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B.Braun rechnet mit Umsatzwachstum in Coronakrise

Freitag, 27. März 2020

/picture alliance, Uwe Zucchi

Melsungen – Trotz eines Umsatzrückgangs im Geschäft mit Chirurgieprodukten durch die Coronakrise rechnet der Medizintechnik-Hersteller B.Braun in diesem Jahr mit einem Wachstum. „Wir sehen den Vorteil, dass wir breit aufgestellt sind“, sagte Finanzvorstand Annette Beller heute im nordhessischen Melsungen.

So führe das Aufschieben von planbaren Operationen durch die Krise zu Einbußen in der OP-Sparte Aesculap. Dafür steige aber der Umsatz in den Bereichen Klinikprodukte und ambulante Patientenversorgung. Eine konkrete Prognose für 2020 nannte Beller nicht.

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Das Unternehmen blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. „Das Umsatzwachstum hat sich nicht nur gut verteilt über alle Regionen, sondern auch über alle Sparten hinweg“, sagte B.Braun-Chefin Anna Maria Braun.

Der Umsatz kletterte um 8,2 Prozent auf rund 7,5 Milliarden Euro. Zu schaffen machten dem Medizintechnikhersteller aber steigende regulatorische Anforderung wie neue Doku­mentationspflichten. Sie drückten das Ergebnis von 328 auf 289 Millionen Euro.

Die Produktion des weltweit tätigen Unternehmens läuft laut Vorstand trotz Coronakrise ohne größere Störungen. „Das Kernportfolio kann nach wie vor produziert werden.“ Einen Produktionsstopp gab es nur in Indien. Dieser sei aber mittlerweile aufgehoben. „Ich glaube nicht, dass wir in anderen Ländern komplette Produktionsstopps kriegen“, sagte Braun.

B.Braun stellt in 64 Ländern unter anderem Kanülen, Nährlösungen, chirurgische Instru­mente und Pflaster her. Der Sitz des Unternehmens liegt in der nordhessischen Kleinstadt Melsungen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg 2019 auf 64.585 (Vorjahr 63.571), davon arbeiteten 15.828 Beschäftigte in Deutschland. © dpa/aerzteblatt.de

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