Desinfektions­gels 70.000 Liter reinen Alkohol für die Produktion spenden zu wollen.

Wegen des neuartigen Coronavirus war die Nachfrage nach den Mitteln gestiegen. Bei Fertig-Desinfektionsmitteln gibt es Lieferschwierigkeiten. Inzwischen wurden Beschränk­ungen in der Produktion von Desinfektionsmitteln auf Apotheken und Pharmahersteller aufgehoben. Die chemische Industrie, Kosmetik- und Parfümhersteller und andere geeignete Firmen dürfen nun Produkte zur Händedesinfektion herstellen.

Die Lockerung habe dazu geführt, dass die Versorgung mit Ethanol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln gesichert sei, teilte der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) mit. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #753528
Al_Bert
am Mittwoch, 25. März 2020, 10:49

angefragte Alternativen sind keine, weil...

@catch-the-day:
Das Ethanol ist Grundstoff zur Herstellung von Händedesinfektionsmitteln. Da kann man auf keinen Fall seine Hände mit NaOCl (=Na-hypochlorit) desinfizieren, denn das ist stark ätzend. Gleiches gilt für das Anolyt.
und zur Kläranlangefrage: die alkoholischen Händedesinfektionsmittel landen NICHT in der Kläranlage, denn sie werden quasi über die Haut aufgenommen und im Körper verstoffwechselt.
Avatar #771752
catch-the-day
am Dienstag, 24. März 2020, 20:38

Alternativen? Kläranlagen?

Warum werden die in Asien incl. Russland flächendeckend verwendeten Desinfektionsmittel NaOCl und Anolyt hier nicht verwendet? Warum werden nur alkoholische und chemische Mittel verwendet, die dann in den Kläranlagen landen und die dortige Bakterienflora durcheinanderbringen?
LNS

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