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Ausland

Indische Ärzte verlieren Wohnung wegen Angst vor Coronavirus

Freitag, 27. März 2020

/picture alliance, Manish Swarup

Neu Delhi – Indische Vermieter haben etliche Menschen mit Medizinberufen aus ihren Woh­nungen geworfen. Sie hätten Angst, dass das medizinische Personal das neuartige Corona­virus verbreitete, schrieb die Ärztevereinigung des staatlichen Krankenhauses All India Ins­titute of Medical Sciences.

„Viele Ärzte sind nun mit all ihrem Gepäck auf den Straßen gestrandet, und sie können im Land nirgendwohin“, heißt es in einem Brief der Vereinigung an den indischen Innenminis­ter Amit Shah.

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Der indische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Harsh Vardhan rief deswegen diese Woche Vermieter auf, nicht panisch zu reagieren. Und der Regierungschef der Hauptstadt Neu Delhi, Arvind Kejri­wal, drohte Vermietern mit rechtlichen Konsequenzen: „Falls morgen, Gott bewahre, dein Kind Coronavirus hat, dann sind dies die Menschen, die helfen werden“, sagte er.

Kürzlich erst hatte der indische Premierminister Narendra Modi die Bürger aufgerufen, auf ihren Balkonen für den Mut von Gesundheitspersonal zu applaudieren. In Indien gibt es nach offiziellen Angaben des indischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums 706 COVID-19-Fälle sowie 17 Corona-Tote. © dpa/aerzteblatt.de

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