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Ärzteschaft

Match4healthcare vernetzt freiwillige Helfer und Hilfesuchende

Donnerstag, 26. März 2020

Berlin – Auf der Online-Plattform „match4healtchcare“ können sich ab heute Medizinstudierende und Auszubildende von Gesundheitsfachberufen, die sich im Rahmen der COVID-19-Pandemie engagieren wollen, melden. Sie wurde von einem inter­disziplinären Team im Zuge des Hackathons „Wir vs. Virus“ der Bundesregierung entwickelt und wird von Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) sowie anderen Organisationen, wie der Bundes­ärzte­kammer, der Kassenärztlichen Bundes­vereinigung, dem Bündnis Junger Ärzte sowie dem Deutschen Ärzteblatt, unterstützt.

Hervorgegangen ist „match4healtchcare“ aus der Initiative „Medis vs. Covid-19“, die mehr als 20.000 hilfsbereite Medizinstudierende und 166 Kliniken aus Deutschland und Österreich zusammengebracht hat. Jetzt soll berufsgruppenübergreifend und bundesweit einheitlich auf der Plattform das Angebot der Helfenden mit dem Bedarf der Hilfesuchenden in Klinik, Arztpraxis, Rettungsdienst, Pflegedienst, Pflegeheim, Apotheke oder Gesundheitsamt mit Hilfe eines automatischen Matching-Algorithmus vernetzt werden.

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„Die Netzwerke der bvmd, die über 93.000 Medizinstudierende in Deutschland vertritt, sowie von der Initiative medis-vs-covid19 werden gebündelt, um möglichst viele Studierende zu erreichen“, erklärte Aurica Ritter, Präsidentin der bvmd, dem Deutschen Ärzteblatt. „Wir sind aktuell fieberhaft am Programmieren und vernetzen; heute Abend soll das Kontaktformular auf der bereits bestehenden Website www.match4healthcare.de veröffentlicht werden.“

Auf die nachwachsende Ärztegeneration ist Verlass

Sehr viele Medizinstudierende haben bereits in unterschiedlichen Foren ihre Hilfe angeboten. „Diese enorme Hilfsbereitschaft unterstreicht einmal mehr: Auf unsere Ärztinnen und Ärzte ist Verlass. Und die vielen Freiwilligen aus der nachwachsenden Ärztegeneration zeigen, dass das auch in Zukunft so sein wird“, sagte Klaus Reinhardt, Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK). Jetzt gehe es darum, die Freiwilligen möglichst schnell dorthin zu vermitteln, wo sie am besten helfen können.

„Wir als Medizinstudierende und ärztlicher Nachwuchs möchten unterstützen, wo wir können“, betonte Ritter: Vielerorts entstünden lokale Netzwerke aus Studierenden, die von Kinderbetreuung und Nachbarschaftshilfe bis hin zu Blutspenden und Stationsarbeit Ressourcen bündelten und bereitstellten. „Jetzt gilt es, umgehend effiziente Strukturen zu schaffen, die es den Studierenden ermöglicht, sich entsprechend ihres Studienfortschritts, der Vorqualifikation und der individuellen Situation an der Versorgung zu beteiligen. Hierfür braucht es eine bundesweite Koordination“, so Ritter.

Wichtig ist eine faire und transparente Kommunikation gegenüber den Medizinstudierenden

„So wichtig unsere Unterstützung in dieser herausfordernden Situation ist, so wesentlich ist für uns als Medizinstudierende eine gute Balance aus Lehre und Versorgung mit einer fairen und transparenten Kommunikation auf Augenhöhe – besonders wenn Entscheidungen über unser Mitwirken getroffen werden“, sagte Ritter. Es sei essenziell, beide Aspekte mit ausreichend Planbarkeit sowie Flexibilität vollumfänglich mitzudenken. Zum einen, um den Nachwuchs sicherzustellen und zu verhindern, dass ganze Jahrgänge verzögert in die Versorgung nachrücken und gleichzeitig, um auch akuten Herausforderungen in der Versorgung Rechnung zu tragen.

Wichtig der der bvmd zudem, dass beim Einsatz von Studierenden in der Gesundheits­versorgung eine individuell adäquate Vorbereitung und Einarbeitung der Studierenden im Sinne der Sicherheit von Studierenden und Patienten gewährleistet wird. © ER/aerzteblatt.de

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