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COVID-19: Rettende Requisiten aus Hollywood

Donnerstag, 26. März 2020

/Andrew Bayda, stock.adobe.com

Los Angeles – Hollywood spendet medizinische Requisiten an echte Krankenhäuser. Meh­rere US-Kliniken meldeten in den vergangenen Wochen eine Knappheit von Schutzaus­rüstung. Während die meisten Dreharbeiten aktuell ohnehin pausieren, öffneten in dieser Woche einige Serien-Produzenten ihre Kostümkisten.

Obwohl die Ärzte in Shows wie „Grey's Anatomy“ oder „The Resident“ nicht echt sind, nut­zen sie doch echtes Krankenhaus-Equipment als ihre Requisiten. Was vor der Kamera nur zum Schein getragen wird, könnte nun wirklich Leben retten.

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Die Produzenten der Krankenhaus-Serien „New Amsterdam“, „Chicago Med“, „The Good Doctor“ und „Grey's Anatomy“ sowie dem Spinoff „Station 19“ spendeten Material an Kli­ni­ken, Feuerwehren oder Behörden. Auch die Macher der nicht medizinischen Shows „Pose“ und „Filthy Rich“ spendeten verschiedene Utensilien.

Dabei handelte es sich nicht um Einzelteile. Ein ganzer Lkw voller Ausrüstung kam diese Woche dem Universitätsklinikum in Los Angeles zugute, berichtete der Sender ABC11 vorgestern. Darunter Arztkittel, Kasacks, Handschuhe, Masken, Kopfhauben, Schuhüber­züge und Isolierkittel.

„Es ist ziemlich erschreckend, dass unsere Ärzte und Krankenschwestern in den Kranken­häusern nicht den richtigen Schutz haben − sie stehen diesen Patienten gegenüber, die hochgradig ansteckend sind, ohne geschützt zu sein“, sagte „The Resident“-Produzentin Amy Holden Jones dem Magazin Hollywood Reporter. Gemeinsam mit dem ärztlichen Berater der Show, Roshan Sethi, hatte Jones ihre Requisitenschränke geplündert.

Die Filmindustrie zeigt zudem eine weitere Form der kreativen Solidarität: Bisher hat die COVID-19-Pandemie mehr als 120.000 Jobs in der Film- und Entertainment-Branche der USA gekostet. Das schrieben zwei Gewerkschaften der Branche vergangene Woche in einer Nachricht an ihre Mitglieder.

Doch die arbeitslosen Kostümdesigner und Theaterschneider suchten sich eine sinnvolle neue Beschäftigung: Sie riefen Freiwillige dazu auf, beim Nähen oder Verteilen von Schutz­masken zu helfen. © jff/aerzteblatt.de

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