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Medizin

COVID-19: Forscher befürchten 2. Erkrankungswelle in China

Donnerstag, 26. März 2020

/picture alliance, AP Images

London − Die chinesischen Behörden haben in den letzten Tagen erste Beschränkungen der sozialen Kontakte in der Stadt Wuhan aufgehoben. Britische Mathematiker befürchten in Lancet Public Health (2020; doi: 10.1016/S2468-2667(20)30073-6), dass es im Sommer zu einer 2. Erkrankungswelle kommen könnte.

Die drastischen Maßnahmen, die in der Stadt Wuhan ergriffen wurden, um die sozialen Kontakte in Schulen und am Arbeitsplatz zu verringern, haben nach Einschätzung von Kiesha Prem von der London School of Hygiene & Tropical Medicine und Mitarbeitern wesentlich dazu beigetragen, dass die Epidemie abgeflaut ist und seit einigen Tagen in China keine neuen Fälle bekannt wurden.

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Doch ein zu rasches Ende der Beschränkungen könnte rasch eine 2. Welle von Erkrankungen auslösen, befürchten die Mathematiker, die in Modellrechnungen versucht haben, den weiteren Verlauf der Epidemie vorherzusagen.

Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die allmähliche Lockerung der Restriktionen, wie sie offenbar derzeit geplant sind, in 3 Monaten, also im Juni zu einer 2. Erkrankungswelle führen könnte. Wenn die Maßnahmen erst 1 Monat später im April gelockert würden, wäre mit einem 2. Erkrankungsgipfel erst im August zu rechnen, der seinen Höhepunkt im Oktober erreichen würde. Die Zahl der Gesamtinfektionen bis Ende des Jahres könnte dann um 24 % gesenkt werden.

Ob es tatsächlich zu einem 2. Erkrankungsgipfel kommt, wie die Forscher vorhersagen, könnte von klimatischen Einflüssen und von der Zahl der Tests abhängen, die die Forscher nicht berücksichtigt haben. Es besteht die Hoffnung, dass die Epidemie zurückgeht, wenn Temperatur und Luftfeuchtigkeit ansteigen.

Eine deutliche Zunahme von Tests und die Quarantäne der Infizierten bietet nach Ansicht von Tim Colbourn vom University College London die besten Chancen, einen Wiederanstieg der Erkrankungszahlen zu verhindern. Der Editorialist verweist auf die guten Erfahrungen, die in Südkorea mit Massentests gemacht wurden. © rme/aerzteblatt.de

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